Core i5-5675C und Core i7-5775C sagen Servus: Broadwell-H geht in Rente
Es war ein kurzer Auftritt und er war nicht schillernd, aber dafür sicher skurril. Viele Freunde fanden der Core i5-5675C und der Core i7-5775C nicht, denn sie waren etwas zu teuer und etwas zu merkwürdig platziert. Aber sie werden in Erinnerung bleiben, weil sie mit die spannendsten Intel-Produkte der letzten Jahre waren.
Nachdem wir vor einiger Zeit bereits von beliebten Prozessoren wie den Core i7-4790K Abschied nehmen müssten, schickt Intel nun auch die beiden Broadwell-Desktop-Prozessoren in Rente. Damit verabschieden sich die beiden wohl interessantesten Prozessoren der vergangenen Jahre aus dem Portfolio des Mainstreams. Der Core i5-5675C und Core i7-5775C nehmen Abschied. Die letzten Bestellungen müssen nun getätigt werden. Intel liefert diese bis August 2017 aus. Danach ist Schluss.
Die meisten Spieler werden den beiden Modellen nicht sonderlich hinterherweinen und ihre Verbreitung ist auch verschwindend gering. Dennoch waren es wohl mit die spannendsten Modelle der letzten Jahre (Test), denn erstmals kam Iris-Pro-Grafik inklusive eDRAM in einem sockelbaren Desktopprozessor zum Einsatz und die Broadwells waren angesichts ihres relativ niedrigen Basistaktes schnell. Manchmal können sie auch noch heute einem i7-6700K (Test) eine gute Position streitig machen (Index).
Den niedrigen Basistakt gleichen die beiden Modelle durch den riesigen L4-Cache aus. Das schlägt dann, wenn ein Spiel davon profitiert, auch voll durch und reicht, um nominell stärkeren Prozessoren eine lange Nase zu machen. Die 128 Megabyte sind eben nicht von schlechten Eltern. Allerdings machen die den Die groß und die Prozessoren damit teuer. Und da die Broadwells viel zu spät kamen, weil Intel Probleme mit der 14-nm-Fertigung hatte, waren die Aussichten schon zum Start schlecht, denn dadurch standen auch 366 USD bzw. 276 USD in der Preisliste. Viel Anklang fand man so natürlich nicht, weil kaum ein triftiger Grund zum Wechsel vorlag und es mit dem i7-4790K (Test) quasi das Gamer-Zugpferd schlechthin gab. Die 23 Watt niedrigere TDP rechtfertig den finanziellen Aufwand jedenfalls nicht.
Und auch später hinderte der relativ hohe Preis den Core i5-5675C und den Core i7-5775C daran, wirklich erfolgreich zu werden, denn Intel schob zügig Skylake nach. Selbst wenn Broadwell da bei der Geschwindigkeit mithalten konnte, ist Skylake eben die neuere Plattform mit geringeren Energiebedarf und aktuellerem Chipsatz. Außer als Nischenprozessor hatten die beiden Broadwells nie eine ernsthafte Daseinsberechtigung. Das könnte sie aber mal zur Rarität machen, auf die man stolz ist - so wie auf die Pentium 3 Tualatin.
Ich hoffe Intel bringt bei Cabylake wieder C CPU-S .
Könnte interessant werden.
weil die CPUs für die sehr verbreiteten H87 und Z87 Boards nicht kompatibel sind. Viele mit i5 hätten mit
einem i7-5775C eine der besten CPUs zum Spielen einsetzen können. So warten man halt weiter und
überspringt Skylake.
i5-5675C empfohlen, anstatt einen i3 mit kleiner Grafikkarte zu nehmen. Zeitweise gabe es den i5-5675C
für 200,-€ und das war in der Tat ein Schnäppchen.