Wolfenstein 2: The New Colossus auf der E3 gespielt - Ein Held im Rollstuhl
Die erfolgreiche Wolfenstein-Neuauflage geht in die nächste Runde. In Wolfenstein 2: The New Colossus bekommen es B. J. Blazkowicz und seine Freunde mit alten und neuen Gegnern zu tun - diesmal auch in den vom Regime besetzten USA. Wir nahmen den Shooter auf der E3 2017 unter die Lupe.
Mond, Mond, ja, ja - Machine Head serviert uns noch in diesem Jahr einen Nachfolger zum durchgeknallten Wolfenstein-Reboot von 2014. Wolfenstein: The New Colossus heißt er und er steht in Sachen Gewalt und Absurdität dem Vorgänger in wenig nach. Jedenfalls nach dem zu schließen, was wir auf der E3 2017 in Los Angeles sehen und selbst spielen konnten. Bevor wir es vergessen: Technische Basis von Wolfenstein 2 ist die id Tech 6-Engine, der Vorgänger lief noch auf der id Tech 5.
Ab aus dem U-Boot
Natürlich ist B. J. Blazkowicz einmal mehr der Held des in einer Parallelgeschichte spielenden Titels, in dem die Nazis, pardon, die Schergen des Regimes, den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und nun die ganze Welt mit deutschen Tugenden beglücken. Doch zu Beginn des Spiels, dessen PC-Fassung wir auf dem Messestand von Publisher Bethesda ausprobieren dürfen, ist B. J. wenig heldenhaft zumute. Er erwachte just aus einem fünfmonatigen Koma und ist dementsprechend schwach auf den Beinen.
Neben weichen Knien ist B. J. von zahlreichen Narben gezeichnet - warum, wollen die Entwickler erst zum Verkaufsstart verraten. Zum weiteren Nachdenken fehlt uns die Zeit, denn nun erklingen vor unserem Krankenzimmer auf einem U-Boot des Widerstands Schüsse. Ein sterbender Verbündeter reicht uns mit letzter Kraft eine Maschinenpistole und rät uns, so schnell wie möglich das Weite zu suchen - Regimesoldaten hätten das U-Boot gestürmt.
Schusswechsel im Sitzen
Unsere Flucht unternehmen wir in einem Rollstuhl, mit dem wir natürlich keine Leitern hinaufklettern können. Auch Treppen müssen breit genug und dürfen nicht zu steil sein. Wir liefern uns ein paar Schusswechsel mit den Soldaten und treffen auf einen alten Bekannten: Set Roth, der überall im U-Boot Fallen platziert hat, die Eindringlinge zerplatzen lassen. Ob wir sie aktivieren wollen, liegt an uns - wir sollten aber aufpassen, nicht selbst in die tödlichen Strahlen zu rollen.
Weiter geht's in Richtung Oberdeck, diesmal über Laufbänder und - schick inszeniert - in den Maschinenraum, in dem sich riesige Kolben heben und senken. Praktisch, dass sie gerade genug Stellfläche für unseren Rollstuhl lassen, und uns so ein Deck höher hieven. Natürlich lungern auch dort überall Regime-Schergen herum. Sie sprechen wie schon im Vorgänger in lupenreinem, aktzentfreien Deutsch beinahe sympathisch über ihre Alltagssorgen - nehmen uns aber dennoch augenblicklich unter Beschuss, wenn sie uns entdecken.
Haarsträubende Momente
Der Kampf im Rollstuhl ist offen gestanden etwas hakelig, denn wir können uns darin nicht ducken oder um die Ecke lehnen - und besitzen obendrein lediglich 50 Gesundheitspunkte, die wir mit Rüstungs-Pick-Ups immerhin etwas strecken können. Auch Handgranaten, die mehrere Gegner ausschalten, liegen nur äußerst sparsam herum. Zum Glück können wir die Umgebung nutzen, um Regimesoldaten etwa mit einem Schuss auf eine Heißdampfleitung außer Gefecht zu setzen.
Dennoch ertappen wir uns dabei, den mittleren Schwierigkeitsgrad eine Stufe herabzusetzen - immerhin wollen wir das Ende der Demo erreichen. Und beinahe segnet B. J. erneut das Zeitliche, weil ein Rollband auf einen Ventilator zusteuert, dessen Metallblätter Hackfleisch aus seinem geschwächten Körper machen würden. Wir können uns aber noch schnell genug vom Band rollen, auch, wenn wir dabei aus dem Rollstuhl fliegen.
