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  • TRINITY

    Zocken für unter 60 Euro: AMD A6-5400K und A4-5300 im Test - Reichen die Spar-Trinity-APUs?

    Neben den Topmodellen der A10- und A8-Reihe bietet AMD noch zwei Trinity-APUs mit nur einem statt zwei Modulen sowie kleineren Grafikeinheiten an. Im Test prüfen wir, ob die Leistung der Spar-Chips zum Zocken geeignet ist und wie niedrig der Energieverbrauch ausfällt.

    Im Oktober 2012 schickte AMD mit Trinity die zweite Generation von Desktop-APUs ins Rennen. Das steht für Accelerated Processing Units und beschreibt die Idee hinter diesen Chips recht gut: Neben einem Prozessor- bieten diese APUs auch einen Grafikteil, welcher mit im Die integriert ist. Alle Desktop-Trinity sind Teil der Virgo-Plattform, welche auf dem Sockel FM2 basiert und mit DDR3-Speicher kombiniert wird. Vergangenes Jahr testeten wir bereits den A10-5800K und den A8-5600K, heute nun ziehen wir den A6-5400K und den A4-5300 nach.

    A6-5400K und A4-5300 im Test: Die Spezifikationen

    Während die A10- und A8-Modelle zwei Module mit Piledriver-Technik mit je zwei MiByte L2-Cache nutzen (ein L3 ist den FX vorbehalten), hat AMD beim A6 und A4 ein Modul und die Hälfte des L2 deaktiviert. Die Taktraten des A6-5400K liegen unter Last bei 3,6 bis 3,8 GHz und beim A4-5300 bei 3,4 bis 3,7 GHz. Die Frequenz der CPU-Northbridge beläuft sich bei allen Trinity auf 1.600 oder 1.800 MHz (bei den FX sind es 2,0 oder 2,2 GHz) und abgesehen vom A4 wird DDR3-1866 unterstützt.

    Diese hohe Datentransfer-Rate ist nötig, da sich der Prozessor- und der Grafikteil die Bandbreite teilen müssen. Im Falle der A10 kommt eine VLIW4-GPU mit 384 ALUs sowie 760 bis 800 MHz zum Einsatz, die A8 bieten 256 ALUs mit 769 MHz und der A6-5400K nur noch 192 ALUs mit 760 MHz. Am schwächsten ausgestattet ist der A4-5300 mit 128 ALUs bei 723 MHz.

    Modell ModuleTakt Turbo L2-CacheGrafikShaderGPU-TaktSpeicherTDPPreis
    A10-5800K23,8 GHz4,2 GHz4 MiBHD 7660D384 ALUs800 MHzDDR3-1866100Wca. € 110
    A10-570023,4 GHz4,0 GHz4 MiBHD 7660D384 ALUs760 MHzDDR3-186665Wca. € 110
    A8-5600K23,6 GHz3,9 GHz4 MiBHD 7560D256 ALUs760 MHzDDR3-1866100Wca. € 90
    A8-550023,2 GHz3,7 GHz4 MiBHD 7560D256 ALUs760 MHzDDR3-186665Wca. € 90
    A6-5400K13,6 GHz3,8 GHz1 MiBHD 7540D192 ALUs760 MHzDDR3-186665Wca. € 60
    A4-530013,4 GHz3,7 GHz1 MiBHD 7480D128 ALUs723 MHzDDR3-160065Wca. € 40

    A6-5400K und A4-5300 im Test: Spieleleistung im Überblick (iGPU und CPU)

    Da unser Fokus auf dem A6-5400K und A4-5300 liegt, wählen wir als Konkurrenten den Celeron G530 (gut 35 Euro) und den Pentium G860 (etwa 55 Euro) - beide kosten in etwa so viel wie die APUs. Um die Leistung der iGPU zu bestimmen setzen wir auf Call of Duty Modern Warfare 3 sowie The Elder Scrolls 5 Skyrim, jeweils in 1.280 x 720 Pixel samt maximalen respektive hohen Details und einem zusätzlichen Durchlauf mit 4x MSAA plus 16:1 HQ-AF (hier sei angemerkt, dass das AF bei den AMD-Chips klar besser, da winkelunabhängig ist). Die CPU-Benchmarks sind die üblichen aus unserem Parcours.

