AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

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AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft
Quelle: AMD

Die Berichte, dass AMD bald 30 Prozent Marktanteil erreichen könnte, werden von Mercury Research gedämpft: Demnach wäre ein derartiger Sprung einmalig für den Prozessor-Markt. AMD müsste seine Verkaufszahlen um 250 Prozent steigern, oder Intel 65 Prozent weniger Prozessoren ausliefern. Trotzdem gab es in den vergangenen Quartalen einen (leichten) Anstieg des Marktanteils.

Vor zwei Wochen berichteten wir über die Schätzung der Investmentbank Jefferies, dass AMD 2019 bis zu 30 Prozent Marktanteil im Desktop-Markt erreichen könnte. Parallel berichtete die Digitimes, dass dies sogar noch im vierten Quartal 2018 möglich sei. Als Grund für derartige Schätzungen werden oft die zahlreichen Schwierigkeiten genannt, die Intel momentan hat: Beispielsweise die Produktionsknappheit der 14-Nanometer-Fabs in Kombination mit den Problemen mit der 10-Nanometer-Fertigung.

Mehr Marktanteil, aber nicht 30 Prozent

Tomshardware versetzt diesen Erwartungen, auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens Marcury Research, nun einen Dämpfer: Demnach müsste AMD seine Verkäufe um 250 Prozent erhöhen, oder Intel die Auslieferungen 65 Prozent verringern, damit dieser Fall eintritt. Der größte Zugewinn (Jahresvergleich) seit der Jahrtausendwende lag bei AMD bei 57 Prozent, der größte Verlust bei Intel bei 24 Prozent - dementsprechend gilt das Szenario als sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn diese beiden Fälle gleichzeitig eintreten würden, so wäre AMD erst bei 20 Prozent Marktanteil.

Ein derartiges Wachstum des Marktanteils wird aus diesem Grund eher langsam erwartet, vor allem aber mit der nächsten Ryzen-Generation: Wenn alles nach Plan läuft, dann bringt AMD erste 7-Nanometer-Prozessoren auf den Markt, bevor Intels 10-Nanometer-Prozess lauffähig ist. Zur Erinnerung: Unterschiedliche Prozesse sind nicht (immer) miteinander vergleichbar, vor Kurzem gab es bei uns eine Übersicht zum Thema.

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Trotzdem läuft es auch dieses Jahr schon gut für AMD: Die letzten drei Quartale konnte AMD, laut dem Bericht, durchgehend Marktanteile sichern - wenn auch nur in kleinen Schritten. Besonders im Vergleich zur Zeit vor Threadripper gibt es eine Steigerung: Im dritten Quartal 2016 lag AMDs Marktanteil bei 9,1 Prozent, im zweiten Quartal 2018 bei 12,3 Prozent. AMDs gestiegener Umsatz wird dabe nicht vom Marktanteil allein getrieben, sondern auch durch das veränderte Preissegment: Die ausgelieferten Prozessoren sind teurer.

Das dritte und vierte Quartal könnten trotzdem noch Änderungen mit sich bringen. Ein Grund dafür sind die neuen Produkte, die AMD vorgestellt hat. Der neue Athlon 200GE bringt die Zen-Architektur erstmals in das Preissegment um 50 Euro. Ende des Monats sollen zudem zwei weitere Threadripper-Prozessoren folgen. Die Auswirkungen von Intels Fertigungsknappheit auf AMD sollen indes bislang noch nicht drastisch gewesen sein.

Unklar bleibt, wie sich das Weihnachtsgeschäft auswirken wird: Intels Produktionskapazität müsste sprunghaft steigen, um von erhöhtem Kaufinteresse zu profitieren. Gelingt das, trotz der kürzlichen Milliardeninvestition, nicht, so könnten in dieser Zeit womöglich mehr Leute auf AMD umschwenken.

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    • Kommentare (138)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von lutari Software-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Zitat von Rollora
        Rechne dir doch bitte mal kurz aus, um wieviel der Markt wachen müsste, wenn Intel weiterhin dieselben Stückzahlen liefert und AMD auf 30% springen müsste.
        Nein, da ist mir kein Fehler passiert, die 2% prognostizierten Markterholung sind schon drin in meiner "Rechnung" (auch wenn ich sie nicht extra erwähnt habe)
        Ich fand deine Wortwahl nur nicht angemessen und passte auch nicht zu deiner Erklärung. Du hast bei deiner Erklärung sehr stark geschlampt.
        Wenn man jemanden solche Fehler vorwirft, dann sollte man schon etwas sauberer argumentieren und dazu gehört auch die Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Zahlen.
        Außerdem kann auch die Stückzahl gesunken sein. Die neuen Intel-CPUs sind höher getaktet und die Dies haben eine größere Fläche. Somit könnte die Stückzahl sinken. Früher hatte der Retailmarkt ca. 20% vom Desktopmarkt ausgemacht.

        Zitat von Rollora
        Wenn du plötzlich 100% des Marktsegmentes holst, der nur 2% des Volumens (in ausgelieferten Stücken, nicht Umsatz) hat (also Highend) dann hilft das dennoch nur wenig auf 30% zu kommen.

