Mögliche Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz: Es regt sich massiver Widerstand

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Mögliche Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz: Es regt sich massiver Widerstand
Quelle: Deutscher Bundestag / Thomas Trutschel / photothek

Am 2. Juli beschloss der Koalitionsausschuss, das Informationsfreiheitsgesetz massiv einzuschränken. Seitdem regt sich Widerstand von 129 Organisationen, Human Rights Watch - und aus den Reihen der SPD selbst.

Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gibt es seit 2006. Es gewährt seither jedem Menschen das Recht, bei Bundesbehörden Akteneinsicht zu verlangen - ohne Angabe von Gründen, ohne Nachweis eines besonderen Interesses. Über die Plattform "FragDenStaat" wurden seither rund 330.000 solcher Anfragen gestellt. Ohne IFG-Anfragen wären Recherchen wie die zur gescheiterten Pkw-Maut oder der Maskenaffäre möglicherweise nie publik geworden. Am 2. Juli 2026 beschloss der Koalitionsausschuss aus CDU, CSU und SPD-Führung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dieses Gesetz grundlegend zu verändern. Darauf folgte eine Widerstandswelle, die inzwischen internationale Dimensionen angenommen hat.

Was der Koalitionsausschuss beschlossen hat

In Punkt 32 des Koalitions-Reformpakets stehen mehrere Änderungen am IFG. Der Kernpunkt: Wer künftig Auskunft von einer Behörde verlangen will, soll ein "berechtigtes Interesse" nachweisen müssen. Aktuell liegt die Begründungspflicht umgekehrt; die Behörde muss erklären, warum sie Informationen nicht herausgibt.

  • Laut dem Beschlusstext sollen Anfragen zudem auf "natürliche Personen" beschränkt werden - Organisationen wie Fragdenstaat, Amnesty International oder die Deutsche Umwelthilfe wären damit vom IFG ausgeschlossen. Auch soll das Fragerecht an die Staatsangehörigkeit gekoppelt werden: Nur noch Deutsche und EU-Bürger sollen es nutzen dürfen.
  • Künftig sollen Behördenmitarbeiter in IFG-Antworten generell namentlich unkenntlich gemacht werden; die bisherige Ausnahme, die Namen von Führungspersonen lesbar lässt, würde entfallen. Zusätzlich soll die bisherige Gebührenobergrenze von 500 Euro wegfallen, was laut Kritikern einzelne Anfragen auf mehrere Tausend Euro verteuern könnte.

Begründung der Bundesregierung

Regierungssprecher Stefan Kornelius bezeichnete die Pläne nicht als Einschränkung der Pressefreiheit, sondern verwies auf eine "komplexe Bedrohungslage" und einen "sicherheitspolitischen Hintergrund"; zudem wolle man Mitarbeiter vor Angriffen schützen. Gesundheitsminister Jens Spahn argumentierte zudem, das geltende IFG binde "enorme Kapazitäten" in den Behörden, und zeigte sich sicher, dass die Regierung einen "klugen Vorschlag" machen werde.

DJV-Bundesgeschäftsführer Hendrik Zörner widersprach dem direkt: Ihm sei "kein Fall bekannt, bei dem die Arbeit einer Behörde durch IFG-Anfragen lahmgelegt worden wäre."

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Widerstand von außen: 129 Organisationen und Human Rights Watch

In einem offenen Brief haben sich 129 zivilgesellschaftliche Organisationen, Verbände und Medien - darunter Abgeordnetenwatch, Algorithmwatch, Transparency International Deutschland, Lobbycontrol, Greenpeace und Foodwatch - an die Bundesregierung und den Bundestag gewandt. Der Brief fordert, die Pläne vollständig zu stoppen.