    Die integrierte HD Graphics der beiden Intel-CPUs, welche mit DDR3-1333 (G860) und DDR3-1066 (G530) kombiniert wird, taktet ihre nur sechs Ausführungseinheiten per Turbo auf bis zu 1,0 bzw. 1,1 GHz - und ist selbst gegen die HD 7480D des A4-5300 völlig chancenlos. Das bedeutet zudem, dass weder Modern Warfare 3 noch Skyrim in 720p mit maximalen oder hohen Details mit ansatzweise spielbaren Bildraten laufen - hier ist eine weitere Reduktion der Details nötig und gerade TES5 ist dann aufgrund der geringen Sichtweite kaum spielbar. Auf dem A4-5300 und A6-5400K ist zumindest das Rollenspiel halbwegs passabel zockbar, rund wird es aber erst mit dem A8-5600K oder dem A10-5800K (gerade in CoD, da hier 30 Fps einfach zu wenig sind).

    Geht es um die reine CPU-Leistung in Spielen und Anwendungen, so wendet sich das Blatt respektive es herrscht ein Patt: Beide APUs können nur dank ihrer AES-Beschleunigung in Truecrypt am Pentium vorbeiziehen, allerdings erreicht der A6-5400K die Leistung des Celeron im Integer-lastigen x264-HD-Benchmark und dank über einem GHz mehr Turbotakt auch im Singlethread-Test des Cinebench - am Ende herrscht Gleichstand, der A4 ist etwas hinter dem Celeron. Die Leistung ist in Spielen ist stellenweise in Schlagdistanz (etwa in Dirt 3 oder Shogun 2) und stellenweise klar darunter (beispielsweise in Anno 2070 oder in Starcraft 2). Generell sind die Fps nur bei Skyrim sowie Dirt 3 im spielbaren Bereich, bei allen anderen Titeln ist eine Reduktion der CPU-belastenden Details nötig.

    Die tägliche Arbeit, etwa im Internet surfen und mit Office arbeiten, stellt die kleinen Trinitys wie auch die Intel-Konkurrenz vor absolut keine Probleme. Das System bootet zwar trotz SSD etwas länger als mit "dicken" Prozessoren, nennenswerte Verzögerungen oder Lags konnten wir nicht feststellen. Allerdings sind beispielsweise Ladezeiten in Spielen auf dem A6 und A4 klar länger als etwa beim A10.

    CPU-ModellAnwendungen (normiert)CB R11.5 x64 (Rendering X- / 1-CPU)Paint.Net v3.36 (PDN.Bench)Truecrypt v7.1 (AES-Twofish-Serpent, 1GB Mean-Sped)x264 HD v4.0, Test  2
    A10-5800K100 Prozent3,29 / 1,03 Punkte22,3 Sekunden125 MB/s21,5 Fps
    A8-5600K97,7 Prozent3,19 / 1,01 Punkte22,2 Sekunden120 MB/s20,9 Fps
    Pentium G86069,7 Prozent2,36 / 1,20 Punkte33,7 Sekunden52 MB/s12,7 Fps
    A6-5400K56,1 Prozent1,52 / 0,96 Punkte43,8 Sekunden60 MB/s10,2 Fps
    Celeron G53055,7 Prozent1,87 / 0,96 Punkte41,8 Sekunden41 MB/s10,2 Fps
    A4-540052,9 Prozent1,44 / 0,91 Punkte46,4 Sekunden56 MB/s9,6 Fps
    CPU-ModellSpiele (norm.)Anno 2070Battlefield 3Dirt 3Shogun 2Starcraft 2TES5 Skyrim
    A10-5800K100 Prozent22,6 Fps59,3 Fps83,8 Fps19,3 Fps23,1 Fps51,4 Fps
    A8-5600K96,3 Prozent21,5 Fps58 Fps78,9 Fps18,6 Fps22,6 Fps49,8 Fps
    Pentium G86091,0 Prozent21,6 Fps42,7 Fps53,2 Fps17,1 Fps29,7 Fps55,1 Fps
    Celeron G53071,4 Prozent17,2 Fps33,1 Fps41,7 Fps12,7 Fps22,9 Fps45,7 Fps
    A6-5400K60,9 Prozent12,9 Fps29,1 Fps38,8 Fps12,5 Fps18,7 Fps37,2 Fps
    A4-540056,8 Prozent11,8 Fps27,3 Fps38,1 Fps11,4 Fps17,4 Fps34,6 Fps

    A6-5400K und A4-5300 im Test: Stromverbrauch im Leerlauf und unter Last

    Das Testsystem vertraut auf eine Asus Geforce GT 430, welche die komplette Leistungsaufnahme aller Plattformen um nur 7 Watt erhöht. Um möglichst gute Werte zu erzielen, kombinieren wir jede CPU-Generation mit dem laut unseren Tests sparsamsten ATX-Board für den jeweiligen Sockel; selbstverständlich mit aktuellem BIOS und aktivierten Stromsparmodi. Welche Platinen wir genau einsetzen, erfahren Sie auf der zweiten Seite.

