Speicherkrise: DDR5 in Deutschland jetzt 419 Prozent teurer

28
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Speicherkrise: DDR5 in Deutschland jetzt 419 Prozent teurer
Quelle: G.Skill

Um auch in der Speicherkrise den Überblick über die Preisentwicklung der populärsten DDR5-Speicherkits für Spieler zu behalten, wirft die PCGH-Redaktion auch im Juni 2026 einen Blick auf die aktuelle Marktsituation und die ist unschön.

Wie ein kurzer Blick in den PCGH-Preisvergleich von Geizhals bestätigt, sind die DRAM-Speicherbausteine ("ICs") von Samsung, Micron und SK Hynix, welche für die Herstellung von DDR5-Speicherkits benötigt werden, nach wie vor so teuer, dass auch die Preise im Einzelhandel weiterhin stabil auf hohem Niveau liegen. Die populärsten DDR5-Speicherkits wie das Kingston Fury Beast und G.Skill Trident Z5 Neo bewegen sich gegenwärtig bei einem Preis von knapp 440 bis 460 Euro für ein entsprechendes Speicherkit mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30. Die neueste Datenerhebungen von 3DCenter.org untermauern das noch einmal.

Wie der Preistrend von 3DCenter.org zeigt, nährt sich DDR5 dem Rekordhoch aus dem Februar. Quelle: 3DCenter.org Wie der Preistrend von 3DCenter.org zeigt, nährt sich DDR5 dem Rekordhoch aus dem Februar.

DDR5-Arbeitsspeicher klettert im Juni 2026 auf 419 Prozent

Während die Vertragspreise, welche Samsung, Micron und SK Hynix gegenüber den OEMs aufrufen, laut TrendForce auch weiterhin deutlich ansteigen, waren die Preise im Einzelhandel noch vergleichsweise stabil, wenngleich auf hohem Niveau. Somit sind kleinere Preissteigerungen und die eher unwesentlichen Preisnachlässe nun dafür verantwortlich, dass sich im Vergleich zum April und Mai abermals eine Preissteigerung beim DDR5-Arbeitsspeicher vollzogen hat. Dabei stieg die Preisübertreibung von 410 (April) und 414 (Mai) nun auf 419 Prozent.

Kingston Fury Beast mit 32 GiB DDR5-6000 CL30

DDR5 legt seit Juli 2025 um 320 Prozent zu

Seit Juli 2025 haben sich die Preise für DDR5-Speichermodule und Speicherkits aller Konfigurationen um beinahe 320 Prozent verteuert. Beim älteren DDR4- und DDR3-Arbeitsspeicher beträgt der Aufpreis "nur" etwa 200 Prozent. Ein Geheimtipp sind ältere Speichermodule allerdings inzwischen auch nicht mehr und werden es voraussichtlich auch nicht mehr, denn sämtliche Speicher-ICs sind knapp.

Corsair Vengeance RGB mit 32 GiB DDR5-6000 CL30

Durch die nach wie vor steigenden Vertragspreise ist zudem davon auszugehen, dass sich die Preise im Einzelhandel noch bis mindestens Mitte/Ende 2027 auf diesem sehr hohen Niveau bewegen und möglicherweise sogar noch einmal anziehen werden. Gleiches gilt für SSDs und HDDs, und inzwischen mehren sich die Spekulationen, die erst 2028 eine Entspannung am Markt sehen.

Speicherkrise für Hersteller und Shops existenzbedrohend

Wenn man sich die Erhebungen von 3DCenter.org in Bezug auf DDR5, DDR4, DDR3, SSDs, Festplatten und Grafikkarten ansieht, wird deutlich, dass sämtliche Hardware seit Juli 2025 deutlich im Preis gestiegen ist. Das DIY-Segment ist laut Aussagen verschiedener Hersteller um 40 bis 90 Prozent geschrumpft und Shops wie Mindfactory verkaufen mittlerweile 75 Prozent weniger Prozessoren.

Die nackten Zahlen bestätigen: DDR5 (+320%), DDR4/DDR3 (+200%), SSDs (+100%), Festplatten (+110%) und Grafikkarten (+14%). Die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden im DIY-Segment kann für Hersteller und Shops noch in diesem Jahr durchaus existenzbedrohend werden.

