Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

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Microsoft hat auf einer offiziellen Webseite einige Details zur Xbox One aufgedeckt. Demnach muss man mit der Konsole mindestens einmal alle 24 Stunden online sein, um offline Spielen zu können. Darüber hinaus informiert man über die Onlinevoraussetzungen, den Weiterverkauf von Spielen und Details der neuen Kinect-Steuerung.

Microsoft hat offiziell bestätigt, was bereits im Vorfeld vermutet wurde. Im offiziellen Blog heißt es, dass die Konsole mindestens einmal alle 24 Stunden eingeloggt sein muss, damit man offline spielen kann. Always-On ist damit zwar vom Tisch - ohne regelmäßige Internetverbindung kommt die Xbox One jedoch nicht aus. Wer an der Konsole eines Dritten spielt, wird sich sogar einmal pro Stunde einloggen müssen. Microsoft sieht darin allerdings kein Problem. Der Konzern geht davon aus, dass ohnehin jeder Xbox One-Käufer über eine Breitband-Verbindung verfügt, wobei der globale Durschnittswert der Breitbandverbindungen bei 2,9 Mbps lege. Als Empfehlung für die One setzt Microsoft einen Anschluss mit 1,5 Mbps an. Diesen erreiche sie über zwei 802.11n-WLAN-Antennen. Sollte die Einloggfrist abgelaufen sein, können Nutzer der Xbox One angeblich immer noch TV sowie Blu-ray- und DVD-Angebote nutzen.

Microsoft hat eigenen Angaben zufolge gute Gründe für den Onlinezwang. Das seien zum Beispiel die Vorteile der Cloud-Angebote. Auch könne man so überprüfen, ob jemand Spiele ausgeliehen oder verkauft hat. So weist man in einem anderen Blogbeitrag darauf hin, dass Publisher dem Spieler erlauben könnten, bestimmte Titel einem Freund auszuleihen oder direkt weiterzugeben. Dafür fallen zwar keine Gebühren an, allerdings müsse man den Freund mindestes 30 Tage in der Freundesliste haben und darf den Titel auch nur einmal weitergeben. Unklar ist, ob damit eine einzelne Person gemeint ist, oder ob das Spiel überhaupt nur ein einziges Mal weitergeben werden kann.

Microsoft selbst wolle diesen Service jedenfalls bei allen Spielen aus eigenem Hause anbieten. Anderen Publishern stehe es frei, ob diese ihn bereitstellen. Diese sollen auch Gebühren für den Verleih verlangen können, so ihnen der Sinn danach steht. Ein klassischer Verleih über Videotheken und Co sei anfangs nicht vorgesehen - man wolle aber zusammen mit Partnern solche Angebote evaluieren. Grundsätzlich soll es also möglich sein, Spiele auch über Händler weiterzuverkaufen und gebraucht zu erwerben, solange der Publisher des Titels mitmacht.

Bestätigt wurde ebenfalls, dass alle Spiele von Beginn an als Retail- und als Download-Version zur Verfügung stehen. Wie bei Steam wird der Datenträger der Retailfassung jedoch nur einmal benötigt. Danach kann das Spiel bei erneuter Installation auch einfach heruntergeladen werden. Das funktioniere laut MS auch dann noch, wenn man sich auf einer anderen Konsole einloggt. Darüber hinaus sollen sämtliche Familienmitglieder und Bekannte alle auf der Konsole installierten Titel zocken können, ohne sich dafür mit dem eigenen Konto anmelden zu müssen. Laut Microsoft könne man bis zu zehn Familienmitglieder registrieren und diesen die Möglichkeit geben, auf die gemeinsame Bibliothek zuzugreifen.