Bildergalerie
Wiedersehen mit Frau Engel
Endlich haben wir den rettenden Aufzug ans Oberdeck erreicht und werden von unserer Frau Anya in die Arme geschlossen - die mit Zwillingen schwanger ist. Das hält sie aber nicht davon ab, noch immer zur Waffe zu greifen und anrückende Regimevertreter wegzublasen. Das war jedoch schon die erfreulichste Nachricht, denn ansonsten laufen die Dinge auf dem Oberdeck nicht so einfach: Alte Bekannte wie Max Hass und Caroline liefern sich einen erbitterten Kampf mit Eliteeinheiten um Frau Engel, sie ziehen aber den Kürzeren.
In der nun folgenden Zwischensequenz stellt sich B. J., um seinen Freunden das Leben zu retten - doch Frau Engel denkt gar nicht daran, ihr Versprechen einzuhalten. Nach langen Spotttiraden greift sie zu einer langstieligen Axt und will damit Caroline enthaupten. Frau Engels fresssüchtige Tochter Sigrun fällt ihr in den Arm, doch statt von ihrem Vorhaben abzulassen, reicht Mutter Engel Sigrun die Axt und fordert sie auf, zuzuschlagen ...
Fazit: Wolfenstein 2
Wolfenstein 2: The New Colossus macht da weiter, wo Teil eins und das Add-on The New Blood aufgehört haben. Harte Action und makabre Momente wechseln sich ab, dass es eine wahre Freude ist. Da bestellt sich ein Regime-Offizier in voller Uniform in einem amerikanischen Diner einen Milchshake, da schimpft unser Mitstreiter Fergus über seine eigenwillige mechanische Hand, da wirft Wyatt vor einem Kampf Acid ein und kniet dann mitten im Schusswechsel nieder, um kunterbunte putzige Tierchen von der Straße aufzulesen.
Technisch spielt The New Colossus ganz vorne mit: Die Spielwelt ist in 4K inszeniert und mit Liebe zum Detail in Szene gesetzt und beleuchtet. Machine Games setzt die 1960er auch akustisch vortrefflich um, wobei wir in der Stimme von Frau Engels Tochter Sigrun den Hauch eines englischen Akzentes wahrgenommen haben. Das mag sich aber in der finalen Version noch ändern. An den Vorgängern gab es schließlich lokalisierungstechnisch absolut nichts auszusetzen - die Umwandlung der Nazis ins Regime verschreibt den Entwicklern die deutsche Gesetzgebung. Nervenstarke Regimegegner sollten bis zum 27. Oktober jedenfalls schon mal ihre Waffen ölen.

Die einzigen, welche ohne Probleme den Import hier spielen können sind die Konsolen.
Den sinn werd ich wohl nie verstehen wieso Konsolen da ausgeschlossen sind.
Das geht mir nicht in Koppe wenn dann gleichberechtigung für alle und nicht die PCler benachteiligen...
Finde das eh langsam nur noch witzig wie sich an den HKs so drann geklammert wird und das vorallem in D also verteufeln wir uns ja selber *kopfschüttel*
Amis und co. haben sich doch auch nicht so obwohl mans da eher verstehe würde wenn die sowas nicht dulden.
Gleichzeitig wird sich dann aber gewundert wieso es soviele Leute einfach aus Netz laden....
Mir gehts ja nicht unbedingt um de Hks aber ich möchte das game einfach in originalton spielen das gibt nochmal ne ganze ecke mehr Atmo.
Naja entweder ich kann irgentwie die Englische Version spielen/aktivieren oder garnicht nochmal tuhe ich mir kein verkrüppeltes WS an.
Hatte ja mal gelesen das der Geolock nach 1 oder 3Monaten ausläuft und man dann auch die US Version ohne ständigen VPN spielen kann.
Weis da eine mehr?
Oder kann man sich geschmeidig die Eng. Version gönnen?
Das suckt gewaltig das rumgeschnippel.
Die einzigen, welche ohne Probleme den Import hier spielen können sind die Konsolen.
Oder kann man sich geschmeidig die Eng. Version gönnen?
Das suckt gewaltig das rumgeschnippel.
Der Kampf im Rollstuhl ist offen gestanden etwas hakelig, denn wir können uns darin nicht ducken oder um die Ecke lehnen
Das Problem bei Treppen ist nicht die Breite oder Steilheit.. das ist eigentlich selbsterklärend.
Wo hingegen ducken oder lehen kein Hindernis darstellt.
Die hätten's auch barrierefrei designen können, mit Rampen neben den Treppen. Rampen haben zudem einen ganz besonderen Spassfaktor, je steiler, breiter und vor allem länger umso besser!
Holzrampen von den niederländischen Dünen runter zum Strand FTW.. und wenn dann die Betonplatten für den Bremsweg zu kurz sind, isses auch egal. Der Sand ist warm und weich
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PS: Warum wird in dem Spiel gegen das Regime gekäpft, so schlimm scheinen die nicht zu sein. Es gibt noch Papa Joe's Diner (nicht Papa Josef's Imbiss) und auch Muslime in schneeweißen Burkhas sind offensichtlich geduldet
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