Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie [Update]

Das ambitionierte Sandbox-Rollenspiel Kingdom Come Deliverance, ursprünglich ein Kickstarter-Projekt, ist nach vier Jahren Entwicklungszeit endlich fertig. PC Games Hardware begab sich ins bildhübsche Böhmen des 15. Jahrhunderts, um Ihnen Benchmarks zum Start von Kingdom Come: Deliverance zu liefern - der Hardware-Hunger ist durchaus beachtlich.

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Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie
Quelle: High, AMPC Games Hardware

Update 2: Wir haben umfangreiche Prozessor-Messungen ergänzt, die Ihnen nicht nur einen Überblick darüber verschaffen, wie gut Kingdom Come Deliverance mit modernen Mehrkernsystemen skaliert, sondern außerdem einen Vergleich zwischen Ultra- und hohen Details erlaubt und diesen Vergleich noch einmal gesondert mit einer AMD- und einer Nvidia-GPU vornimmt. Die Unterschiede zwischen diesen Ausgangspunkten sind beachtlich und können größeren Einfluss auf den Spielspaß haben.


Update 1: Wir haben die brandneue Radeon Software 18.2.2 (Download) nun in den Benchmarks berücksichtigt und zahlreiche weitere Grafikkarten integriert. Die Radeon-Performance fällt im Grafiklimit nun mehr als konkurrenzfähig aus, beispielsweise liegt die Radeon RX 580 vor der Geforce GTX 1060 6GB.


Wir berichten schon seit geraumer Zeit über das ambitionierte Rollenspiel Kingdom Come Deliverance. Der tschechische Entwickler Warhorse Studios legt bei der Umsetzung außerordentlich viel Wert auf Realismus und den historischen Hintergrund. Das Spiel kommt im Grunde ohne Fantasy-Zutaten aus, enthält dafür aber einige Sandbox-Elemente. Aufgrund der komplexen und dynamischen Künstlichen Intelligenz der NPCs, deren Tagesabläufen, Berufen und Interessen sowie deren Fähigkeit, auf den Spieler zu reagieren und dessen Handlungen im Gedächtnis zu behalten sowie die prinzipielle Freiheit, welche sich dem Spieler bietet, erinnert Kingdom Come Deliverance beinahe einer Mittelaltersimulation denn einem typischen Rollenspiel. Bei Kingdom Come Deliverance handelt es sich also um ein historisch akkurates Rollenspiel mit Simulationscharakter und einer ganzen Reihe technisch spannender Innovationen. Das Szenario nimmt Bezug auf die geschichtlichen Ereignisse im Jahre 1403 in Böhmen. Der Spieler wird in die Ereignisse um einen Erbfolgekrieg zwischen dem böhmischen König Karl IV, seines Sohnes Sigismund, König von Ungarn, und seines Bruders Wenzel hereingezogen.

Welche Hardware genügt für Kingdom Come Deliverance? Das überprüfen wir anhand des fertigen, auf Version 1.2 gepatchten Spiels, das wir vorab zum Test erhielten. So viel vorweg: Von Nichts kommt Nichts - Kingdom Come stellt mit maximalen Details hohe Ansprüche an Ihren PC, lässt sich aber vielfältig nach unten skalieren.

