Samsung unterliegt Apple: Patentstreit kostet Koreaner eine Milliarde US-Dollar
Schlechte Nachrichten für den Elektronik-Riesen Samsung. Der südkoreanische Konzern muss eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz an den Konkurrenten Apple zahlen. Die Begründung eines US-Gerichts: Patente seien absichtlich verletzt worden. Die Folgen für den Smartphone-Markt könnten aber weit größer sein.
Samsung muss sich im Patentstreit mit Apple geschlagen geben. Nach nur drei Tagen Beratung seitens der Geschworenen verurteilte das US-Bundesgerichts für Nord-Kalifornien in San Jose Samsung dazu, wegen vorsätzlicher Patentverletzung 1,05 Milliarden US-Dollar an seinen US-amerikanischen Rivalen zu zahlen. Samsung habe nach Meinung des Gerichts das Design und die Funktionsweise des iPhones und des iPads für seine eigenen Produkte kopiert. Auch wenn die Summe damit weit unter den von Apple geforderten 2,5 Milliarden US-Dollar liegt, könnten die Folgen für die Südkoreaner enorm sein. Denn am 20. September will das Gericht noch entscheiden, ob es Samsung sämtliche US-Verkäufe verbietet.
Samsung zeigt sich trotz der Niederlage kämpferisch. "Dies ist nicht das letzte Wort in diesem Verfahren oder in den Gefechten, die vor Gerichten und Tribunalen auf der ganzen Welt gefochten werden." Der Beweisberg, der während des Prozesses präsentiert worden sei, zeige, dass Samsung sogar viel mehr kopierte, als man selbst gewusst habe, heißt es dagegen von Apple-Sprecherin Katie Cotton. "Wir stellen diese Produkte her, um unsere Kunden zu erfreuen, nicht, damit unsere Konkurrenten sie schamlos kopieren."
Die Geschworenen hatten sich Apples Klageschrift fast komplett angeschlossen. Von den 28 Vorwürfen der Patentverletzung gegen Samsung wurde nur einer abgelehnt - bezüglich der rechteckigen Form von Tablets mit runden Ecken. Eine Gegenklage Samsungs, nach der Apple seinerseits fünf Samsung-Patente verletzt haben soll, wurde dagegen komplett abgeschmettert. Laut Samsung-Sprecherin Mira Jang ein schwarzer Tag für den Endverbraucher. Denn das Urteil bedeute "weniger Auswahl, weniger Innovation und potentiell höhere Preise."
Dass Smartphone-Hersteller künftig Lizenzgebühren an Apple zahlen müssen, könnte durch den Richterspruch tatsächlich möglich sein. Gebühren, die möglicherweise an den Kunden weitergegeben werden. Denkbar wäre, dass Apple - so es sich in den nächsten Instanzen durchsetzt - bald ein Monopol auf das iPhone-Design besitzen könnte. Dies würde Samsung, andere Smartphone-Hersteller und nicht zuletzt Google mit seinem Android-Betriebssystem dazu zwingen, neue Wege zu gehen. "Samsung - und womöglich Android - könnten eine Generalüberholung brauchen", vermutet die Tech-Website CNET.
Quelle: Spiegel
In der Galerie: Interessante Android-Apps
Ich weiß nicht ob das schon so bekannt war, ich lachte aber gerade nicht schlecht darüber. 1:1 Apple vs Samsung
Apple vs. Samsung: Geschworene prüften Gültigkeit der Patente nicht | heise online
Und das trotz expliziter, schriftlicher Anweisung siehe folgendes Zitat:
"Auch auf mehreren Seiten der über 100-seitigen Anweisungen (PDF) für die Geschworenen erläutert Richterin Lucy Koh, dass sie die Gültigkeit der jeweiligen Patente prüfen müssen. Insbesondere sollten sie beurteilen, ob diese nur den Stand der Technik beschreiben und deshalb ungültig sind.
Ein ungültiges Patent kann nicht verletzt werden. Deshalb dürfte die jetzige Äußerung des Jury-Vorsitzenden Samsungs Position in diesem Verfahren oder für die angekündigte Berufung stärken.
--> Also da bin ich ja mal wirklich gespannt wie das jetzt weitergeht.
MfG
Das iPhone 5 steht in den Startlöchern und ich denke es ist allen klar, dass die Verkaufszahlen von diesem wieder enorm sein werden. Desweiteren ist es so, dass der Börsenwert von Apple extrem gestiegen ist, währen der von Samsung gefallen ist. Das dürfte die Verantwortlichen deutlich mehr interessieren.