    Da das MSI FM2-A85XA-G65 offenbar deutlich sparsamer ist als Intels bereits nicht als Stromfresser bekanntes DZ77GA-70K erweist sich die Leistungsaufnahme der beiden Trinity-APUs im Leerlauf eindeutig als besser im Vergleich zum Celeron und Pentium. Unter CPU-Last bewegen sich der A4 und der A6 auf Augenhöhe mit beiden Intel-Prozessoren, bei GPU-Last ändert sich dies (bei höherer Leistung versteht sich) - Details erfahren Sie in der PCGH 04/2013, welche Anfang März erscheint.

    Test-Trinity-A6-5400k-A4-5300-Power-Consumption

    A6-5400K und A4-5300 im Test: Zusammenfassung und Fazit

    Mit den beiden kleinen Trinity-Modellen A6-5400K und A4-5300 hat AMD zwei APUs geschaffen, die ihre preislichen Gegner - den Celeron G530 und den Pentium G860 - bei ähnlicher bis besserer Leistungsaufnahme gerade bei der integrierten Grafikeinheit deutlich in Schach halten; die CPU-Performance ist zwar nur in Schlagdistanz zum Celeron - geht aber im täglichen Betrieb völlig in Ordnung (keine Lags oder Verzögerungen). Da es viele gut ausgestattete FM2-Boards und auch µATX-Platinen gibt, geht unsere Empfehlung im Preisbereich von 30 bis 60 Euro ganz eindeutig an AMD - wer einen HTPC baut, kann darauf selbst aktuelle Titel mit reduzierten Details passabel zocken und ältere Spiele wie Freelancer mit maximalen Einstellungen (samt Supersample-Kantenglättung).

    In der PCGH 04/2013, welche Anfang März erscheint, testen wir zudem den Athlon II X4 750K und die neuen Celeron sowie Pentium auf Ivy-Basis (die in Sachen AF mit AMD gleichziehen). Weiterhin prüfen wir das Zusammenspiel von CPU und iGPU in Programmen wie Musemage bei gleichzeitiger Messung der Leistungsaufnahme, gerade im Segment unter 100 Euro ist AMD hier sehr gut aufgestellt.

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    Es gibt 46 Kommentare zum Artikel

    Von Pokerclock
    Hat jemand Erfahrungen mit Diablo 3? Die Schwester von einem Freund spielt es gerne (und möchte einen neuen Spiele-Rechner haben, hat aber nicht wirklich Geld), daher habe ich das mal mit meinem 5600K @1920 x 1200 (Akt 2, Camp) getestet. 60 fps sind nicht wirklich drin, auch nicht nach der Verminderung der…
    Von PCGH_Marc
    Bei nur einer GPU hast du idR auch keine µRuckler.
    Von bootzeit
    Bei meinem neuen (siehe Sig) HTPC ist von Mikrorucklern nichts zu sehen, zumindest nicht wenn nur die integrierte HD7480D genutzt wird. Überings @XXTREME: L4D löppt gut in 720p in mittleren Einstellungen inkl. 2xMSAA + 8xAF. Sollte ergo ein "Quantensprung" für deine Nichte sein .
    Von ~Tj@rden~
    Das tritt aber glaub ich nur bei Hybrid Crossfire auf. Also wenn du die integrierte Grafik mit ner externen zusammenschaltest.
    Von Klarostorix
    Für den Preis eine sehr gute Wahl
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1045762
Trinity
Zocken für unter 60 Euro: AMD A6-5400K und A4-5300 im Test - Reichen die Spar-Trinity-APUs?
Neben den Topmodellen der A10- und A8-Reihe bietet AMD noch zwei Trinity-APUs mit nur einem statt zwei Modulen sowie kleineren Grafikeinheiten an. Im Test prüfen wir, ob die Leistung der Spar-Chips zum Zocken geeignet ist und wie niedrig der Energieverbrauch ausfällt.
http://www.pcgameshardware.de/Trinity-Codename-255654/Tests/A6-5400K-A4-5300-Trinity-Test-1045762/
28.01.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/thumb/2013/01/Test-AMD-Trinity-A6-5400K-A4-5300-02.jpg
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