Bezüglich Kinect gab Microsoft Entwarnung. Der Nutzer entscheide, was Kinect wahrnehme. Wer das System einrichtet, könne frei einstellen, wie gut die Konsole auf einen reagiert. Dazu werde es diverse Privacy-Optionen geben. So könne man unter anderem einstellen, ob sich die Xbox One automatisch einloggt oder man dies jedes Mal manuell machen möchte. Microsoft betont, dass Kinect keine Unterhaltungen aufzeichne oder hochlade und man den Nutzern genau darlegen werde, wie man erfasste Daten verwendet. Schaltet man die Xbox One aus, soll diese lediglich auf einen einzigen Befehl reagieren: Xbox on. Doch auch das könne man deaktivieren. Während man den Kinect-Sensor bei Filmen und normalen Spielen laut Microsoft abstellen kann, funktioniere dies nicht, wenn die gerade laufende Anwendung Kinect verwendet. Generell würden erfasste Informationen - seien es Gesichtsausdrücke, Bilder oder der Puls - nicht ohne Erlaubnis die Konsole verlassen. Solche Daten könnten etwa Fitnesss- oder Pokerspielen verwenden.

Quellen: http://news.xbox.com (1), http://news.xbox.com (2), http://news.xbox.com (3)

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    • Kommentare (307)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hfb Software-Overclocker(in)
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Zitat von Bec00l

        Übrigens kommen bald andere Plattformen an denen man nur über Streams von Servern zocken kann

        Die kommen jedenfalls nicht bis zu mir.

        Falls, und ich betone falls das Cloud-Dingens tatsächlich
        a) funktioniert, b) der erhebliche Mehraufwand bei der Spieleprogrammierung tatsächlich erbracht wird, c) die notwendigen Rechenfarmen tatsächlich aufgestellt werden und d) die Anbindung schnell und stabil genug ist, dann will ich es immer noch nicht.

        Die von dir beschworenen 300000 Server verschwinden zwar nicht, aber die Unterstützung für das Spiel wird abgeschaltet, und schon ist Schluss mit der "Mehrleistung". Und als Sammler, der gute Spiele auch nach Jahrzehnten gern noch mal spielt, ist das ein NoGo für mich.

        Die gute Nachricht:
        Wenn ich mir anschaue, wie wenig Spiele heute GPU-Physx unterstützen, und davon noch die von NVidia gesponserten
        abziehe, dann bleibt nix mehr. Der Aufwand für Cloud-Physik dürfte ähnlich sein, die Multiplattform-Problematik auch, zuzüglich der Kosten für die Rechnerfarmen, also wird das Cloud-Rechnen abseits weniger Microsoft-eigener Vorzeigetitel nie ein Thema werden.

        Abgesehen davon, wenn ich mich recht erinnere, hat der Microsoft-Typ die Cloud-Berechnung mehr als mögliche, potentielle,
        zukünftige Idee skizziert denn als vor der Tür stehende Tatsache.

        Und im Gegensatz zu Freund Stash werte ich Statements und Ankündigungen nicht als Fakten.
        Fakten haben wir erst, wenn die Konsolen auf dem Tisch stehen und durchleuchtet worden sind.

        Zitat von Pas89
        Ich würde mich richtig aufregen wenn ich in 10 Jahren kein Halo mehr spielen könnte, weil ich z.B. auch heute noch mehr oder weniger regelmäßig auf dem SNES spiele.

        So ist es. Ich hatte mir mal vorgenommen, König Nolo (Landstalker, Mega Drive) und Shodan (System Shock, PC) jährlich
        mindestens einmal eins auf die Mütze zu geben, weil das die 2 besten Spiele sind, die ich kenne.
        Romantische Vorstellungen, die ich damals hatte.
        Klappt zeitlich leider nicht, aber irgendwann werde ich die beiden wieder durchspielen. Auch wenn ich in das Modul von Landstalker evtl. eine neue Batterie einlöten muss.

        Zitat von DaStash
        Bei der Wii U komme ich auch nur mit dem Pad in die Systemeinstellungen, ist halt so.

        Falsch, geht auch mit Gamepad oder dem alten Wii Remote.
      • Von hfb Software-Overclocker(in)
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Zitat von Bec00l

        Übrigens kommen bald andere Plattformen an denen man nur über Streams von Servern zocken kann

        Die kommen jedenfalls nicht bis zu mir.

        Falls, und ich betone falls das Cloud-Dingens tatsächlich
        a) funktioniert, b) der erhebliche Mehraufwand bei der Spieleprogrammierung tatsächlich erbracht wird, c) die notwendigen Rechenfarmen tatsächlich aufgestellt werden und d) die Anbindung schnell und stabil genug ist, dann will ich es immer noch nicht.