Kingdom Come: Deliverance - Stark angepasste und erweiterte Cryengine

Kingdom Come Deliverance nutzt die potente Cryengine, um das virtuelle Böhmen, dessen Burgen und Dörfer, die lauschigen Wiesen und Felder sowie die dichten und außerordentlich realistisch wirkenden Wälder umzusetzen. Dabei flossen umfangreiche Änderungen in die Engine ein, insgesamt wird eine Vielzahl fortschrittlicher Techniken angewandt. Die rund 16 Quadratkilometer umfassende Landschaft basiert auf Satellitendaten, die händisch angepasst wurden. Gebäude wie Burgen und Klöster haben ebenfalls reale Vorbilder, die mithilfe von Geschichtsexperten rekonstruiert wurden. Auch bei den Dörfern, Häusern, Bekleidungen der Figuren sowie deren Aufgaben und Verhalten wurde sehr viel Wert auf historische Genauigkeit gelegt. Das ausgeklügelte, realistische und physikalisch aufwendig berechnete Kampfsystem nutzt tausende Einzelanimationen, um Schwert- und Axthiebe glaubhaft wie nie zuvor umzusetzen und erlaubt auch in Ego-Perspektive ein hohes Maß an Kontrolle bei gleichzeitiger Immersionssteigerung. Um den Realismus weiter zu vertiefen, setzt Kingdom Come Deliverance zudem auf eine extrem ausgeklügelte KI. Diese entstand in Zusammenarbeit mit der prager Karls Universität, KI-Programmierer Tomàš Plch nutzte das Thema gar für seine wissenschaftliche Dissertation. Alle wichtigen Elemente im Spiel können dank der nach dem bekannten Film Inception benannten KI-Technologie miteinander kommunizieren und erlauben so komplexe, dynamische Reaktionen auf Spieler, Welt und Umstände.

Die umfassenden Anpassungen der Cryengine betreffen indes nicht nur KI, Kampfsystem und Landschaftsdarstellung, sondern außerdem das dynamische Wettersystem sowie die Tag- und Nachtwechsel. Zu dem Zeitpunkt, als Warhorse Studios mit der Entwicklung begann, waren einige dieser Elemente in der Cryengine zwar rudimentär vorhanden, doch zu weiten Teilen nur in statischer Form - darunter beispielsweise die Tageszeit oder das Wetter. Desweiteren war die Cryengine nicht für große, komplexe und dynamische Open-World-Szenarien geschaffen, sondern war im Kern noch eine verhältnismäßig simple Shooter-Engine. Es waren also sehr umfassende Änderungen an dem Grafikmotor nötig - unter anderem KI, Wettersystem, Streaming, Beleuchtung und Level- und Charakterdarstellung und Audio wurden massiv ausgebaut. Von diesen Änderungen konnte wiederum auch Lizenzgeber Crytek profitieren, denn Verbesserungen an der Engine durch Lizenznehmer fließen auch in die reguläre Entwicklung der Cryengine ein und erweitern und verbessern diese - Crytek kann also technische Vorteile aus Projekten wie Kingdom Come ziehen und auch andere Studios können so profitieren. Wenn Sie heute also ein aktuelles Spiel mit der Cryengine spielen, so enthält dieses mit einiger Gewissheit Elemente, die Warhorse Studios und andere Lizenznehmer über die Jahre in den Grafikmotor haben einfließen lassen.

Selbstverständlich unterstützt das Spiel alle gängigen (und nicht so gängigen) Bildschirmseitenverhältnisse. Wird das Spiel mal nicht so dargestellt wie erhofft, hat es sich bewährt, die Desktop-Auflösung auf die gewünschte Pixelmenge zu setzen. Hilft auch das nicht, schafft der randlose Vollbildmodus Abhilfe.

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Kingdom Come Deliverance in 21:9
Kingdom Come Deliverance in 21:9 Kingdom Come Deliverance in 17:9 Kingdom Come Deliverance in 16:9 Kingdom Come Deliverance in 16:10 Kingdom Come Deliverance in 4:3

