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  • Intel NUC 5 mit Broadwell-Prozessor - Vergleich von Core i3-5010U und Core i5-5250U

    Intels NUC-Mini-PCs haben das Update auf Broadwell-Innereien bekommen und sollen so fit für die Wiedergabe von 4k-Inhalten werden. Mit Mini-Display-Port und in die Gen8-Grafik integrierten Hardware-Decoder stehen die Grundlagen bereit. Wir schauen uns zwei NUCs - den NUC5i3RYK und den NUC5i5RYH - genauer an und prüfen deren Leistung.

    Intel hat seine Mini-Barebones namens NUC, Next Unit of Computing, neu aufgelegt und mit aktueller Broadwell-Hardware ausgestattet. Die Mini-PCs sollen dank Core i3- und i5-5000U-CPU mit 15 Watt TDP, Hardware-Decoder für 4k-Inhalte und schneller Peripherie inklusive m2-SSD und USB 3.0 fit für den Wohnzimmereinsatz im Ultra-HD-Zeitalter werden. Wir prüfen zwei Modelle, den NUC5i3RYK und den NUC5i5RYH. Zwischen beiden liegen rund 100 Euro Preisunterschied, ein Turbo-Modus für die beiden CPU-Kerne sowie die GT3- anstelle der GT2-Ausbaustufe der integrierten Grafik. Unser Test klärt, für wen sich der Aufpreis lohnt und was der neue NUC besser kann als seine Vorgänger - wie unter anderem der von uns getestete DN2820FYKH mit Atom-Innenleben.

    10:06
    Intel NUC mit Broadwell - 10 Minuten Eindrücke mit dem NUC & Core i5-5250U

    NUC-5-Barebones im Überblick

          

    NUC steht für Next Unit of Computing und ist seit ein paar Jahren die etabliert Intel-Marke für HTPC-Barebones im Mini-Format von 11,1×11.5 Zentimetern Grundfläche - Sie müssen lediglich für Speicher (RAMD & SSD/HDD) sowie ein Betriebssystem sorgen.

    Die vorliegenden NUC5-Modelle sind mit aktueller Broadwell-Architektur ausgestattet und stehen in insgesamt sechs Versionen in den Händlerregalen (und in unserem Preisvergleich): Vier Standard-Varianten in flacher, respektive hoher Bauform mit jeweils entweder i3-5010U oder i5-5250U. Die nicht zum Test angetretenen HE-Varianten bieten einen zweiten Mini-Display-Port, einen TPM-Chip sowie im Falle der teuersten Variante auch den schnellsten NUC mit Core i5-5300U mit bis zu 2,9 GHz Turbotakt. Die HE-Modelle richten sich mit vPro-Support im LAN-Modul, internem e-Display-Port- sowie einem seriellen Header eher an Unternehmensanwender als an Heimnutzer.

    Die "K"-Modelle sind mit rund 3,5 Zentimetern noch etwas flacher als die "H"-Varianten mit 4,9 Zentimetern. Letztere bieten jedoch Platz für eine herkömmliche SSD oder HDD im 2,5-Zoll-Format, bei den "K"-NUCs sind Sie auf die neueren, teureren aber schnelleren m2-SSDs wie die Plextor M6e (Test in PCGH 03/2015) angewiesen.

    Allen NUC5-Modellen gemein ist, dass sie offiziell nur DDR3L mit 1,35 Volt unterstützen - davon aber bis zu 16 Gigabyte. "Offiziell" - drauf gepfiffen werden einige Leser sicherlich denken. Dachten wir auch, aber mit unseren im Redaktionsbestand verfügbaren, normalen SO-DIMM-Riegeln wollten die NUCs nicht starten. Abhilfe schafften die Gskill Ripjaws (F3-1600C9D-16GRSL), von denen wir zwei 8-GiByte-Riegelchen einsetzten. Interessenten sollten sich also vor dem Kauf die NUC5-Speicher-Kompatibilitätsliste auf der Intel-Support-Seite zu Gemüte führen! Die Treiber fasst Intel auf seiner Download-Seite zu einem praktischen Bündel zusammen (nur der Grafiktreiber war zum Testzeitpunkt nicht mehr aktuell) - und verrät durch die Bezeichnung "NUC5i3RY-NUC5i5RY-NUC5i7RY driver bundle" dabei gleich noch, dass auch ein NUC mit i7-Broadwell ansteht.

