7-nm-Fertigung bei TSMC: Wegen vorsichtiger Smartphone-Hersteller nicht ausgelastet?
Apple, Huawei (Hisilicon) und Qualcomm sollen bei TSMC weniger 7-nm-Wafer bestellen als früher prognostiziert, womit der Auftragsfertiger den neuen Prozess zumindest im ersten Halbjahr 2019 nicht auslasten könne. Das wären gute Nachrichten für AMD, der sich somit keine Sorgen machen müsste, bei Zen 2 und Navi womöglich zu kurz zu kommen.
Im Normalfall lechzen Hersteller von Smartphone-SoCs (Systems on a Chip) nach neuen Fertigungsprozessen, um ihre Mobile-Prozessoren effizienter und kleiner gestalten zu können. Bei TSMCs Fertigungsgeneration in 7 nm soll es sich allerdings nicht ganz so wie früher verhalten. Mit der taiwanischen Papierzeitung Commercial Times (ohne eigene Webseite) als Quelle berichtet die ebenfalls in Taiwan ansässige Webseite digitimes.com, dass TSMC seine 7-nm-Kapazitäten im ersten Halbjahr 2019 nicht auslasten können werde.
80-90 Prozent Auslastung
Grund seien die Bestellungen seitens Apple, der Huawei-Tochter Hisilicon und Qualcomm unterhalb der Erwartungen, da sich die Smartphone-Hersteller bei den Verkaufsprognosen recht verhalten zeigen würden. TSMC laste in den kommenden Monaten daher nur 80 bis 90 Prozent seiner Fertigungskapazitäten in 7 nm aus. Auch bei "7+ nm", den verbesserten Varianten mit teilweiser EUV-Belichtung (extrem ultraviolett), zeigten sich die Hersteller aus dem Mobile-Bereich zurückhaltend.
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Für PC-Spieler sind das tendenziell gute Nachrichten. Wenn TSMC keine Probleme hat, die Nachfrage zu bedienen, muss sich AMD, der als erster von den großen Chipherstellern auf 7 nm setzt, keine Sorgen um die verfügbaren Wafer-Kapazitäten machen. Spätestens Apple dürfte im Ernstfall mehr für die Siliziumscheiben bieten als AMD und auf TSMCs Liste eine höhere Priorität einnehmen. Wenn man sich gar nicht erst mit der Konkurrenz herumschlagen muss, sollte es zumindest von dieser Seite keine Probleme geben, die etwaige Nachfrage nach Zen-2-Prozessoren (Ryzen 3000) und Navi-Grafikkarten (angeblichen Radeon RX 3000) zu bedienen.

Denke das wird AMD auch machen. Halte es immer noch für sehr gut möglich das man die ersten Ryzen 7 3000er ab Februar bei den Händlern kaufen kann. Allein um direkt den 9900K den Wind aus dem Segeln zu nehmen, bevor der eine akzeptable Stückmenge ezu akzeptablen Preisen erreicht.
Wenn Apple mit n paar Scheinchen mehr winkt, würde TSMC doch gleich Männchen machen und brav Apple jedem anderen Kunden vorziehen...oder auch das der 7nm Prozess so teuer sei, das Sie doch niemals dem Underdog AMD die freien Kapazitäten günstiger anbieten würden...
Ihr alle vergesst zwei, alles entscheidene Tatsachen:
1. Keine Firma arbeitet & existiert in einem Vakuum - und für solch spezialisierte Firmen wie TSMC, mit einem doch recht überschaubaren Pool an möglichen Kunden, gilt das schon dreimal.
2. Firmen werden immernoch von Menschen geführt & auch geprägt - somit spielt auch deren eigene persönlich Meinung & Wahrnehmung in jegliche Entscheidung der Firma hinein.
Denkt mal über diese beiden Tatsachen mal nach und bedenkt, das die Entscheidungsträger bei TSMC sehr wohl über den Tellerrand schauen, ja womöglich selber als Hobby Gamer sind und/oder Kinder haben, die Gamer sind, und wie das die Entscheidungen dann beeinflußt.
Und ignoriert nicht die Tatsache, das durch die asiatische Mentaliät sehr viel mehr vorrausschauend gedacht wird, als das hier in westlichen (amerikanischen) Firmen üblich ist - hier hat man ja viel zu oft das Gefühl, das die Chefetage nur bis zum nächsten Bonus denkt.
Kleines Beispiel: Für TSMC wäre der GAU, ein echtes Monopol seitens Intel im x86-CPU Bereich - auch wenn Intel kurzfristigt einige Kapazitäten bei TSMC mieten dürfte, um die plötzlich größere Nachfrage halbwegs bedienen zu können - aber mittel- & vorallem langfristig würde Intel seine eigenen Kapazitäten drastisch ausbauen und dabei am Ende TSMC die Kunden abspenstig machen - besonders, wenn Intel ihre Prozesse wieder auf die Reihe bekommt.
Denn TSMC mag zwar der größter unabhängige Fertiger sein - aber zusammen mit allen Firmen in der Halbleiterbranche nur Platz 3, weil Intel gefolgt von Samsung um einiges größer sind.