Optisch macht Kingdom Come Deliverance wirklich einiges her und hat sich seit der von uns mehrfach getesteten und schon sehr hübschen Beta deutlich verbessert. Der Detailgrad ist nochmals höher, der Blick über die beeindruckende Landschaft kann nun noch weiter schweifen, das Level-of-Detail und die üppige Vegetationsdarstellung wurden verfeinert, die Figuren sind nun sichtbar detailierter und verfügen über sehr realistisch anmutende Gesichtszüge, Mimik und Gestik. Die Umgebungen wurden ausgeschmückt und hübscher ausgeleuchtet, die schicke Globale Beleuchtung mittels Cryteks voxelbasierter SVOTI-Technologie (Sparse Voxel Octree Total Illumination) wirkt nun sauberer und fällt bei Bewegung deutlich weniger stark durch ein verzögertes Einblenden auf. Um das Weichzeichnen der gut greifenden temporalen Kantenglättung etwas anzugehen, erhielt Kingdom Come zudem einen recht kräftigen Schärfefilter. Die schicke Ausleuchtung lässt die Umgebungen sehr realistisch wirken, was neben dem physikbasierten Renderansatz auch auf die zumeist angenehm hochauflösenden Texturen samt schickern Parallax-Occlusion-Maps zurückfällt; einige Oberflächen wurden außerdem mittels Tessellation aufgewertet. Auf letzterer Technik basiert auch das für Kingdom Come Deliverance entwickelte LoD-System für größere und komplexere Objekte wie beispielsweise Gebäude.

Grafikvoreinstellungen im Vergleich (UHD @ WQHD)
Kingdom Come Deliverance - Details - 14 - Ultra hoch
Kingdom Come Deliverance - Details - 14 - Ultra hoch Kingdom Come Deliverance - Details - 13 - Sehr hoch Kingdom Come Deliverance - Details - 12 - Hoch Kingdom Come Deliverance - Details - 11 - Mittel Kingdom Come Deliverance - Details - 10 - Niedrig

Kingdome Come: Deliverance - Die Performance

Die aufwendige Darstellung und tiefgreifende Simulation der Spielwelt verlangen selbst sehr potenten Rechnern einiges ab, insbesondere bei höheren Detailstufen strauchelt selbst so manch Oberklasse-PC kräftig. Dabei werden sowohl die CPU als auch die GPU sehr stark gefordert, was in Anbetracht der hohen Weitsicht, der schicken Beleuchtung, der Vielzahl hochwertiger Effekte und der komplexen Simulation von Welt und Figuren zu weiten Teilen nachvollziehbar ist. Dennoch ist Kingdom Come Deliverance in gewisser Weise ungewöhnlich, denn kaum ein anderes Spiel stellt mit hohen bis maximalen Details solch hohe Ansprüche an die Hardware. Die Last nimmt mit höheren Detailstufen massiv zu, worauf wir ausdrücklich hinweisen müssen, denn viele PCs werden ganz einfach nicht in der Lage sein, die Last flüssig zu stemmen. Bevor wir uns daher mit unseren in Ultra-Stufe angefertigten Benchmarks kümmern - es handelt sich hierbei noch nicht um maximale Details -, sollten wir einen Blick auf die Detailskalierung werfen. Für die meisten Spieler dürften maximale, Ultra- sowie sehr hohe Details nur begrenzt sinnvoll sein. Eine Reduktion auf hohe Details lässt die Leistung indes kräftig ansteigen und dürfte für viele User den Sweetspot zwischen Leistung und optischer Pracht darstellen.

Während der gut sechsstündigen Testphase von Kingdom Come Deliverance haben wir verschiedene Orte bereist und können die Performance-Charakteristik des Spiels ordentlich einordnen. Unsere Benchmarkszene ist so gewählt, dass sie weder das eine noch das andere Extrem betont - hohe Mischlast ist Programm. Wir laufen daher weder durch einen Wald voller Transparenz-, Licht- und Nebeleffekte (GPU-Last) noch über den dicht bevölkerten Marktplatz einer Stadt (CPU-Last), sondern vermengen beides: Am Fuße von Talmberg, der zweiten Ortschaft innerhalb der spannend inszenierten Kampagne, galoppieren wir auf unserem Ross einen Weg entlang, welchen rechts die Burg und links die anschließenden Wohnhäuser sowie ein Wald schmücken. Die Szene zeichnet weder den CPU- noch den GPU-Ernstfall, sondern stellt grundsätzlich hohe, wenn auch nicht extrem hohe Ansprüche an den gesamten PC.