    Ansonsten gibt es größtenteils vollkommen ausreichende Standardkost bei den Anschlüssen: Das 19-Volt-Steckernetzteil findet ebenso auf der Rückseite der NUCs seinen Platz wie ein Mini-Display-Port 1.2, Mini-HDMI 1.4a, 2× USB 3.0 und ein GBit-Ethernet-Port. Auf der Frontseite befindet sich ein IR-Empfänger für separat erhältliche Fernbedienungen, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für analoges Audio und Headsets sowie abermals zwei USB-3.0-Ports - einer davon gelb markiert um seine erhöhte Ladestromkapazität anzuzeigen. Auf der NUC-Oberseite befindet sich der An-/Aus-Knopf sowie der werkzeuglos abnehmbare Plastikdeckel, der sich gegen NFC-Varianten von Drittanbietern austauschen lässt.

    Intel NUC5 Core i- 5010U und i5-5250U: Unter dem m2-Steckplatz (4 Lanes) befindet sich das fest aufgelötete Wireless-Modul AC 7265 mit 802.11ac-WLAN und Bluetooth 4.0 Intel NUC5 Core i- 5010U und i5-5250U: Unter dem m2-Steckplatz (4 Lanes) befindet sich das fest aufgelötete Wireless-Modul AC 7265 mit 802.11ac-WLAN und Bluetooth 4.0 Quelle: PC Games Hardware

    NUC-5-Barebones: Die Testkandidaten im Vergleich

          

    Unsere beiden Testmodelle unterscheiden sich auf den ersten Blick durch ihre Gehäusehöhe - 49 und 34 Millimeter stehen im Spec-Sheet. Doch die Gehäuse sind austauschbar: Es gibt beide Prozessorvarianten sowohl mit flachem als auch mit hohem Case. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass in einem unserer Modelle ein Core i5-5250U, im anderen ein Core i3-5010U eingebaut ist. Doch Obacht: Was im Desktop-Bereich den Unterschied zwischen einem nativen Vierkernprozessor und einer Dualcore-CPU mit Hyperthreading zur Folge hat, bedeutet im Mobil-Segment, aus dem die 15-Watt-U-Modelle stammen, etwas anderes. Der Core i5 verfügt über einen Turbo-Modus und dafür einen niedrigeren Basis-Takt. Von nominell 1,6 GHz taktet er auf bis zu 2,7 GHz hoch, sofern nur ein Thread bearbeitet werden muss. Stehen zwei oder mehr Aufgaben parallel an, sind 2,5 die Regel - auch bei hoher Last, etwa 30 Minuten AVX2-optimiertem Linpack, hat unser NUC diese Frequenz gehalten. Damit ist er im CPU-Bereich 400 MHz oder knapp 20 Prozent flotter unterwegs als der i3-5010U, der durchweg mit 2,1 GHz zu Werke geht.