        Absolut richtig. Aber rein nach Stückzahlen kommt man halt nicht auf 30% Gesamtmarkt.
        Ich glaube auch nicht, dass AMD 2019 30% vom Gesamtmarkt erreicht. Weder vom Umsatz noch von den Stückzahlen.
      • Von lutari Software-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Zitat von Rollora
        Rechne dir doch bitte mal kurz aus, um wieviel der Markt wachen müsste, wenn Intel weiterhin dieselben Stückzahlen liefert und AMD auf 30% springen müsste.
        Nein, da ist mir kein Fehler passiert, die 2% prognostizierten Markterholung sind schon drin in meiner "Rechnung" (auch wenn ich sie nicht extra erwähnt habe)
        Ich fand deine Wortwahl nur nicht angemessen und passte auch nicht zu deiner Erklärung. Du hast bei deiner Erklärung sehr stark geschlampt.
        Wenn man jemanden solche Fehler vorwirft, dann sollte man schon etwas sauberer argumentieren und dazu gehört auch die Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Zahlen.
        Außerdem kann auch die Stückzahl gesunken sein. Die neuen Intel-CPUs sind höher getaktet und die Dies haben eine größere Fläche. Somit könnte die Stückzahl sinken. Früher hatte der Retailmarkt ca. 20% vom Desktopmarkt ausgemacht.

        Zitat von Rollora
        Wenn du plötzlich 100% des Marktsegmentes holst, der nur 2% des Volumens (in ausgelieferten Stücken, nicht Umsatz) hat (also Highend) dann hilft das dennoch nur wenig auf 30% zu kommen.

        Absolut richtig. Aber rein nach Stückzahlen kommt man halt nicht auf 30% Gesamtmarkt.
        Ich glaube auch nicht, dass AMD 2019 30% vom Gesamtmarkt erreicht. Weder vom Umsatz noch von den Stückzahlen.
      • Von Unrockstar85 Software-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Zitat von Chatstar
        Mit so einem sinnlosen geflame ist hier keinem geholfen!

        Warst du unter dem Nick nicht vor Jahren im HWLuxx schon unterwegs und hast solche Sprüche gegen Intel abgelassen?
        Jab hat er.. Da wars schon grausig, und irgendwann fiel AMD bei ihm in Ungnade. Ich sag nur: Seine Quelle meinte Sandy Bridge IPC

        Realistisch kann AMD die 30% Erreichen, aber dafür müssen ODM und OEM mitspielen.. Und da weiß ich nicht, wie sehr man sich von BigBlue schmieren lassen will..
        Wo doch ein AMD Portfolio zumindest für die Mittelklasse nicht falsch wäre.. Dummerweise reicht es nicht aus, Intel Designs zu kopieren
        Vllt baut AMD mal endlich ne Referenz und dann gleich noch die NUC Referenz..
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Zitat von lutari
        Da scheint dir ein Logikfehler passiert zu sein. Wenn der Gesamtmarkt wachsen würde, dann könnte trotz erhöhter Stückzahl bzw. erhöhten Umsatz der relative Marktanteil sinken. Außerdem wurden auch andere Gründe für die erhöhte Auslastung genannt. Es werden dort nicht nur x86-CPUs produziert.
        Rechne dir doch bitte mal kurz aus, um wieviel der Markt wachen müsste, wenn Intel weiterhin dieselben Stückzahlen liefert und AMD auf 30% springen müsste.
        Nein, da ist mir kein Fehler passiert, die 2% prognostizierten Markterholung sind schon drin in meiner "Rechnung" (auch wenn ich sie nicht extra erwähnt habe)

        Zitat von lutari
        AMD könnte Intel im hochpreisigen Geschäft Markanteile abnehmen, aber im niedrigpreisigen Geschäft (unter 100 Dollar) wird AMD nie die Stückzahlen in nächster Zeit produzieren können. Auch beim Laptopmarkt sehe ich nicht die Kapazitäten. 30% sind ca. 50 Millionen Stück und AMD hat 2017 ca. 5 Millionen Ryzen verkauft.
        Wenn du plötzlich 100% des Marktsegmentes holst, der nur 2% des Volumens (in ausgelieferten Stücken, nicht Umsatz) hat (also Highend) dann hilft das dennoch nur wenig auf 30% zu kommen.
        Zitat von yummycandy
        Genau deshalb wäre der Servermarkt am besten. Geringe Stückzahlen und hohe Erträge. Abgesehen vom OEM-Markt zwar am schwersten zu knacken, aber mit einem (in einigen Disziplinen) besseren Produkt als die Konkurrenz.

        Edit: Außerdem ist man dort auch noch am schwächsten vertreten und hätte somit die höchsten Wachstumschancen.
        Absolut richtig. Aber rein nach Stückzahlen kommt man halt nicht auf 30% Gesamtmarkt.
      • Von DBGTKING
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Nicht wenn man die pc bauteile einzeln kauft,wo sie auch am günstigsten sind. Also ein teil online, der andere teil im laden. Einzelne bauteile, passen ohne probleme in meinem rucksack. Es sei denn ich bringe alle einzelteile wo ich gekauft habe, zum laden und bitte ihm es zusammennzu bauen. Was auch nicht so gut ist.
      • Von lutari Software-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen: Aussicht auf 30 Prozent Marktanteil wird gedämpft

        Zitat von DBGTKING
        Das einbinden aller erforderlichen treiber das denke ich auch das es wer machen kann.
        Du hast es vielleicht falsch verstanden. Du brauchst nur einen angepassten USB-Stick. Der USB-Stick hat nur paar Gramm und kann auch problemlos per Post verschickt werden. Es muss niemand in der Nähe sein und du musst auch nicht den PC rumschleppen.
        Außerdem lässt sich dabei auch die Installation auch automatisieren oder deutlich vereinfachen. Danach hast du ein lauffähiges Windows 7 mit allen wichtigen Treibern.

        Zitat von DBGTKING
        Auch beim zusammenbauen des pcs bräuchte ich einen. Dann wird es langsam schon teuerer für mich.
        Gegen Aufpreis baut dir fast jeder Händler den PC auch zusammen.
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