Nun ist es aber höchste Zeit für die einführenden Messwerte:

Wie Sie sehen können, ist die CPU-Last in Kingdom Come Deliverance bei maximierten bis sehr hohen Details ausgesprochen hoch. Dies gilt in Anbetracht des verwendeten Prozessors nochmals verstärkt, denn ersten Messungen zufolge skaliert das Spiel recht deutlich über vier, sechs und eventuell gar acht CPU-Kerne hinaus, auch wenn eine volle Auslastung bei Vielkernprozessoren zumindest bei hohen Detailstufen und Auflösungen nicht gegeben ist - die genaue Ausprägung des Multithreadings muss durch eine gesonderte CPU-Kernskalierung aufgedeckt werden, was wir baldmöglichst zu tun gedenken.

Wir haben indes die Detailskalierung vorgezogen, da sie auch beim Lesen und Verstehen unserer Benchmarks eine gewisse Rolle spielt: Die CPU-Last mit Ultra-Details ist sehr hoch und beeinflusst auch die P99-Perzentil-Messungen recht deutlich. Selbst mit sehr potenter Hardware müssen Sie sich bei sehr hohen bis maximalen Details also damit abfinden, dass Kingdom Come Deliverance nicht vollständig flüssig laufen wird. Dies gilt nochmals in besonderem Maße, wenn Sie eine potente AMD-Radeon-GPU in Ihrem Rechner verbaut haben oder Ihre CPU im Verhältnis zur (Radeon-)GPU eher schwach ausfällt: Im CPU-Limit hat AMD aktuell deutlich schwerer zu kämpfen als Nvidia.

Abgesehen von der im CPU-Limit deutlich schlechteren Performance der AMD-GPUs ist ein weiterer Punkt interessant: Liegt die GPU-Last höher als die CPU-Last, so können sich AMD-Grafikkarten relativ deutlich vor vergleichbare Geforce-GPUs schieben. Dies erklärt das einerseits schlechte Abschneiden der von der CPU ausgebremsten Vega-GPUs, während sich Polaris in Form der selbst in Ultra-Details weitestgehend im GPU-Limit befindlichen Radeon RX 580 gegenüber der Geforce GTX 1060 6GB behaupten kann. Beide letzgenannten GPUs fühlen sich indes erst bei hohen Details wirklich wohl, dort liegt CPU- wie GPU-Last deutlich niedriger als auf den höheren Stufen, ohne dass Sie dafür bei der Optik große Kompromisse eingehen müssen - wir würden diese Detailstufe daher auch empfehlen.

Grafikvoreinstellungen im Vergleich (WQHD)
Kingdom Come Deliverance - Details - Ultra hoch
Kingdom Come Deliverance - Details - Ultra hoch Kingdom Come Deliverance - Details - Sehr hoch Kingdom Come Deliverance - Details - Hoch Kingdom Come Deliverance - Details - Mittel Kingdom Come Deliverance - Details - Niedrig

Unverständlich ist, dass Kingdom Come: Deliverance im jetzigen Zustand (v1.2) standardmäßig mit vertikaler Synchronisierung inklusive Triple Buffering arbeitet und in den Menüs keine Option bietet, um das zu beenden. Dreifach gepufferte Synchronisierung kostet nicht nur Leistung, sondern auch Grafikspeicher. Glücklicherweise lässt sich die Entwicklerkonsole in der uns vorliegenden Testversion mittels Tilde-Taste (^) einschalten und der aus Crysis 3 & Co. bekannte Befehl "r_vsync 0" schafft Abhilfe. Wir testen folgerichtig ohne Vsync.

Selbstverständlich verwenden wir für die Benchmarks die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia, in diesem Fall den Geforce 390.77 WHQL und die Radeon Software 18.2.2. Beide GPU-Schmieden bewerben diese Treiber mit Anpassungen für Kingdom Come Deliverance. Die folgenden Benchmarks entstanden allesamt mit dem aktuellen Treibercode.