    Intel Core i3-5010U (Idle/MT-Last) Intel Core i3-5010U (Idle/MT-Last) Quelle: PC Games Hardware
    Intel Core i5-5250U (Idle/ST-Turbo/MT-Turbo) Intel Core i5-5250U (Idle/ST-Turbo/MT-Turbo) Quelle: PC Games Hardware
    Intel Core i3-5010U (NUC5i3RYK) im PCGH VGA Tool (rechts) Intel Core i3-5010U (NUC5i3RYK) im PCGH VGA Tool (rechts) Quelle: PC Games Hardware Doch damit nicht genug: Auch die integrierte Grafik unterscheidet sich und zwar deutlich. Kommt im i3-5010U die GT2-Ausbaustufe mit 24 Execution-Units zum Einsatz, ist es im i5-5250U die GT3-Version mit doppelt so vielen Rechenwerken und verbesserter Video- und Media-Sample-Engines - nähere Details finden Sie in einem separaten Artikel. Die Taktraten werden von GPU-z mit jeweils maximal 900 MHz (Intels Produktdatenbank gibt 950 respektive 900 MHz aus) ausgelesen wobei die Stromverbrauchs-bedingte Drossel beim i5 gnadenloser und schneller zuschlägt. Und da sind wir auch schon beim vermutlichen Knackpunkt: Dem Stromverbrauch.
    Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) im PCGH VGA Tool (rechts) Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) im PCGH VGA Tool (rechts) Quelle: PC Games Hardware
    Die Lüfter unserer beiden Modelle waren ebenfalls unterschiedlichen Typs. Beide nutzen 5 Volt Eingangsspannung, stammen aber von unterschiedlichen Herstellern. Der im i3-NUC stammt von Delta Electronics (BSB05505HP-SM (DC5V; 0,40A)), der im i5-NUC ist ein Sunon Maglev des Typs GB0555PDV1-A (DC5V: 1,1Watt). Kurioserweise arbeitet also der mit 2 Watt potenziell leistungsfähigere Radiallüfter im schwächeren i3-System. Unter Last konnten wir ein kurzfristiges Aufdrehen bis auf rund 4.200 U/Min, über längere Zeit knapp 4.000 U/Min beobachten, während der Lüfter im i5-NUC bis auf knapp 4.900 U/Min hochschnellte, wenn CPU und GPU gleichzeitig gefordert wurden. Mit 4.000 und mehr Lüfterumdrehungen pro Minute ist es dann auch vorbei mit der Ruhe beim Arbeiten - dann hört man den NUC auch noch hinter dem Fernseher montiert heraus. Bei der Medienwiedergabe bleiben die NUCs jedoch sehr leise.

    NUC-5-Barebones: Merkwürdige Benchmark-Ergebnisse

          

    Das Monitoring-Programm GPU-z kann seit einiger Zeit die Leistungsaufnahme der integrierten GPU auslesen. Während wir bei der HD-5500-Graphics des i3-5010U nicht einmal vier Watt für die Grafikeinheit ablesen konnten, genehmigt sich die GT3/Iris-Graphics HD 6000 des i5-5250U laut GPU-z gern einmal 12-13 Watt - von 15 Watt Gesamt-TDP des Prozessors. Dabei hat die integrierte Grafik offenbar Priorität, denn deren Leistungsaufnahme bleibt hoch, wenn bei gleichzeitiger CPU-Last der Takt der x86-Kerne gesenkt wird.

    Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) Throttling während der Spieldarstellung Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) Throttling während der Spieldarstellung Quelle: PC Games Hardware Wir vermuteten bereits, dass das auch der Grund ist, warum in den meisten unserer Spiele-Benchmarks der i3-5010U in der niedrigeren Auflösung von 1.366 × 768 und niedrigen Details nicht langsamer, zum Teil sogar schneller als der i5-5250U arbeitet - bei letzterem verhungert die integrierte Grafik aufgrund der stark heruntertaktenden CPU.

    Stutzig geworden haben wir die Performance natürlich noch mit ein paar synthetischen Benchmarks nachgeprüft, in denen die CPU fast nichts zu tun hat. Hier war dann unter Berücksichtigung der zwischen beiden Modellen identischen Speichertransferrate auch alles im erwarteten Rahmen: Ein Compute-Shader-Test lief auf dem i5-5250U beispielsweise knapp 70 Prozent flotter, Füllratentests mit Per-Pixel-Lighting rund 75 Prozent und unser Tessellations-Benchmark rund 40 Prozent. Und tatsächlich: In Spielen beobachteten wir, dass der CPU-Takt zum Teil auf 1,6, teilweise gar auf 1,2 GHz absank, während die Grafikeinheit des i5-5250U freudig weiter zwei Drittel des Leistungsbudgets soff. Da ist es kein Wunder, dass zum Beispiel im stark multithreadeten Battlefield-4-Benchmark die Kombination aus 2,1-GHz-CPU und HD 5500-Graphics besser abschneidet als eine 1,2-GHz-CPU mit HD-6000-Graphics - worauf es durch die Drosselung effektiv hinauslief. Auch im Luxmark konnte sich der i5 nur absetzen, wenn entweder CPU oder GPU genutzt wurden - rechneten alle Einheiten gemeinsam an der Testszene war das Ergebnis schlechter als auf dem i3-5010U.
    Hier sollte Intel dringend bei den Treiber- respektive Firmware-Einstellungen nachbessern.
    Hier sollte Intel dringend bei den Treiber- respektive Firmware-Einstellungen nachbessern, denn auch für Casual-Spieler (und User, die die integrierte GPU produktiv nutzen wollen) geht so eine Menge gefühlter Leistung verloren.