Und so wie AMD die Fertigungsprobleme von Intel nutzen wird, um nun Zen2 (und vermutlich auch Navi), mit TSMCs 7nm, zu Kampfpreisen in den Markt zu drücken - so wird TSMC dies nutzen, um durch AMDs Zen2 seinen eigenen 7nm Prozess zu verbreiten & das direkt gefolgt vom 7nm+/5nm mit EUV bei Zen3 - da kann Apple ja gerne mit mehr Scheinchen wedeln - solange TSMC so Intel auch im PC Sektor Marktanteile abnehmen kann, ist das egal.
Wenn TSMC Kapazitäten frei hat, durch sinkende Nachfrage im Smartphone-Sektor, dann werden sie auch bessere Preise für evtl. andere Abnehmer machen, denn nichts ist schlimmer, als wenn Produktionsstätten still stehen, vor allem wenn man gerade viel Geld in neue Prozesse gesteckt hat.
Dazu kommt, wenn AMD dadurch größere Mengen ordern kann (und sie natürlich auch verkaufen kann!), sinkt im allgemeinen auch der Preis pro Stück (Preis-Staffelung).
mfg
Wenn Apple mit n paar Scheinchen mehr winkt, würde TSMC doch gleich Männchen machen und brav Apple jedem anderen Kunden vorziehen...oder auch das der 7nm Prozess so teuer sei, das Sie doch niemals dem Underdog AMD die freien Kapazitäten günstiger anbieten würden...
Ihr alle vergesst zwei, alles entscheidene Tatsachen:
1. Keine Firma arbeitet & existiert in einem Vakuum - und für solch spezialisierte Firmen wie TSMC, mit einem doch recht überschaubaren Pool an möglichen Kunden, gilt das schon dreimal.
2. Firmen werden immernoch von Menschen geführt & auch geprägt - somit spielt auch deren eigene persönlich Meinung & Wahrnehmung in jegliche Entscheidung der Firma hinein.
Denkt mal über diese beiden Tatsachen mal nach und bedenkt, das die Entscheidungsträger bei TSMC sehr wohl über den Tellerrand schauen, ja womöglich selber als Hobby Gamer sind und/oder Kinder haben, die Gamer sind, und wie das die Entscheidungen dann beeinflußt.
Und ignoriert nicht die Tatsache, das durch die asiatische Mentaliät sehr viel mehr vorrausschauend gedacht wird, als das hier in westlichen (amerikanischen) Firmen üblich ist - hier hat man ja viel zu oft das Gefühl, das die Chefetage nur bis zum nächsten Bonus denkt.
Kleines Beispiel: Für TSMC wäre der GAU, ein echtes Monopol seitens Intel im x86-CPU Bereich - auch wenn Intel kurzfristigt einige Kapazitäten bei TSMC mieten dürfte, um die plötzlich größere Nachfrage halbwegs bedienen zu können - aber mittel- & vorallem langfristig würde Intel seine eigenen Kapazitäten drastisch ausbauen und dabei am Ende TSMC die Kunden abspenstig machen - besonders, wenn Intel ihre Prozesse wieder auf die Reihe bekommt.
Denn TSMC mag zwar der größter unabhängige Fertiger sein - aber zusammen mit allen Firmen in der Halbleiterbranche nur Platz 3, weil Intel gefolgt von Samsung um einiges größer sind.
Und so wie AMD die Fertigungsprobleme von Intel nutzen wird, um nun Zen2 (und vermutlich auch Navi), mit TSMCs 7nm, zu Kampfpreisen in den Markt zu drücken - so wird TSMC dies nutzen, um durch AMDs Zen2 seinen eigenen 7nm Prozess zu verbreiten & das direkt gefolgt vom 7nm+/5nm mit EUV bei Zen3 - da kann Apple ja gerne mit mehr Scheinchen wedeln - solange TSMC so Intel auch im PC Sektor Marktanteile abnehmen kann, ist das egal.
Allerdings werden sie bereits vereinbarte Kapazitäten nicht plötzlich jemand anderem zusprechen, sobald der mit ein paar Scheinen mehr winkt. Denn Unzuverlässigkeit wäre in so einem kleinen Markt potentiell tödlich mal ganz abgesehen von den Vertragsstrafen. Wenn man davon ausgehen muss, das fix eingeplante Kapazitäten bei TSMC bei besseren Angeboten plötzlich "weg" sind, wird in Zukunft jeder einen weiten Bogen um sie machen sofern nur irgendwie möglich. Wenn man davon ausgeht, auch in Zukunft Geschäfte miteinander zu machen hat man in der Regel ein Interesse an einer Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe von der beide profitieren.
Na klar wird es AMD ausnutzen, dass TSMC Überkapazitäten hat und dadurch den Preis etwas drücken aber sie nicht ausquetschen. Ein cleverer Manager wird hier TSMC etwas beim Preis entgegenkommen und im Gegenzug längere Zeiträume und Reservekapazitäten zu guten Konditionen verhandeln, sollte die potentielle Auftragslage die Kapazitäten überschreiten.