  • Fragdenstaat-Projektleiter Arne Semsrott bezeichnete den Beschluss als "schwersten Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik."
  • Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider kritisierte die Pläne gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland als faktische "Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit" und warnte zudem vor Diskriminierung.
  • Katharina Nocun von Lobbycontrol zog den drastischen Vergleich: Selbst die Trump-Regierung habe es nicht gewagt, den "US Freedom of Information Act" in dieser Form anzutasten.
  • Daneben schaltete sich auch Human Rights Watch international ein und forderte Deutschland auf, die Pläne zu stoppen - sie gefährdeten "grundlegende Menschenrechte, die für Transparenz und Beteiligung der Öffentlichkeit in einer rechtsstaatlichen Demokratie unerlässlich sind."
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Widerstand von innen: SPD-Fraktion stellt sich quer

Auch innerhalb der Koalition selbst regt sich Widerstand. Laut Netzpolitik hat die SPD-Bundestagsfraktion in einem internen Positionspapier der Arbeitsgruppen Inneres, Digitales sowie Recht und Verbraucherschutz ein unmissverständliches Nein an die eigene Parteiführung gerichtet:

"Für eine Abschaffung des bisherigen Transparenzniveaus des Informationsfreiheitsgesetzes wird es keine Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion geben."

Juso-Vorsitzender Philipp Türmer erklärte in diesem Kontext, dass man sich an "diesem Raubbau nicht beteiligen" dürfe. Laut Fragdenstaat hatten die SPD-Mitglieder im Koalitionsausschuss die Abgeordneten der eigenen Fraktion offenbar vor dem Beschluss nicht konsultiert. Als Treiber hinter den Plänen gilt demnach die ÖS-Abteilung (Öffentliche Sicherheit) im Bundesinnenministerium unter Alexander Dobrindt.

Wie es weitergeht

Das Bundesinnenministerium soll in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf erarbeiten. Im Anschluss an die Ressortabstimmung mit den anderen Ministerien ist eine Kabinettsentscheidung geplant; nach Einschätzung von Fragdenstaat könnte die abschließende Abstimmung im Bundestag noch in diesem Jahr stattfinden.


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Quelle: Deutschlandfunk, Tagesschau, FragDenStaat, Netzpolitik, ZDFheute, Abgeordnetenwatch

