Intel Wildcat Point: 9er-PCHs angeblich mit nativer M.2-Anbindung für SSDs
Die englischsprachige Webseite Fudzilla will in Erfahrung gebracht haben, dass Intels neue PCH-Reihe (Platform Controller Hub) mit nativem M.2 daherkommen wird. Dieser Standard nutzt physisch denselben Steckplatz wie mSATA, bezieht bei der Verbindung jedoch auch den PCI-Express-Bus mit ein, sodass wesentlich höhere Datentransferraten erreicht werden.
Informationen zu Intels Haswell-Nachfolger im Desktop-Bereich stützen sich aktuell im Prinzip ausschließlich auf Gerüchte, da der Chiphersteller selber noch keine Angaben hierzu gemacht hat. Als gesetzt gilt ein Haswell-Refresh im Frühjahr 2014, der zugleich mit PCHs der 9er Serie (Codename: Wildcat Point) daherkommen wird. Zunächst galt SATA Express als große Neuerung der Chips, die jüngeren Gerüchten zufolge aber noch warten muss. Da PCI-Express 4.0 auch mit Skylake noch nicht im Endkundenmarkt eingeführt werden soll, stellte sich bisher die Frage, was an Wildcat Point neu sein soll.
Eine mögliche Antwort auf die berechtigte Frage will nun Fudzilla in Erfahrung gebracht haben. So sollen der Z97 sowie der H97 mit Unterstützung für den M.2-Standard, ehemals Next Generation Form Factor (NGFF), erscheinen. Vermutlich wird diese Neuerung auch den B95 betreffen, wobei es dazu noch keine Informationen gibt. Die M.2-Schnittstelle nutzt physisch gesehen denselben Anschluss wie mSATA, wodurch der kleinere Formfaktor gewährleistet wird. Angebunden werden die entsprechenden Steckplätze allerdings weiterhin über die bekannten SATA-Standards mit bis zu 6 Gb/s.
M.2 hingegen bezieht auch PCI-Express-2.0-Lanes in die Datenübertragung ein, wodurch Übertragungsraten jenseits der 1 GB/s versprochen werden. Letztendlich handelt es sich also um einen abgewandelten SATA-Express-Port, der als direkter Steckplatz und nicht als Kabelverbindung verwendet wird. Unter anderem hat Samsung bereits vollwertige M.2-SSDs auf den OEM-Markt gebracht, die in Kombination mit Zusatzchips in Ultrabooks zum Einsatz kommen. Endkunden können die Produkte jedoch nicht separat kaufen.
Quelle: Fudzilla

PCIe 4.0 ist im moment völlig unnötig, da PCIe 3.0 schon keinen nenneswerten vorteil hat gegen über PCIe 2.0. laut PCGH Test
Bis auf weiteres werden Intel-Chipsätze nicht einmal PCIe3 unterstützen. Optimisten gehen davon aus, dass mit Sunrise Point (Skylake-Generation) wenigstens die DMI-Bandbreite auf 3.0 steigt. Aber das haben Optimisten auch schon bei den letzten beiden Generationen gemacht - wann sie endlich recht behalten, weiß nur Intel.
PCI-Express 4.0
das würde mich mehr intarsieren
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege:
Aber wie bitte kann ein Chipsatz "native Unterstützung" für ein Steckerformat bieten? Soll der Stecker auf dem DIE aufgelötet sein, oder was stellt sich Fuad darunter vor?
Elektrisch braucht M.2 jedenfalls keinerlei spezifische Unterstützung. Wie unter anderem mehrere Asus-Mainboards und so ziemlich jeder aktuelle Apple-Computer beweisen, lässt sich der Stecker wunderbar auch mit einem 8er oder 7er (X79) Chipsatz realisieren.
P.S.: NGFF/M.2 nutzt NICHT den mSATA/mPCIe-Stecker, sondern definiert einen neuen. Die Kontakte sind ein gutes Stück feiner, sonst wäre es gar nicht möglich, in diesem Format SATA, PCIe x2 und USB3 zu realisieren.