Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

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Bei Bethesda konnten wir neben The Elder Scrolls Online auch eine Alpha-Version von Wolfenstein auf dem PC anspielen. Der ruppige First-Person-Shooter spielt in einem fiktiven 60er-Jahre-Szenario, in dem die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben.

Wolfenstein: The New Order ist ein reinrassiger Ego-Shooter in einem abgefahrenen Szenario. Das Spiel basiert auf der bereits in Rage verwendeten ID-Tech-5-Engine. Die Nazis haben den Krieg gewonnen und terrorisieren den Rest der Welt mit Superwaffen und Experimenten an lebenden Menschen. Wir schnappen uns das Sturmgewehr und schlagen zurück.

Eins vorweg: Obwohl wir nur eine frühe Version des Shooters spielen konnten, war deutlich zu erkennen, dass an der ID-Tech-5-Engine gearbeitet wurde. Die in Rage erstmals eingesetzte Engine ließ keine der damals auffälligen Schwächen erkennen. Das Textur-Streaming funktionierte einwandfrei, selbst bei schnellen Drehungen konnten wir kein sichtbares Nachladen erkennen. Auch die Auflösung der Mega-Textures ist deutlich höher als noch bei Rage und auch Kompressionsartefakte, die dort vor allem an dunklen Stellen negativ auffielen, sind verschwunden. Technisch macht der Titel bereits jetzt einen sehr überzeugenden Eindruck.

Wolfenstein: The New Order - In Wolfenstein kann man auch behutsam vorgehen

Auch das Gameplay weiß zu gefallen. Zu Beginn der Demo stürmen wir gemeinsam mit Kameraden eine Nazi-Feste, um einen hohen Offizier zu erledigen und so die Schreckensherrschaft zu beenden. Als erstes erklettern wir dazu eine irrsinnig hohe Mauer und nehmen Soldaten unter Beschuss, die uns daran hindern wollen. Als wir beinahe oben angekommen sind rauscht ein amerikanischer Bomber über uns ins Mauerwerk. Eine gigantische Explosion reißt Stücke aus dem Steinbau, wir weichen aus und retten uns in ein offenes Fenster. Kaum sind wir im Inneren, laufen uns weitere Soldaten über den Weg. Wir ducken uns in die Schatten und meucheln die Stahlhelme hinterrücks. Richtig, in Wolfenstein kann man auch behutsam vorgehen, das Spiel lässt uns die Wahl. Für die nächste Schar zücken wir aber wieder das Sturmgewehr, die Feuergefechte machen einfach zu viel Laune. Die Waffen geben ein wunderbar sattes Feedback, die Nazisoldaten reagieren flink und recht intelligent: Sie hechten geschmeidig animiert hinter Deckung und nehmen uns von dort aus unter Beschuss, während ihre Kollegen versuchen uns in die Flanke zu fallen. Geschicktes Ausmanövrieren und flinke Reaktionen sind gefragt, wenn wir uns mit Waffengewalt zur Wehr setzen.

Später kraxeln wir an einem Vorsprung an der Fassade der Festung herum, um unseren Kameraden eine Tür zu öffnen. Der Blick, den uns das Spiel dabei gewährt, ist wirklich eindrucksvoll: tief unter uns liegt der wunderschön ausgeleuchtete Hof der Burg, die dank der Mega-Textures ausgesprochen natürlich wirkt. Unsere Kameraden liefern sich eine Ebene unter uns harte Gefechte mit den Nazis. Etwas später kommen wir in einen weiteren mehrstöckigen Bereich, schalten schleichend ein paar Wachen aus und geben von dort aus mit einen Maschinengewehr Feuerschutz für unseren Trupp. Dabei geht einiges zu Bruch, Geländer zersplittern, Säulen zerbersten und Flaggen zerreißen. Die Umgebung in Wolfenstein ist weit weniger statisch als noch in Rage. Das wissen auch unsere Gegner und zerlegen dünnwandige Deckungen gezielt, wenn wir uns dahinter vor ihren Kugeln retten wollen. Stupide ins Feuer sprintende Gegnermassen wie etwa in Call of Duty muss man nicht befürchten. Meist wird man von kleineren Gruppen aus mehreren Richtungen recht geschickt angegriffen.