        Die von dir beschworenen 300000 Server verschwinden zwar nicht, aber die Unterstützung für das Spiel wird abgeschaltet, und schon ist Schluss mit der "Mehrleistung". Und als Sammler, der gute Spiele auch nach Jahrzehnten gern noch mal spielt, ist das ein NoGo für mich.

        Die gute Nachricht:
        Wenn ich mir anschaue, wie wenig Spiele heute GPU-Physx unterstützen, und davon noch die von NVidia gesponserten
        abziehe, dann bleibt nix mehr. Der Aufwand für Cloud-Physik dürfte ähnlich sein, die Multiplattform-Problematik auch, zuzüglich der Kosten für die Rechnerfarmen, also wird das Cloud-Rechnen abseits weniger Microsoft-eigener Vorzeigetitel nie ein Thema werden.

        Abgesehen davon, wenn ich mich recht erinnere, hat der Microsoft-Typ die Cloud-Berechnung mehr als mögliche, potentielle,
        zukünftige Idee skizziert denn als vor der Tür stehende Tatsache.

        Und im Gegensatz zu Freund Stash werte ich Statements und Ankündigungen nicht als Fakten.
        Fakten haben wir erst, wenn die Konsolen auf dem Tisch stehen und durchleuchtet worden sind.

        Zitat von Pas89
        Ich würde mich richtig aufregen wenn ich in 10 Jahren kein Halo mehr spielen könnte, weil ich z.B. auch heute noch mehr oder weniger regelmäßig auf dem SNES spiele.

        So ist es. Ich hatte mir mal vorgenommen, König Nolo (Landstalker, Mega Drive) und Shodan (System Shock, PC) jährlich
        mindestens einmal eins auf die Mütze zu geben, weil das die 2 besten Spiele sind, die ich kenne.
        Romantische Vorstellungen, die ich damals hatte.
        Klappt zeitlich leider nicht, aber irgendwann werde ich die beiden wieder durchspielen. Auch wenn ich in das Modul von Landstalker evtl. eine neue Batterie einlöten muss.

        Zitat von DaStash
        Bei der Wii U komme ich auch nur mit dem Pad in die Systemeinstellungen, ist halt so.

        Falsch, geht auch mit Gamepad oder dem alten Wii Remote.
      • Von Pas89 Software-Overclocker(in)
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Zitat von Nailgun
        Ich investiere doch nicht einen Haufen Kohle in eine Konsole und Games, mit denen ich irgendwann sicher nichts mehr anfangen kann. Dazu spiele ich nämlich viel zu viele Retro-Games-taugliche Spiele.

        Genau das will ich auch nicht. Wenn Spiele auf Server angewiesen sind und die Server abgeschaltet werden wars das und das Spiel ist komplett wertlos. Ich würde mich richtig aufregen wenn ich in 10 Jahren kein Halo mehr spielen könnte, weil ich z.B. auch heute noch mehr oder weniger regelmäßig auf dem SNES spiele.
      • Von Bec00l Software-Overclocker(in)
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Das einzige was ich an der Xbox sehr vermissen werde ist Fable, Halo, Forza, Ryse
      • Von Gast20141208
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Deswegen werde ich auch die PS4 nicht zu Release kaufen, weil ich mal schauen will, was da noch an Blödsinn im ersten Jahr daher kommt.
        Ich investiere doch nicht einen Haufen Kohle in eine Konsole und Games, mit denen ich irgendwann sicher nichts mehr anfangen kann. Dazu spiele ich nämlich viel zu viele Retro-Games-taugliche Spiele.
      • Von Bec00l Software-Overclocker(in)
        AW: Xbox One muss täglich online: Microsoft lüftet Details zu Online-Pflicht, Gebrauchtspielen und Kinect

        Ich liebe es einfach in diesem Forum zu diskutieren
        Klar hast Recht ! Iwann lassen sies bestimmt ^^
        Freu mich auf neue Konsolen und neue Games
      Direkt zum Diskussionsende
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