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Wilbald_Meucheln Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Und warum tut sich die verschwörerische Elite dann so schwer damit? Könnte es nicht vielleicht doch daran liegen, dass man dafür aufwändige Verfahren durchlaufen muss, bei denen man sich sicher sein sollte, dass die notwendigen Grundlagen dafür gegeben sind, eben weil es ein schwerwiegender Eingriff ist? Die Grundlagen dafür hat sich die aktuelle Regierung übrigens auch nicht ausgedacht, die wurden vor über 70 Jahren geschaffen.
        Einige der Landesverbände der AfD wurden ja erstmal "nur" als gesichert rechtsextrem eingestuft. Und selbst da ruderte der Verfassungsschutz teilweise wieder zurück, warum auch immer. Ein Verbot wäre aktuell gar nicht machbar.
        Zitat von empy
        Dafür, dass die Wähler daraus keine Konsequenzen ziehen, kann das System auch wieder nichts.
        Naja, Söder hat kürzlich zumindest eine fliegende Tomate abbekommen.
      • Von Wilbald_Meucheln Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Und warum tut sich die verschwörerische Elite dann so schwer damit? Könnte es nicht vielleicht doch daran liegen, dass man dafür aufwändige Verfahren durchlaufen muss, bei denen man sich sicher sein sollte, dass die notwendigen Grundlagen dafür gegeben sind, eben weil es ein schwerwiegender Eingriff ist? Die Grundlagen dafür hat sich die aktuelle Regierung übrigens auch nicht ausgedacht, die wurden vor über 70 Jahren geschaffen.
        Einige der Landesverbände der AfD wurden ja erstmal "nur" als gesichert rechtsextrem eingestuft. Und selbst da ruderte der Verfassungsschutz teilweise wieder zurück, warum auch immer. Ein Verbot wäre aktuell gar nicht machbar.
        Zitat von empy
        Dafür, dass die Wähler daraus keine Konsequenzen ziehen, kann das System auch wieder nichts.
        Naja, Söder hat kürzlich zumindest eine fliegende Tomate abbekommen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich lebe lang genug um zu sehen, dass es so nicht geht.
        Ich sehe nur 19 Legislaturperioden Union und zehn mit SPD an der Spitze, mit mäßig viel FDP und ein bisschen Grün nebendran. Dafür, dass die Leute nichts anderes wählen, kann man dem Wahlsystem an sich hierzulande nicht wirklich die Schuld geben. In den USA sieht das meiner Meinung nach ein bisschen anders aus, weil das System so veraltet ist, dass es de facto ein Zweiparteiensystem ist und die Wahlkampfunterstützung mit Privatvermögen quasi nicht mehr gedeckelt ist.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Die Politik ist zu korrumpiert. Menschen, die etwas für das Volk bewirken möchten, kommen gar nicht mehr hinein, oder werden schlecht gemacht - siehe AFD/FPÖ. Erstere möchte "man" gar verbieten, weil sie zu stark wird, was den Alteingesessenen nicht passt. Soviel zur Demokratie. Sie existiert nicht.
        Und warum tut sich die verschwörerische Elite dann so schwer damit? Könnte es nicht vielleicht doch daran liegen, dass man dafür aufwändige Verfahren durchlaufen muss, bei denen man sich sicher sein sollte, dass die notwendigen Grundlagen dafür gegeben sind, eben weil es ein schwerwiegender Eingriff ist? Die Grundlagen dafür hat sich die aktuelle Regierung übrigens auch nicht ausgedacht, die wurden vor über 70 Jahren geschaffen.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich kannte vor langer Zeit eine junge Frau, die in die Politik ging um etwas zu verändern. Ihre Erfahrung war: Wer nicht mit dem Strom geschwommen ist, kam einfach nicht weiter und wurde zurückgelassen.
        Ja, wer keine Mehrheiten oder Kompromisse findet, kommt nicht weit, aber das ist eigentlich schon so gedacht.
        Zitat von Andreas1975
        Dem kann ich leider nicht widersprechen.
        Wobei "fair" ja relativ ist.
        Zitat von Wilbald_Meucheln
        Bin mir nicht sicher, ob Lobbyismus jetzt schlimmer ist, als Korruption. Lobbyismus ist zumindest einigermaßen transparent. Man weiß zumindest, woran man ist.
        Ja. Das allermeiste hier läuft, ohne dass man jemanden schmieren muss und was die Politiker so treiben und was sie so motivieren könnte, ist, zumindest bis jetzt, recht einfach in Erfahrung zu bringen, womit sich der Kreis zum Thema auch wieder schließt. Dafür, dass die Wähler daraus keine Konsequenzen ziehen, kann das System auch wieder nichts.
        Zitat von Wilbald_Meucheln
        Ich möchte jetzt mal behaupten, dass es nicht immer Unwille der regierenden Partei ist, wenn Wahlversprechen nicht eingehalten werden. Merke: Wir leben in einer Demokratie. Wenn ein Wahlversprechen an den Mann gebracht wird, muss darüber abgestimmt werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann die regierene Partei ja nichts dafür. Dein Vorschlag ignoriert solche Fälle mal eben gekonnt.
        Oder es kommt etwas oder jemand dazwischen. Zum Beispiel eine Pandemie oder eine dreitägige Spezialoperation.

        Es ist schon so, dass viele Dinge, die erstmal unfair oder absurd erscheinen, bei näherer Betrachtung gar nicht so blöd sind.
      • Von Wilbald_Meucheln Software-Overclocker(in)
        Zitat von Aeshma-Deva
        Korruption und Einflussnahme der Konzerne auf die Volksvertretung ist das Problem!

        Es hat schon vorher angefangen, aber wurde zum Quadrat verschlimmert als Korruption durch Lobbying ersetzt wurde, obwohl es genau dasselbe ist, ist Lobbying nicht strafbar. Das Volk hat nicht das Geld um die Politiker zu beeinflussen, deshalb geht alles den Bach runter.
        Bin mir nicht sicher, ob Lobbyismus jetzt schlimmer ist, als Korruption. Lobbyismus ist zumindest einigermaßen transparent. Man weiß zumindest, woran man ist.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Die Lösung wäre radikal.
        - alle Politiker raus
        - neue, bessere Regeln
        - neue Politiker rein
        Was [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] sagt.

        Weiterführend: Wieso "alle"? Die Parteilandschaft in Deutschland ist sehr viel diverser, als die meisten Leute annehmen. Es gibt sicher einige gute Politiker, die aber leider nie eine Chance bekommen werden, weil dauernd die gleichen Parteien gewählt werden.