Wolfenstein: The New Order - BJ Blaskowitz wird dabei am Kopf verletzt

Wir dringen weiter in die Festung ein und treffen dort auf die ersten Nazi-Experimente: Riesige, gepanzerte Supersoldaten wollen uns ans Leder und müssen Stück für Stück von uns auseinandergenommen werden. Dummerweise erwischt uns unser Auftragsziel so abgelenkt und dreht den Spieß um. Wir werden mitsamt unserem Trupp gefangen. Mit süffisanter Bosheit werden wir vor die Wahl gestellt, welcher von ihnen als erster sterben soll. Kurz darauf werden wir in einer anscheinend aussichtslosen Situation zurückgelassen, können aber mit Hilfe der Überlebenden im letzten Moment fliehen. BJ Blaskowitz, unser Alter Ego, wird dabei am Kopf verletzt und verliert das Bewusstsein.

BJ erwacht mit Amnesie im Hospital. Jahrelang wird er von einer Krankenschwester gesund gepflegt. Doch dann kommen nun deutlich moderner ausgerüstete Soldaten, schließen die Einrichtung und erschießen das Personal, die Krankenschwester wird verschleppt. BJs Instinkte erwachen im letzten Moment, er schnappt sich die stark modernisierte Luger des Mannes, der ihn Sekunden vorher damit töten wollte und zieht los, um Schwester Anya zu retten. Dabei liefert sich ruppige Gefechte mit Truppen der nun wesentlich resistenteren Nazisoldaten. Kurz darauf endet die Demo und hinterlässt vor allem ein Gefühl: Den Wunsch nach mehr!

Wolfenstein: The New Order - Das Spiel ist viel mehr als ein stumpfer Weltkriegs-Shooter

Wenn Bethesda es schafft, das Spiel weiterhin so unterhaltsam zu gestalten, sind wir uns ziemlich sicher, dass hier ein Shooter-Hit auf uns zukommt. Die Technik ist mittlerweile ausgereift, die Shooter-Mechanik hoch befriedigend. Das ganze wird auch noch mit für einen First-Person-Shooter ungewöhnlichen Elementen gewürzt, wie etwa Entscheidungen im Spiel, der Möglichkeit, auch mal auf leisen Sohlen unterwegs zu sein und ist außerdem bombig inszeniert. Das Spiel ist viel mehr als ein stumpfer Weltkriegs-Shooter.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Seeefe Volt-Modder(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        Zitat von Steff456
        Ich fand die vorgestellte spielbare Version nicht so toll, hat mich echt enttäuscht. Grafik und Gameplay waren durchschnitt und die KI war auch nicht die schlaueste (auf einem hohen Schwierigkeitsgrad haben die einfach nur viel Schaden gemacht).

        Ist ja auch eins der wenigen Spiele, wo die Story interessant ist
      • Von Seeefe Volt-Modder(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        Zitat von Steff456
        Ich fand die vorgestellte spielbare Version nicht so toll, hat mich echt enttäuscht. Grafik und Gameplay waren durchschnitt und die KI war auch nicht die schlaueste (auf einem hohen Schwierigkeitsgrad haben die einfach nur viel Schaden gemacht).

        Ist ja auch eins der wenigen Spiele, wo die Story interessant ist
      • Von Steff456 Freizeitschrauber(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        Ich fand die vorgestellte spielbare Version nicht so toll, hat mich echt enttäuscht. Grafik und Gameplay waren durchschnitt und die KI war auch nicht die schlaueste (auf einem hohen Schwierigkeitsgrad haben die einfach nur viel Schaden gemacht).
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        ui ui ui ich freu mich schon
        Sieht vielversprechend aus.
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        Da bin ich mal gespannt.
        Ich freue mich schon auf die englische, unzensierte Version
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        AW: Wolfenstein: The New Order auf der Gamescom - id-Tech-5 ohne die Schwächen aus Rage!

        Nun denn, lassen wir uns überraschen was 2014 daraus wird
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