    Die Tests in Full-HD zeigten dank verstärktem Fokus auf die Grafikleistung dann immerhin ansatzweise, dass die HD-Graphics 6000 auch im 15-Watt-Rahmen flotter arbeitet als die HD 5500 - wenn auch unsere Testspiele in diesen Einstellungen keineswegs flüssig liefen: 10 bis 20 Prozent mehr Spieleleistung im Bereich unter 30 Fps sind nicht gerade dazu geeignet, einen 100-Euro-Aufpreis für den Core i5-5250U zu rechtfertigen.

    NUC-5-Barebones: Leistungsaufnahme

          

    Dank einer TDP von 15 Watt hüben wie drüben sollte sich der Stromverbrauch zwischen unseren beiden Testgeräten eigentlich nicht signifikant unterscheiden. Tut er aber. Auch abseits der Turbo-Phase, in der wir dem i5-NUC kurzzeitig bis zu 45 an der Steckdose gemessenen Watt entlocken konnten, liegt die Leistungsaufnahme im Dauerlastbetrieb, zum Beispiel in Spielen, bei 37 Watt, während der i3-NUC sich mit 28 Watt begnügt. Die per HWMon ausgelesenen Power-Werte stützen die Anzeige unsere Messgerätes: Maximal sind es für kurze Zeit knapp 25 Watt beim i5, während der i3 nur auf 21 Watt kommt, dauerhaft sinken die Werte jeweils um circa 5 Watt.

    Im Leerlauf benötigen beide NUCs minimal 8 Watt, während der (4k-) Videowiedergabe genehmigen sie sich rund 15-16 Watt primärseitig.

    Interessant wird es noch einmal bei der integrierten Grafik, deren Werte wir aus GPU-z auslesen - und nicht garantieren können, dass diese 1:1 exakt wiedergegeben werden. Die HD 5500 bleibt demnach auch während des Stresstests im PCGH-VGA-Tool unter 4 Watt, während die Iris-Graphics sich (kurzzeitig) bis zu 18 Watt und damit sogar mehr als die eigentliche TDP für den gesamten Chip genehmigt. Nach circa 45 Sekunden Dauerlast sinkt dieser Wert auf 12-13 Watt.

    NUC-Barebones: Direktvergleich i5-4250U vs. i5-5250U

          

    In einem Bereich sollte es für den i5-5250U kein Problem sein, zu glänzen, nämlich beim Direktvergleich mit seinem Vorgänger, dem i5-4250U mit Haswell-Architektur, der mit seiner Iris-Graphics und 40 Execution Units im selben 15-Watt-Rahmen bleiben muss und den Intel auch in einer früheren NUC-Generation eingesetzt hat. In der CPU-Leistung ist die Sache auch klar. Mit 1,3 GHz Basis- und 2,6 GHz Turbotakt ist der Veteran schon auf dem Papier unterlegen und kann dabei noch nicht einmal die Vorteile der neuen Architektur sowie des gesenkten Stromverbrauchs durch 14-nm-Technik ins Feld führen. Unsere CPU-Benchmarks sehen den Broadwell-i5 entsprechend auch um 14 Prozent vorn. In Lightroom 5 etwa sparen Sie 43 Sekunden bei der Umwandlung unseres Raw-Stapels, das 4k-Videokonvertieren via x.264 geht mit 2,03 anstelle von 1,77 Fps vonstatten, bei der Kompression mit 7-Zip warten Sie 81 Sekunden weniger lang. Im Cinebench R15 liegt der i5-5250U mit 262 zu 232 Punkten vorn, bei einem Thread sind es 108 zu 82 Punkte.