In Sachen Speicherbelegung erweist sich Kingdom Come Deliverance trotz der vermeintlich großen Datenmengen der Weltsimulation als genügsam, prinzipiell kann der mittelalterliche Ausflug mit 8 GiByte Haupt- und 4 GiByte Grafikspeicher beginnen. Während unserer Testphase adressierte das Spiel in Ultra-HD-Auflösung höchstens 6,5 GiByte Grafikspeicher, sodass alle aktuellen Grafikkarten auf der sicheren Seite sind. Löblich ist, dass das Spiel bis hinauf zur WQHD-Auflösung (1440p) mit 3 GiByte zufrieden ist, wie man sie beispielsweise auf einer Geforce GTX 780 oder Radeon R9 280X vorfindet. Erst in UWQHD und UHD fängt das Spiel auf den genannten Grafikkarten sowie der Geforce GTX 970 an, Texturdetails sichtbar und träge einzublenden.

Kingdome Come: Deliverance - CPU-Skalierung[COLOR=textColor3][Update]

Die CPU-Performance in Kingdom Come Deliverance ist wie schon erwähnt bemerkenswert hoch. Die Berechnungen für die komplexe Simulation der glaubhaften und immersiven, mittelalterlichen Umgebung sowie die ausgefeilte KI ist beachtlich; die unzähligen Details, die dichte Vegetation und insbesondere auf hohen Qualitätsstufen (ganz zu schweigen von maximierten Grafikeinstellungen) extrem hohe Weitsicht und Objektdichte sorgen darüber hinaus natürlich für eine nachvollziehbar hohe Last. Dazu treiben wir in unserem Benchmark auch noch das Streaming in den Galopp - selbst wenn wir hier kein Worst-Case-Szenario für die CPU vorliegen haben, wir haben wohl eins gewählt, welches mehrere Auffälligkeiten bei der CPU-Performance abseits der generell hohen Last aufdeckt.

Zum einen ist da natürlich das bemerkenswert schlechtere Abschneiden unserer CPU, falls statt einer Nvidia- eine AMD-GPU im Rechner steckt. Dieser Umstand ist deutlich, im Gegensatz zu der hohen CPU-Gesamtlast aber nicht wirklich nachvollziehbar. Dermaßen große Unterschiede deuten eher auf eine etwas einseitige Optimierung hin. Und wenn wir schon einmal beim Thema sind: Es erscheint relativ wahrscheinlich, dass bei der Entwicklung Prozessoren mit zumindest 8 Threads (also Vierkerner mit SMT und darüber) im Fokus standen, die Performance mit einem reinen Quadcore (4C/4T) ist selbst auf niedrigeren Detailstufen gegenüber diesen stark benachteiligt. Nicht nur sinken die Bildraten selbst bei Verwendung einer Nvidia-GPU und auf hohen statt Ultra- oder maximierten Details stark ab, es kommt auch zu periodischen Slowdowns, welche den Spielspaß durchaus merklich trüben. Warhorse Studios hat also noch ein wenig Optimierungsarbeit vor sich. Erfreulicherweise haben die Entwickler auf Reddit bereits Besserung gelobt, neben Bugfixes soll auch die Performance in Bälde per Patch angegangen werden.

CPU-Performance/Scaling High/Ultra-Detail, Nvidia vs AMD
Kingdom Come Deliverance CPU-Scaling Nvidia Ultra
Kingdom Come Deliverance CPU-Scaling Nvidia Ultra Kingdom Come Deliverance CPU-Scaling AMD Ultra Kingdom Come Deliverance CPU-Scaling Nvidia High Kingdom Come Deliverance CPU-Scaling AMD High fixed 2

[Ende Update]

Kingdom Come: Deliverance - Erstes Fazit

Kingdom Come: Deliverance ist ein wahrhaft prächtiges Spiel geworden. Vor allem die SVOTI-Beleuchtung verleiht dem Titel einen bislang wohl noch nie gesehenen Touch an Authenzität. Das KI-System funktioniert, es ist ein Spaß für sich, den NPCs bei ihrem Tagesablauf zuzusehen und ihre Reaktionen auf die Umwelt zu beobachten. Auch das dynamische Musiksystem wechselt passend zur Szenerie und zu unserem Abschneiden während der tollen Kämpfe die jeweiligen Stücke. Doch obwohl sich die Performance sich seit der ausgedehnten Beta-Phase deutlich verbessert hat, wirklich flüssig läuft Kingdom Come: Deliverance mit maximalen Details nur auf High-End-PCs.