        Davon ab...wer macht dann die neuen, besseren Regeln, wenn erstmal alle Politiker raus sind? Man müsste sich halt einigen, wer die Verantwortung dafür übernimmt, diese neuen Regeln zu schaffen. Und da geht's ja schon los.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - jeder Politiker, der gegen die Regeln verstößt müsste sofort entfernt werden und darf nicht mehr für den Staat arbeiten.
        "Entfernt"? Das klingt extremistisch.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Parteien, welche vor Wahlen Versprechnungen machen, welche nach der Wahl nicht eingehalten werden dürfen bei den nächsten Wahlen nicht mitmachen und erhalten auch kein Geld für Ihre Partei.
        Ich möchte jetzt mal behaupten, dass es nicht immer Unwille der regierenden Partei ist, wenn Wahlversprechen nicht eingehalten werden. Merke: Wir leben in einer Demokratie. Wenn ein Wahlversprechen an den Mann gebracht wird, muss darüber abgestimmt werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann die regierene Partei ja nichts dafür. Dein Vorschlag ignoriert solche Fälle mal eben gekonnt.

        Abgesehen davon, dass nicht eingehaltene Versprechen allein zu pauschal für eine Begründung wären, wäre es zutiefst undemokratisch, eine Partei nicht mehr zu Wahlen zu zulassen und ihr die Gelder zu streichen.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Konzerne, welche mehr Umsetzen als ganze Länder sind Teil des Problems. Zu viel Macht in wenigen Händen. Kartellgesetze werden umgangen/ignoriert, in Krisen fressen die Großen die Kleinen, bis nur noch wenige Große übrig sind. Teilweise haben wir das schon. In Supermärkten gibt es viele Marken, die wenigen Konzernen gehören.
        Tatsachen nennen ist das eine. Lösungsorientiert diskutieren das andere. Das schaffen heutzutage scheinbar die wenigsten.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Gesetze, welche offensichtlich gegen Grundgesetze verstoßen (Einschränkung der Meinung/Sprache etc.) sind eigentlich vom Grundrecht verboten, trotzdem haben wir in der EU schon solche, die eigentlich nicht gültig sind. Es braucht Institutionen, welche dagegen vorgehen, aber da das Kapital zu stark ist, würden diese sowieso korrumpiert.
        etc., etc., etc.
        Welche Gesetze, zum Beispiel, schränken Sprache und Meinungsäußerung ein? Jetzt mal konkret Gesetze, die mich im Alltag einschränken. Ansonsten: Das, was [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] sagt.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Meiner Meinung nach wird es nie ein faires System geben, solange sich jemand daran bereichern kann und das wird in einem Geldsystem immer der Fall sein.
        Jup. Aber worüber diskutieren wir dann?
        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich lebe lang genug um zu sehen, dass es so nicht geht.
        So, wie die meisten hier.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Die Politik ist zu korrumpiert. Menschen, die etwas für das Volk bewirken möchten, kommen gar nicht mehr hinein, oder werden schlecht gemacht - siehe AFD/FPÖ. Erstere möchte "man" gar verbieten, weil sie zu stark wird, was den Alteingesessenen nicht passt. Soviel zur Demokratie. Sie existiert nicht.
        Jetzt schwurbelst du. Natürlich haben wir eine Demokratie. Was haben wir denn sonst? Eine Diktatur? Na, dann pass du mal lieber auf, dass du nicht gleich von der Polizei geholt wirst, weil du hier gerade deine Meinung sagst. Es läuft einiges beschissen in unserer Demokratie, aber eine Demokratie existiert.

        Davon ab möchte ich mal stark bezweifeln, dass die AfD etwas für das Volk bewirken möchte. Und wäre ein Verbot so einfach durchzudrücken, hätte es der Staat längst getan.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich kannte vor langer Zeit eine junge Frau, die in die Politik ging um etwas zu verändern. Ihre Erfahrung war: Wer nicht mit dem Strom geschwommen ist, kam einfach nicht weiter und wurde zurückgelassen.

        Wer zu lange mit dem Strom schwimmt, passt sich an.
        Politik in einer Demokratie läuft halt so. Kompromisslosigkeit und anecken führt halt selten zu einer Mehrheit.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Nach so vielen Jahren, würde ich meinen, wird es noch viel schlimmer sein.

