Umfrage
Wollt ihr PCGH-eigene Aprilscherze?
Ja, bitte so wie 2014 (31.54%)
Ja, aber nur einen bitte (43.08%)
Nein, bitte nur andere Aprilscherze zusammenfassen (15.90%)
Nein, Sonstiges (siehe Kommentar) (9.49%)
390 Teilnehmer / von 02.04.2014 10:39 Uhr bis 12.04.2014 10:39 Uhr/ Mehrfachauswahl: Nein
Jetzt einloggen zum Abstimmen
--------------- Nvidia überraschte auf der GTC 2014 mit einem Prototypen von Pascal , der die Maxwell-Generation beerben soll. Unser Mann vor Ort konnte allerdings hinter verschlossenen Türen eine weitere Information abgreifen, die noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Im Gespräch ließ man hinter vorgehaltener Hand verlauten, dass man einen Deal mit Intel abschließen konnte. Der sieht vor, dass der CPU-Hersteller auf ausgewählten Prozessoren kommender CPU-Architekturen abgespeckte Pascal-Chips einsetzen wird, um die GPU-Performance drastisch zu erhöhen und so AMD Paroli besser Paroli zu bieten. Was zunächst nach einem wilden Gerücht klingt, könnte tatsächlich Wirklichkeit werden. Intel wird es auch unter größten Bemühungen auf die Schnelle nicht gelingen, AMD bei den auf dem Prozessor integrierten Grafikeinheiten das Wasser zu reichen. Selbst die für den noch nicht erschienenen mobilen Broadwell geplanten GT3e-Grafikeinheiten werden einer AMD-APU wohl nicht gefährlich werden, wenn es um die Grafikleistung geht. Gemunkelt werden hier 20 Prozent Mehrleistung gegenüber dem Haswell-Modell, was nicht reicht, um aufzuschließen.
Anstatt nun weiter Ressourcen in die Entwicklung eigener, halbwegs spieletauglicher Grafikeinheiten zu stecken, kauft man diese lieber bei Nvidia ein. Da von "ausgewählten" Prozessoren gesprochen wurde, dürfte es nur einige Modelle treffen, die dann entsprechend ausgestattet werden und speziell auf Spieler abzielen, die mit einer halbwegs potenten, integrierten Einheit zufrieden sind. Laut einem Bericht soll Intel schon für H- und U-Prozessoren der Broadwell-Serie mehr als nur eine Version von Grafikeinheit anbieten. Vielleicht ein erster Entwicklungsschritt in die entsprechende Richtung. Für einen Nachfolger ließe sich der Hinweis nämlich beliebig weiterspinnen. Alternativ könnte man zur aktuell bestehenden Buchstabensuppe bestehend aus "H", "U" und "Y" auch einfach eine weitere Reihe anfügen, die dann etwa ein "N" im Namen trägt.
Intel-Notebooks werden sowieso in vielen Fällen mit Nvidias Optimus-Technologie ausgeliefert, die eine dedizierte Grafikeinheit im Tandem mit der integrierten Intel-Grafik arbeiten lässt. Eine Integration des Nvidia-Chips wäre damit eine logische Weiterentwicklung. Zumal Nvidia ohnehin schon ein neues Kommunikationsinterface zwischen CPU und GPU ankündigte: Nvlink. Dadurch ergebe sich eine Bandbreitenvergrößerung von 500 bis 1.200 Prozent. In Kombination mit dem Unified Memory (vormals Unified Virtual Memory) können sämtliche CPU-Kerne sowie GPUs auf denselben Speicher (inklusive Caches) zugreifen, sodass Entwickler Arbeits- sowie Videospeicher nicht mehr getrennt behandeln müssen. Als Vorbild diente vermutlich AMD mit seiner HSA inklusive HUMA.
Dies ist zwar alles noch hochspekulativ, lässt sich aber schlüssig deuten. Intel muss auf jeden Fall Anreize für kommende Architekturen schaffen, um sie den Kunden schmackhaft zu machen. Sollte das Konzept angenommen werden, würde man es auf auf Desktop-Plattformen ausweiten. Das hochpreisige Desktop-System Broadwell-E für den Sockel LGA2011-3 beispielsweise soll 2015 erscheinen und dürfte ebenfalls unter Akzeptanzproblemen leiden, wenn kein wirklicher Mehrwert geboten wird. Da Pascal aber erst 2016 erscheinen soll, bleibt noch viel Raum für weitere Spekulationen. Effektiv betroffen wären erst die Nachfolger der Broadwell(-E)-Generation.