Bislang nicht zur Sprache gekommen, aber zweifelsohne erwähnenswert ist die exzellente deutsche Synchronisierung des Spiels. Die aus diversen Filmen und Serien bekannten Sprecher passen zum jeweiligen Charakter und betonen kontextbezogen, was (leider) nicht selbstverständlich ist. Zusammen mit der wohlklingenden, dynamisch eingespielten Mittelaltermusik sowie räumlich sauber ortbaren Umgebungsgeräuschen ist Kingdom Come Deliverance auch akustisch ein Genuss. Apropos: Neben Hundebellen oder dem Rauschen von Regen sind es Details wie die bei Bewegung scheppernde Rüstung, die Kommentare der NPCs und viele weitere Feinheiten, die der Spielwelt Leben einhauchen.

Kingdome Come Deliverance ist seit dem 13. Februar auf Steam erhältlich. Eine DRM-freie und somit auch offline vollumfänglich nutzbare GoG-Version wird am 27. Februar folgen. Über die Gründe der Verzögerung lässt sich derzeit nur spekulieren, wobei wir davon ausgehen, dass Publisher Deep Silver zunächst eine geschützte Version in Umlauf bringen möchte, um die Verkäufe in den wichtigen ersten Wochen sicherzustellen. Wer warten kann, dessen Schaden wird es nicht sein - das Spiel wird zwischenzeitlich gewiss noch einige Male gepatcht.

Bildergalerie

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.

Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

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    • Kommentare (253)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie

        Für alle die Texture-Streaming Probleme haben: Texture streaming improvements - No more texture pop in at Kingdom Come: Deliverance Nexus - Mods and community
        Hat bei mir geholfen @ GTX 1080.
      • Von Noname1987 Software-Overclocker(in)
        AW: Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie

        Zitat von Replikator84
        Seit einiger Zeit kann ich an meinen Grafikeinstellungen einstellen was ich will... das spiel ändert daran nixmehr, ist das ein Bug? die meisten erweiterten Einstellungen sind auf ugly, oder medium.., und unter benutzerdefiniert kann ich auch nicht auf ultra oder high stellen?

        Kann mir da wer helfen?
        Neu installiert hab ich es auch schon....

        Danke, und Grüsse,
        Auch wenn es lange her ist antworte ich einmal hier kann es sein dass du eine Optimierung über beispielsweise Nvidia Manager oder ähnliches vorgenommen hast, die deine spielinterne Einstellungen ignoriert und auf die von dir genannten Settings zurücksetzt?
      • Von Replikator84 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie

        Seit einiger Zeit kann ich an meinen Grafikeinstellungen einstellen was ich will... das spiel ändert daran nixmehr, ist das ein Bug? die meisten erweiterten Einstellungen sind auf ugly, oder medium.., und unter benutzerdefiniert kann ich auch nicht auf ultra oder high stellen?

        Kann mir da wer helfen?
        Neu installiert hab ich es auch schon....

        Danke, und Grüsse,
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie

        Auch wenn die Grafik sehr nett ist reizt mich das Spiel nicht wirklich. Ein RPG muß für mich Fantasy Elemente haben.
      • Von SuddenDeathStgt Software-Overclocker(in)
        AW: Kingdom Come Deliverance im Techniktest: So hübsch war das Mittelalter noch nie

        Zitat
        weil manchmal hab ich das Gefühl es bringt nichts...
        Dein "Gefühl" täuscht Dich da nicht, denn dies schimpft man CPU-Limit = Frames bleiben gleich, egal welche Settings.^^ Abhilfe schafft ggf. mehr Takt, also von deiner CPU oder halt was fixes, zeitgemäßes bzw. ein neuer Unterbau.
        Je nach Anspruch versteht sich....^^
      Direkt zum Diskussionsende
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