    In Spielen ist das Ergebnis in 1.366 × 766 Pixeln knapp, der Broadwell-i5 setzt sich in der Mehrzahl der Fälle knapp, in Bioshock Infinite mit 24/27,6 zu 20/23,3 sogar deutlich durch - im Mittel unseres Parcours sind es knapp 5 Prozent und trotzdem bleiben die beiden 15-Watt-i5 kaum halb so schnell wie AMDs A10-7850K-APU mit DR-DDR3-2400-RAM. Spannender wird es im grafiklimitierteren Bereich und Full-HD. Hier sind es gute 25 Prozent, mit denen sich die Broadwell-IGP vor ihr Haswell-Pendant setzen kann. Besonders groß fällt der Vorsprung in Skyrim aus, welches mit 30,3 Fps sogar leidlich spielbar bleibt - die restlichen "Siege" sind eher pyrrhischer Natur, da zumeist im Sub-20-Fps-Bereich. Auch im Luxmark-Pathtracer liegt der Broadwell in in zwei von drei Szenen leicht vor dem Haswell.Die restlichen Siege sind eher pyrrhischer Natur, da zumeist im Sub-20-Fps-Bereich

    Mit 53,1 Indexpunkten holt der i5-5250U sogar ein bißchen auf den A10-7850K auf, der auch dank schnelleren Speichers und seiner hohen 95-Watt-TDP mit 100 Punkten nach wie vor die Leistungsspitze in Full-HD-Spielen darstellt.

    NUC-5-Barebones: Praxiseindrücke und Medienwiedergabe

          

    Für die alltägliche Arbeit und "normale" Anwendungen ist man mit einem der beiden NUCs trefflich gerüstet - der maximal unterstützte Speicherausbau von 16 Gigabyte DDR3L-RAM erlaubt sogar speicherhungrigeren Anwendungen wie Bildbearbeitung genug Platz zum Austoben. Die Prozessorleistung genügt ebenfalls für die tägliche Anwendung, egal ob Sie zur i3- oder zur i5-Version greifen. Die Unterschiede zwischen den beiden sind eher mess- als spürbar.

    Eng wird es, wenn Sie die kombinierte Rechenkraft von x86- und GPU-Kernen des Zwerg-PCs nutzen wollen. Hier läuft insbesondere die i5-Variante häufig in das Stromverbrauchslimit und drosselt entsprechend die Taktungen. Die Folge: Im Luxmark 2.0 zum Beispiel liegen die Leistungswerte von i3 und i5 auf nahezu demselben Niveau, sobald CPU und Grafik die Strahlverfolgung beackern - obwohl der i5 nominell deutlich vorn liegen müsste. Apropos Luxmark: In der neueren Version 3.0 zeigt die Intel-GPU hauptsächlich dunkle Pixel in der einfachsten der drei Szenen (Luxball HDR) und hängt bei den beiden anderen Szenen (Neumann/Lobby) während der Kernelkompilierung in einer Endlosschleife fest.

    Die Spieleleistung haben wir oben bereits thematisiert: Für einfache Spiele reicht die Leistung aus, doch das tat sie auch schon bei den i5-4250U-Vorgängern. Wird es anspruchsvoller, macht die niedrige TDP von 15 Watt der Leistungsentfaltung einen Strich durch die Rechnung und die Bildausgabe beginnt alsbald zu stocken.

    Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) 4K-Video auf Youtube Intel Core i5-5250U (NUC5i5RYH) 4K-Video auf Youtube Quelle: PC Games Hardware Bei der Medienwiedergabe zeigen sich die NUCs auch für die Wiedergabe von 4k-Material mit hohen Bitraten von 60 Mbps gut gewappnet. Hier greift der integrierte Hardware-Decoder der Gen8-Grafik helfend ein, sodass dem Genuss von 4K-Videos auch über Youtube & Co. nichts im Wege steht, solange diese im h.264- oder einem älteren Standard verpackt sind. Problematischer wird es, sobald dessen Nachfolger h.265 (HEVC) ins Spiel kommt, der für eine vergleichbare optische Qualität bei 50 bis 60 Prozent der Datenrate sorgen soll und dementsprechend sehr rechenaufwändig ausfällt. Diesen Standard kann die integrierte Grafik nicht allein beschleuigen und muss zu großen Teilen auf die Rechenkraft der CPU-Kerne vertrauen - und die reicht für 4k-Material mit hoher Bitrate nicht aus, Bildaussetzer sind die Folge. Denselben h.265-Clip in Full-HD spielten die NUCs jedoch noch problemlos ab. Media Player Classic HC 1.7.8 zeigte sich mit h.265-Clip im Übrigen verträglicher als der VLC Media Player 2.2.0.

