Nvidia GPU-Roadmap: Pascal als neuer Maxwell-Nachfolger mit Unified Memory, Stacked-DRAM und Nvlink
Auf der gestrigen GTC-Keynote hat Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang eine aktualisierte GPU-Roadmap gezeigt, die eine ziemliche Überraschung parat hatte. Statt Volta zierte nun Pascal die Folie als offiziellen Maxwell-Nachfolger, wobei die neue Architektur mit Unified Memory, Stacked-DRAM und Nvlink daherkommen soll. Ein (lauffähiges?) Prototypmodul hielt Huang voller Stolz mehrere Minuten lang in die Kamera. Volta sei nun wiederum als Pascal-Nachfolger geplant.
Wer den gestrigen Livestream beziehungsweise –blog zu Nvidias Opening Day Keynote mitverfolgt hat, wird festgestellt haben, dass auf der neuen GPU-Roadmap keine Rede mehr von Volta war. Stattdessen soll in diesem Zeitraum Pascal als Maxwell-Nachfolger erscheinen. Auf Nachfrage stellte Nvidia nach der Präsentation klar, dass Volta weiterhin in Entwicklung sei und nach Pascal – vermutlich im Zeitraum um 2018 – erscheinen werde. Ob Pascal lediglich zwischengeschoben wurde oder den "ursprünglichen" Volta als Codenamen ersetzt, dürfte Haarspalterei sein.
Gemeinsam haben beide Architekturen den Stacked-DRAM. Dabei handelt es sich um gestapelte Speicherbausteine, welche über Through-Silicon-Vias, kleine Kanäle durch die Lagen des Prozessors, an die GPU angebunden sind. Damit entfallen die Leitungen auf der Grafikkartenplatine und es können wesentlich breitere Speicherinterfaces realisiert werden. Das Ergebnis sei eine 2,5 Mal höhere Kapazität bei gleichem Platzverbrauch sowie eine vier Mal höher Energieeffizienz. Zur Bandbreite äußerte man sich derweil nicht mehr, zuletzt war noch die Rede von 1 Terabyte pro Sekunde, was einer Steigerung um den Faktor 3 bis 4 von aktuellen Grafikkarten entspricht.
Darüber hinaus wird Nvidia mit Pascal ein alternativen Kommunikationsinterface zwischen CPU und GPU anbieten: Nvlink. Anstatt den Umweg über das PCI-Express-Interface zu gehen, soll die Kommunikation künftig direkt erfolgen. Dadurch ergebe sich eine Bandbreitenvergrößerung von 500 bis 1.200 Prozent. In Kombination mit dem Unified Memory (vormals Unified Virtual Memory) können sämtliche CPU-Kerne sowie GPUs auf denselben Speicher (inklusive Caches) zugreifen, sodass Entwickler Arbeits- sowie Videospeicher nicht mehr getrennt behandeln müssen. Als Vorbild diente vermutlich AMD mit seiner HSA inklusive HUMA.
Obwohl diese Kombination im Gaming-Bereich vor allem in SLI-Konfigurationen interessant sein dürfte, wird Nvidia den Nvlink vorerst nur im HPC-Segment anbieten – mit IBM hat man sich schon einen bedeutenden Partner mit ins Boot geholt. Ein fertiges Nvlink-Modul mit integrierter Pascal-GPU hat Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang bereits gestern präsentiert. Ein solches Modul soll direkt auf ein kompatibles Mainboard aufgesteckt werden, wobei sich die dazu notwendigen Anschlüsse an der PCB-Rückseite befinden. Die komplette Platine wird dann mit dem Motherboard verschraubt.

Was der Nvidia Man gezeigt hat war die Pascal GPU(DIE) AUF dem Nvlink Modul....
Gut, dann kann ich jetzt fröhlich weiter leben
Wenn maximal für MultißGPU
"Statt Volta zierte nun Pascal die Folie als offiziellen Maxwell-Nachfolger, wobei die neue Architektur mit Unified Memory, Stacked-DRAM und Nvlink daherkommen soll. "
Okay, Nvlink wird es doch aber nicht für den Desktop Bereich geben. Pascal beinhaltet aber Nvlink.
Bedeutet das, dass Pascal eigentlich keine neue GPU für Gamer wird?