Wohl doch nicht wegen Geforce Now: WoW-Spieler für 18 Monate gesperrt
Wegen eines Missverständnisses zwischen Nvidia und Blizzard können Blizzard-Spiele entgegen ursprünglicher Erwartung doch nicht mit dem Streaming-Dienst Geforce Now genutzt werden. Ein User tat es trotzdem und wurde für 18 Monate von WoW gebannt. Andere Spieler waren empört, doch es gab wohl einen anderen Grund für die Sperre.
18 Monate Sperre für fünf Minuten Geforce Now? Dieses Strafmaß soll Blizzard kürzlich einem WoW-Spieler aufgebrummt haben. Auf Reddit schlug das Thema hohe Wellen, weil die Aktion doch arg überzogen klingt. Blizzard-Spiele waren bis vor Kurzem noch offizieller Teil des Streaming-Dienstes. Dass dem wegen eines "Missverständnisses" inzwischen nicht mehr so ist, muss man nicht zwangsläufig mitbekommen haben. Und selbst wenn, fragten Spieler, warum gleich zu drakonischen Mitteln greifen? Was soll schon groß passieren, wenn man sich fünf Minuten lang über Geforce Now in World of Warcraft einloggt?
In den Kommentaren gibt "Rogtrain" zu verstehen, dass er kein unbeschriebenes Blatt ist. Vor 13 Jahren, im zarten Alter von 15, soll er Blizzard wegen des nicht ganz legalen Erwerbs von Ingame-Währung aufgefallen sein. Man hatte ihn wegen einer lang zurückliegenden Jugendsünde also schon einmal gesperrt. Könnte Blizzard ihn also schlicht wegen des Wiederholungsfaktors so hart rangenommen haben?
Wohl doch mehr dahinter als gedacht
In einer Stellungnahme von Blizzard liest sich das etwas anders. Während die ursprüngliche Begründung noch etwas schwammig war (Verwendung von Bots oder automatisierter Drittanbieter-Software), legen die Ausführungen des Entwicklers nahe, dass sich "Rogtrain" sehr wohl etwas Ernsthaftes hat zu Schulden kommen lassen. Die Benutzung von Geforce Now hatte mit der Sperre offenbar nichts zu tun - es sei denn, Blizzard würde sie als Bot einstufen.
Mehr zum Thema: Geforce Now: Wegfall der Spiele von Activision Blizzard ist ein "Missverständnis"
"Wir haben unsererseits Nachforschungen durchgeführt und können nach reiflicher Prüfung deines Falls bestätigen, dass die auf deinen Account eingeleiteten Maßnahmen korrekt waren und nicht aufgehoben werden. Diese Maßnahme wurden wegen der Verwendung von Botting-Software auf dem Konto ergriffen." Damit wird sich der Nutzer wohl oder übel noch eine ganze Zeit in Geduld üben müssen. Die "Shadowlands"-Erweiterung hatte er schon in der 75 Euro teuren Epic Edition vorbestellt. Spielen kann er sie nun frühestens im August des Jahres 2021.


In diesem Fall hätte Nvidia alle Blizzardspiele sperren müssen damit genau sowas nicht passiert, was aber anscheinend nicht getan wurde.
wenn der nicht zeitnah entsperrt wird würde ich mir einen anwalt besorgen und das restliche geld/zeitwert (bezahlte monate+addon) mit zinsen zurückfordern.
natuerlich sind die agb rechlich bindend - sie sind halt vertragsklauseln. die agb koennen nur angefochten werden, wenn sie gegen geltendes recht verstossen. da kannst du dir noch so viele anwaelte nehmen und irgendwas fordern, der richter wird dir was pusten! immer wieder lustig, was hier in deutschland fuer eine maer ueber allgemein ungueltige agb verbreitet wird.
Also wer erst so dumm ist und anscheinend auffällig viel Gold gekauft hat (diese Dummheit sei ihm verzeihen mit 15 hab ich Dat auch gemacht) und dann bottet der hats net anders verdient