    Folgende Praxisprobleme sind aus während des Betriebs aufgefallen: Zunächst einmal wollte das NUC nicht mit der geklonten Standard-Windows-Installation booten, welche wir ansonsten verwenden - mit einer frischen Installation gab es hingegen keine Probleme. Für den Endanwender dürfte das allerdings kein größeres Problem darstellen. Apropos Installation: Intel fasst auf seiner Support-Website die nötigen Treiber zu einem praktischen Zip-Paket zusammen, nur den Grafiktreiber mussten wir manuell auf Version 10.18.14.4156 aktualisieren.

    Unsere NUC hatten Schwierigkeiten das per Mini-Displayport und Adapterkabel angeschlossenes 24-Zoll-Full-HD-Display bei Auflösungswechseln in Spielen zu synchronisieren, sodass Spielinhalte und Menüs flackerten. Beendet man das Spiel dann rigoros per ALT+F4 und startet es in der zuvor problematischen Auflösung neu, klappt alles problemlos. Sonstige Darstellungsfehler in den von uns getesteten Spielen sind uns hingegen nicht aufgefallen. Ein weiteres Problem war das Windows-Energiesparschema. Während mit "Ausgeglichen" und "Höchstleistung" keine Probleme auftraten, wurden im "Energiesparmodus" offenbar zu viele Systembestandteile zu schnell in zu tiefe Schlafmodi geschickt, sodass die normale Benutzung beeinträchtigt war - beispielsweise dauerte das Öffnen des Windows-Explorers, was normalerweise in unter einer Sekunde erledigt ist, so satte 15 Sekunden. Dabei sinkt nicht einmal der Stromverbrauch signifikant. Hier also gilt: Finger weg, "Ausgeglichen" ist sowohl Werksstandard von Windows als auch die Einstellung der Wahl.

    NUC-5-Barebones: Fazit

          

    Intel NUC5 Core i3-5010U und i5-5250U Größenvergleich. Bitte beachten Sie: Es gibt beide Gehäusegrößen wahlweise mit beiden Innenleben. Intel NUC5 Core i3-5010U und i5-5250U Größenvergleich. Bitte beachten Sie: Es gibt beide Gehäusegrößen wahlweise mit beiden Innenleben. Quelle: PC Games Hardware Die aktuellen NUCs repräsentieren den Stand der Mini-PC-Technik - mit kleinen Ausnahmen. Sie bieten genügend Leistung für den Alltagsgebrauch als HTPC und die Medienwiedergabe inklusive 4K-Inhalten, nicht jedoch für h.265-Inhalte mit hoher Bitrate. Beide NUC-Modelle arbeiten sehr genügsam und abseits von Volllast-Szenarien auch recht leise. Dank VESA-Halterung verschwinden sie bei Bedarf hinter dem Display, Maus und Tastatur lassen sich für so ein Szenario auch drahtlos anbinden. Als Spiele-PC-Ersatz ist auch der mit der potenteren Grafik HD 6000 ausgestattete i5-5250U-NUC keine adäquate Lösung, zu gering ist das Leistungsbudget von 15 Watt für den Kombi-Prozessor.

    Die Mehrausgabe von rund 100 Euro für den i5-NUC lohnt sich daher kaum - alles, was der i5 kann, lässt sich ohne merkliche Einbußen auch mit dem i3 erledigen und wo dieser scheitert, genügt auch der i5 zumeist nicht. Unsere Empfehlung lautet daher: Greifen Sie bei Interesse zum NUC5i3RYK/H und nur bei ganz speziellem Bedarf zur i5-Version NUC5i5RYK/H.