        Als ich jung war, hat man das kleinere Übel gewählt. Mmn. gibt es kein kleineres Übel mehr in den meisten Ländern und selbst wenn, die EU holt sich per Salamitaktik immer mehr Macht von unserer Politik, bis nichts mehr da ist.
        Ok, spätestens jetzt weiß ich, dass deine Lösung ist: Weg mit der EU. Sehe ich anders, aber na gut.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Aeshma-Deva
        Die Lösung wäre radikal.
        - alle Politiker raus
        - neue, bessere Regeln
        - neue Politiker rein
        Wer macht diese Regeln? Sind ja keine Politiker da welche diese machen könnten.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - jeder Politiker, der gegen die Regeln verstößt müsste sofort entfernt werden und darf nicht mehr für den Staat arbeiten.
        Entfernt? Ich denke er sollte sein Mandat verlieren und sich ggf gegenüber der Justiz verantworten.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Parteien, welche vor Wahlen Versprechnungen machen, welche nach der Wahl nicht eingehalten werden dürfen bei den nächsten Wahlen nicht mitmachen und erhalten auch kein Geld für Ihre Partei.
        Hmmm....schwierig. Wer bestimmt ob nun ein Versprechen nicht eingehalten wurde oder nicht eingehalten werden konnt?
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Konzerne, welche mehr Umsetzen als ganze Länder sind Teil des Problems. Zu viel Macht in wenigen Händen. Kartellgesetze werden umgangen/ignoriert, in Krisen fressen die Großen die Kleinen, bis nur noch wenige Große übrig sind. Teilweise haben wir das schon. In Supermärkten gibt es viele Marken, die wenigen Konzernen gehören.
        Das ist das erklären eines Problemes aber ohne eine Lösung aufzuzeigen.
        Zitat von Aeshma-Deva
        - Gesetze, welche offensichtlich gegen Grundgesetze verstoßen (Einschränkung der Meinung/Sprache etc.) sind eigentlich vom Grundrecht verboten, trotzdem haben wir in der EU schon solche, die eigentlich nicht gültig sind. Es braucht Institutionen, welche dagegen vorgehen, aber da das Kapital zu stark ist, würden diese sowieso korrumpiert.
        Wenn Du der Meinung bist ein Gesetz verstößt gegen unsere Verfassung so steht der Weg zum Bundesverfassungsgericht frei. Sprich Verfassungsbeschwerde einreichen. Schon gemacht oder angestoßen wenn Du der Meinung bist Deine Grundrechte werden verletzt?
        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich habe mal eine ganzen Artikel darüber verfasst, der zu lang für hier ist.
        Der mich tatsächlich interessieren tut.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Vorher wird einfach das System implodieren, wie es immer wieder mal in der Geschichte passiert ist.
        Ich befürchte so lange wird das gar nicht mehr dauern.
        Zitat von Aeshma-Deva
        Meiner Meinung nach wird es nie ein faires System geben, solange sich jemand daran bereichern kann und das wird in einem Geldsystem immer der Fall sein.
        Dem kann ich leider nicht widersprechen.
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Zitat von empy
        Das wäre schon mal überhaupt nicht radikal, auch wenn die Reihenfolge nicht stimmt. Erst ersetzt man die Politiker per Wahl, dann ändern die die Gesetze. Der Rest könnte dann folgen.
        Ich lebe lang genug um zu sehen, dass es so nicht geht.
        Die Politik ist zu korrumpiert. Menschen, die etwas für das Volk bewirken möchten, kommen gar nicht mehr hinein, oder werden schlecht gemacht - siehe AFD/FPÖ. Erstere möchte "man" gar verbieten, weil sie zu stark wird, was den Alteingesessenen nicht passt. Soviel zur Demokratie. Sie existiert nicht.

        Das ganze System ist verrottet.

        Ich kannte vor langer Zeit eine junge Frau, die in die Politik ging um etwas zu verändern. Ihre Erfahrung war: Wer nicht mit dem Strom geschwommen ist, kam einfach nicht weiter und wurde zurückgelassen.

        Wer zu lange mit dem Strom schwimmt, passt sich an.

        Nach so vielen Jahren, würde ich meinen, wird es noch viel schlimmer sein.

        Als ich jung war, hat man das kleinere Übel gewählt. Mmn. gibt es kein kleineres Übel mehr in den meisten Ländern und selbst wenn, die EU holt sich per Salamitaktik immer mehr Macht von unserer Politik, bis nichts mehr da ist.
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