Die hohen Preise für sämtliche Hardware lassen den Konsum im DIY-Mark komplett einbrechen. Quelle: 3DCenter.org Die hohen Preise für sämtliche Hardware lassen den Konsum im DIY-Mark komplett einbrechen. Während alle Welt dem vermeintlichen KI-Gott huldigt, KI-Rechenzentren sämtlichen DDR5, LPDDR5X und HBM auffressen und Chiphersteller wie AMD und Nvidia ihre Portfolios ganz auf Künstliche Intelligenz ausrichten, sind Konsumenten mit nachfolgenden Preisentwicklungen konfrontiert.

DDR5, DDR4, DDR3, SSDs, HDDs und Grafikkarten im Preisindex seit Juni 2025. Quelle: 3DCenter.org DDR5, DDR4, DDR3, SSDs, HDDs und Grafikkarten im Preisindex seit Juni 2025.

Mitmachen und kommentieren

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich schon über Ihre Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie hingegen noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 YouTube oder 💬 WhatsApp und erhalten Sie Neuigkeiten zu CPUs, Grafikkarten und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Quelle: 3DCenter.org

28
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Defenz0r BIOS-Overclocker(in)
        Wenn ich meine vielen 20TB Festplatten verkaufen wuerde, haette ich trotzdem kaum Gewinn weil ich den Platz ja trotzdem brauche!
      • Von Defenz0r BIOS-Overclocker(in)
        Wenn ich meine vielen 20TB Festplatten verkaufen wuerde, haette ich trotzdem kaum Gewinn weil ich den Platz ja trotzdem brauche!
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Das muss man auch erst mal "verkraften". Als ich mein neuen Gaming PC baute war die Frage ob 32GB DDR 5 RAM oder 64GB DDR5 RAM gar nicht vorhanden. Zwischen 32GB und 64GB DDR 5 RAM Riegel gab es kein großartigen preislichen Unterschied.

        Jetzt stecken da fast schon Goldriegel in den RAM - Slots.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] da werde ich wohl am Ende dann an dich vorbei ziehen. Sobald ich das passende Mainbaord habe werde ich alle Timings beim RAM voll ausreizen. Das ist zwar kein echtes oc aber auch am Ende ein oc wenn man bessere Timings einstellt. Damit plane ich fest die Mehrleistung durch den RAM das entsteht mit ein. So das ich echt alles aus dem System heraus holen was geht. Heutzutage ist nicht nur der Takt wichtig. Es sind die sub Latenzen die sind die heimlichen Gewinner. Latenz an sich wäre zu leicht ,denn das würde nicht mal das volle Potenzial eines RAMs ausspielen . Zudem bei zu niedrigen Latenz braucht man mehr Spannung und macht es vielleicht sogar kaputt. Die sub Timings da kann man kein RAM wirklich kaputt machen. Es bootet einfach bei zu schärfen werten einfach nicht mehr hoch. Aber zum Glück nicht so hart gekommen so das man wenigstens ins BIOS wieder kommt.

        Wenn ich das mache ,dann bin ich so richtig Happy. Dann haben andere viel mehr als ich ausgegeben. Naja ich werde also das Beste draus machen.
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von ssj3rd
        Ich wollte unbedingt den OC King RAM schlechthin haben und nun habe ich bis heute nicht die Muße gehabt überhaupt OC am RAM zu betreiben, Hach ja. 😂🤣
        Och, 200 - 400 Mhz mehr incl. paar nettere Latenzen sind bestimmt ab und an drinne.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Zitat von DevouringKing
        Ich weiß noch wie ich dir 2025 im Luxx geschrieben hab, nimm 64GBm mit 32GB kann man kein Star Citizen spielen (50% weniger fps)
        Nur ein PC der Star Citizen Spielen kann, ist es Wert ein "High End PC" genannt zu werden
        Ich wollte unbedingt den OC King RAM schlechthin haben und nun habe ich bis heute nicht die Muße gehabt überhaupt OC am RAM zu betreiben, Hach ja. 😂🤣
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk