AMD Vega 20: Angriff auf Nvidias Tesla - Radeon-GPU jetzt in 7-nm-Technik
Auch bei den GPUs wechselt AMD den Herstellungsprozess: Auf dem Next-Horizon-Event in San Francisco präsentierte David Wang, Chefingenieur der Radeon Technology Group, die erste Radeon-Instinct-Profikarte mit 7-nm-Vega-GPU. Das Schicksal seines Vorgängers Raja Koduri blieb ihm erspart: Er musste keine scharfen Pfefferschoten vor dem Publikum futtern.
AMDs vor geraumer Zeit angekündigte und in diesem Jahr erstmals erhältliche Beschleunigerkarte Radeon Instinct MI25 auf Basis von Vega 10 bekommt zwei Geschwister. Die Radeon Instinct MI60 erscheint noch in diesem Jahr, gefolgt von der abgespeckten MI50-Version in 2019. Diese Karten sind nicht für Endkunden gedacht, sondern für den Einsatz in Workstations und Rechenzentren. Dort sollen sie beispielsweise für Cloud-Gaming, Machine Learning und Desktop-Virtualisierung genutzt werden. Die Größe des Marktes für GPU-Beschleuniger schätzen Experten für 2021 auf 12 Milliarden Dollar.
Gerade am Cloud-Gaming arbeiten Sony, Microsoft, Nvidia und zahlreiche große Publisher seit einiger Zeit. Wer den gordischen Knoten aus Latenz, Verfügbarkeit, hoher Qualität und attraktiven Abogebühren löst, den erwarten mit dem "Netflix für Videospiele" gewaltige Gewinne. Auch Spieler sollen von der schönen neuen Welt profitieren: "Niemand muss sich mehr sorgen, dass seine Grafikkarte nicht mehr schnell genug ist", sagte David Wang.
Schneller und sparsamer
Zurück zur 7-nm-Vega-GPU: Dank der bis zu doppelt so hohen Packungsdichte finden 13,2 Milliarden Transistoren auf den 331 mm² des Chips Platz. Damit, so David Wang, erreicht eine MI60 bei gleicher Energieaufnahme die 1,25-fache Leistung einer MI25. Bei konstanter Frequenz sinke der Energiebedarf um 50 Prozent. "Das ist gerade für Cloud-Anbieter bahnbrechend", sagte Wang.
Quelle: AMD
Radeon Instinct MI60 mit Vega-20-GPU in 7 nm
Die Speicherbandbreite von MI50/MI60 ist mit 1 TByte/Sekunde so schnell wie bei derzeit keiner anderen GPU auf dem Planeten. Außerdem unterstützt das Duo wie auch die Rome-GPU PCI-Express 4.0, was die Übertragungsrate eines 16x-Slots im Vergleich zur aktuellen Generation auf 31,5 GByte/Sekunde verdoppelt. Für Profi-Kunden, die sich keine Datenverluste leisten können, setzen die Radeon-Instinct-Karten auf komplette ECC-Fehlerkorrektur.
Quelle: AMD
Vier Radeon Instinct MI60 im Infinity-Fabric-Verbund mit neuer Multi-GPU-Brücke
Beachtlich die Geschwindigkeit zwischen GPU und CPU: 64 GByte/Sekunde fließen bidirektional zwischen den beiden Chips hin und her. Und wer bis zu vier Radeon-Instinct-Beschleuniger im 4er-Verbund zusammenfügt, freut sich darüber, dass die Karten über eine Infinity-Fabric-Ring-Verbindung mit 200 GByte/Sekunde miteinander plaudern.
Premiere für INT4 und INT8
Verglichen mit der MI25 ist die MI60 bei FP16-Berechnungen etwa 20 Prozent, bei INT8-Berechnungen etwa 140 Prozent und bei INT4-Berechnungen etwa 380 Prozent schneller. Die zwei letztgenannten feiern auf dem Duo Premiere und richten sich vor allem an all jene, die die Beschleuniger für Machine Learning einsetzen wollen - etwa zur Simulation von selbstfahrenden Autos.
Was die die TOPS- beziehungsweise TFLOPS-Leistung der zwei neuen Karten angeht, so liegt die MI50 etwa zehn Prozent unter den Werten der MI60 (siehe Tabelle). Bei FP32-Berechnungen sind das beispielsweise 14,7 und 13,4 TFLOPS. Und obwohl Nvdias Tesla V100 mit 15,7 TFLOPS die Nase vorn hat, liegen MI60 und V100 laut AMD in einschlägigen KI-Benchmarks zufolge in etwa gleichauf.
Quelle: AMD
Spezifikationen der Radeon Instinct MI60 und MI50
Am Horizont: "MI-Next"
Mit der neuen Radeon-Instinct-Generation schließt AMD zur grünen Konkurrenz auf. Nvidia "darf" 2019 aber nicht wieder davonziehen, denn erst 2020 soll mit AMDs Radeon Instinct "MI-Next" ein echter Nachfolger von MI60 und MI50 mit noch mehr Leistung und verbesserten Anschlussmöglichkeiten erscheinen.
Quelle: AMD
AMD Radeon: "MI Next" in Entwicklung
Gut möglich, dass dann die Navi-Architektur zum Einsatz kommt, deren Consumer-Versionen im zweiten Halbjahr 2019 erscheinen dürfte. Derweil beruhigte David Wang ob der so hohen Release-Schlagzahl die Profikunden, die in MI60 und MI50 investieren: MI-Next soll softwaretechnisch kompatibel zu den heutigen Beschleunigerkarten sein.
Müssen aber ganz schon viele alten Vorkriegsbauten hausen.
Das sind jetzt auch schon fast 40 Jahre mit Stahlrohren und die setzen sich nach und nach zu.
Vor ein paar Jahren waren Jahrhundert-Fluten eben noch das.. inzwischen haben wir die alle paar Jahre.
Selbst das kleine Bächlein hinter dem Haus meines Vaters wurde in den letzten Jahren schon zum breiten Strom, der Garten und Keller geflutet hat.
Da ist die Chance, dass dein PC gehackt wird fast schon geringer.
Nächste Frage wäre warum man dutzende Accounts anlegt. Man muss ja net bei jedem Dienstleister,bei dem man mal was bestellt gleich ein Kunde konto erstellen.
Alternativ das Passworts einfach jedes Mal neu erstellen, indem man "Passworts vergessen" anklickt. Zumindest bei Accounts die ich selten nutze (Stromanbieter,...) mach ich das so.
Müssen aber ganz schon viele alten Vorkriegsbauten hausen.
Man kann ja Backups erstellen.. aber wohin damit?
Jeder potenzielle Mitwisser ist eine Schwachstelle / Sicherheitslücke.