    Ihre Vorgänger lassen beide NUCs hinter sich, für ein Aufrüsten ist die Leistungsdifferenz allerdings bei weitem zu gering. Anders sieht es bei den Atom-basierten Modellen aus. Die scheiterten oft schon an der 720p-Wiedergabe von Youtube-Inhalten. Hier lohnt sich der Schritt zum aktuellen Broadwell-NUC ebenso wie für Neukäufer, da die neuen NUCs nicht teurer als ihre jeweiligen Vorgänger sind.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Zen ab 2016: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
      • Von Incredible Alk Moderator
        Zitat von knightmare80
        Wenn jemand das hier noch liest, mit welchem Programm kann ich CPU-Takt und GPU-Takt über einen längeren Zeitpunkt kontrollieren um das Trotteln festzustellen??? Danke
        (Mit prime95 und Furmark hatte ich das schon zusamen probiert)
        Prime95 und Furmark zusammen ist wenig sinnvoll für nen NUC - da wird jeder NUC (und auch jede Desktop-CPU ohne spezielle Einstellungen) drosseln - eine solche Last kommt im normalen PC-Leben niemals vor.
        Wenn du dir die ganzen Sensoren/Taktraten bei deinen Benchmarks ansehen willst kannste den "HWMonitor" benutzen.
      • Von knightmare80 PC-Selbstbauer(in)
        Habe die Vorstellung der NUC´s hier gerade gefunden, bisschen spät, aber ich habe ja inzwischen auch einen 5i5ryh und muss sagen das Intel inzwischen viel verbessert hat.
        Auf 2,5GHz CPU Takt begrenzt läuft der Nuc sogar mit 1Ghz GPU-Takt bei mir Natürlich wird er lauter, aber ich habe ihn erst hinter meinem Monitor gehabt und er hat genervt, jetzt hängt er unter meinem Tisch und ich höre ihn nicht mehr so sehr und konnte sogar die GPU übertakten.
        Wenn jemand das hier noch liest, mit welchem Programm kann ich CPU-Takt und GPU-Takt über einen längeren Zeitpunkt kontrollieren um das Trotteln festzustellen??? Danke
        (Mit prime95 und Furmark hatte ich das schon zusamen probiert)
      • Von 45thFuchs Software-Overclocker(in)
        Bis auf den wlanchip sind die dinger genial.
        Verbraucht nichts,ist ein vollwertiger multimedia Server mit usb3 platte und firewall.
        Auch am Fernseher macht das ne super Figur ,war beeindruckt als ich das beim Kumpel mal antesten dürfte.

        Wegen der von incrediblealc genannten aufnahmemöglichkeiten der Nvidia9xx reihe bin ich jetzt aber schon wiedere auf anderes kopfkino gekommen
      • Von freieswort
        Zitat von Freakless08
        Zitat von Gysi1901;7328228

        Ein Vergleich mit dem AMD A10 hat eher in Benchmark-Grafiken Sinn.
        Würde mich auch interessieren, da AMD potentere Grafik in den APU integriert hat.
        1
        hier wird bis 15watt tdp getestet, also darf amd diese grenze nicht überschreiten,
        diese amd hardware die ihr angebt findet man in einem mini-barebone nicht,
        das höchste der gefühle wäre dort ein AMD A4-5000
        2
        man wird natürlich immer zuerst intel testen, und erst dann überlegen ob man amd überhaupt dazu gibt,
        ist das selbe wie bei zum beispiel alternate und den pcgh-pcs,
        wenn sie nur eine kleine minderheit will werden sie demensprechend behandelt,
        also aus dem sortiment genommen
      • Von Incredible Alk Moderator
        Zitat von hanfi104
        solange ich die Möglichkeit bekomme, hardwarebeschleunigende GPUs zu kaufen, und die kommen, wie du schon gesagt hast, bereits raus
        Die gibts schon seit September letzten Jahres, wie gesagt der GM204 kann HEVC.
        Da fehlts aber auch noch heute an guter Unterstützung, sprich wirklich gut nutzen lässt sich dieses Feature nach meinen Erfahrungen noch nicht.
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Intel NUC 5 mit Broadwell-Prozessor - Vergleich von Core i3-5010U und Core i5-5250U
Intels NUC-Mini-PCs haben das Update auf Broadwell-Innereien bekommen und sollen so fit für die Wiedergabe von 4k-Inhalten werden. Mit Mini-Display-Port und in die Gen8-Grafik integrierten Hardware-Decoder stehen die Grundlagen bereit. Wir schauen uns zwei NUCs - den NUC5i3RYK und den NUC5i5RYH - genauer an und prüfen deren Leistung.
http://www.pcgameshardware.de/Broadwell-Codename-259477/Tests/Intel-NUC-Test-Core-i3-5010U-Core-i5-5250U-1156261/
17.04.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/04/Intel_NUC5_Core_i3-5010U_und_i5-5250U_2-pcgh_b2teaser_169.JPG
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