Nvidia Physx: Ab sofort komplett Open-Source und in Version 4.0 verfügbar [Update 2]
Nvidia stellt seine Physx-Bibliothek zur Physikberechnung ab sofort komplett als Open-Source zur Verfügung. Das betrifft jetzt nicht mehr nur den Part zur Berechnung auf dem Prozessor, sondern auch GPU-Physx. Im Rahmen einer BSD-3-Lizenz dürfen Entwickler den Code umschreiben und auch kommerziell einsetzen. Visual FX hingegen bleibt größtenteils geschlossen.
Update 2 vom 24.12.18:
Nvidia hat inzwischen wie versprochen das Physx-SDK 4.0 veröffentlicht. Darin enthalten sind keine weltbewegenden Änderungen, aber unter anderem Performance-Verbesserungen. Außerdem betont der Chiphersteller, dass die BSD-3-Lizenz für Windows, Linux, Android, Mac OS und iOS gilt. Für die Playstation 4 (Pro) und Xbox One (X) bleibt die hauseigene EULA in Kraft.
Update 1 vom 04.12.18:
Als Nachtrag sei angesprochen, dass Nvidia im Falle von CPU-Physx seit 2015 von einem Open-Source-Status spricht, die damals zweifelhafte EULA bis dato aber nicht ersetzt hatte. Das heißt, dass die BSD-3-Lizenz erst ab jetzt auch für den weit verbreiteten Physx-CPU-Teil gilt, was die Sache ziemlich spannend macht. Modifikationen werden unter den neuen Rahmenbedingungen erheblich vereinfacht. Unter anderem die Unreal Engine 4 und Unity nutzen CPU-Physx als exklusive Physik-Engine.
Originalartikel vom 03.12.18:
Gut dreieinhalb Jahre ist es inzwischen her, seitdem Nvidia den CPU-Physx-Quellcode im Frühling 2015 öffentlich zugänglich gemacht hat. Das beinhaltete maßgeblich die beiden Module Cloth zur Darstellung von Kleidung und Destruction für die Umgebungszerstörung, die effizient von Prozessoren berechnet werden können. In einem Blog-Beitrag hat Nvidia jetzt bekannt gegeben, dass Physx komplett in den Open-Source-Status wechselt und damit auch die GPU-Bibliotheken.
Nach CPU- jetzt auch GPU-Physx quelloffen
In den letzten Jahren verlor Physx im klassischen Sinne immer mehr an Bedeutung. In Zeiten, wo die Spielekonsolen in Form der Playstation 4 (Pro) und Xbox One (X) auf AMD-Hardware setzen, interessieren sich die Entwickler hauptsächlich für CPU-Physx, das in zahlreichen Spielen in modifizierter Form enthalten ist. Teilweise bauen komplette Physik-Engines auf Nvidias Basis auf. GPU-Physx, das nur von Geforce-Grafikkarten beschleunigt werden kann, entwickelte sich zur Randerscheinung, vor allem seitdem Nvidia den Fokus auf die Visual-FX-Plattform legt. Dort enthalten sind unter anderem die Module Shadow-, Wave- und Hairworks, Flex zur Partikelsimulation und Flow.
Um GPU-Physx mehr Beachtung zu schenken, erscheint Nvidias Schritt, das SDK 3.4.0 unter einer BSD-3-Lizenz frei anzubieten, sinnvoll. Das Lizenzmodell erlaubt es Entwicklern, den Code an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und unter Angabe des ursprünglichen Urhebers (Nvidia) beliebig zu verwenden, auch kommerziell. Mit dem Quellcode auf Github können Studios GPU-Physx auch auf Radeon-GPUs optimieren. Wichtig: Visual FX bleibt weitgehend geschlossen. Eine Ausnahme stellt Faceworks als Open-Source-Lösung dar. Zahlreiche weitere Module sind auf Github vorhanden, aber nicht quelloffen.

Ab dem Zeitpunkt wo ich gesehen habe wie eine CPU PhysX Kleider super geschmeidig ohne relevante Performanceeinbusen auf EINEM Kern berechnen kann, muss ich sagen habe ich keine Ahnung warum man noch die GPU die beschäftigt genug (meist um 80-100%Auslastung) ist noch mit Physikberechnungen belasten sollte.
Schon Crysis(1) hat auf einer 1Kern ausgelegten Engine gezeit was mit der Physikberechnung alles möglich wäre ohne NVidia, dass wir heute nicht weiter sind ist eine Schande!
PS: Borderlands2 läuft nicht "flüssig" wenn Flüssigkeitsberechnung ins Spiel kommen ! Das nur mal gesagt im Spiel mit der wohlmöglich besten Umsetzung Ihrer eingekauften Technologie.
Hier?: Simulation — NVIDIA GameWorks documentation
Ich meinte aber im Bezug auf OpenSource und dann die GPU-PhysX Bianries zwar dabei sind, aber nicht neu gebaut werden können.
Hier?: Simulation — NVIDIA GameWorks documentation
Wieso jetzt herstellerübergreifend, wenn AMD auf GPUs PhysX ausführen will, müssen sie sich sicher etwas Eigenes schreiben. Zumal diese meist auf ein Gauss-Seidel-Verfahren aufsetzen, muss das möglich sein. Die Frage ist ob sie das wollen.
Nach Kommentar ist es open Xbox und PS. Denke mal es wird daher CPU PhysX verbleiben.