Neue Technik: Flexible Solarzellen sollen günstig sein und ohne seltenen Erden auskommen

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Neue Technik: Flexible Solarzellen sollen günstig sein und ohne seltenen Erden auskommen
Quelle: Power Roll

Ein neues Paper aus England beschreibt leichte und flexible Solarzellen, die sich angeblich kostengünstig und ohne seltene Erden herstellen lassen. Ein Schwachpunkt ist bislang aber die Lichtausbeute.

Die Verbreitung von Photovoltaikanlagen hat in den vergangenen Jahren zwar deutlich zugenommen, gleichzeitig ist die Forschung zu der Technik aber noch bei Weitem nicht abgeschlossen. Kontinuierlich wird nach Wegen gesucht, die Lichtausbeute zu erhöhen, die Kosten zu reduzieren oder neue Anwendungsmöglichkeiten zu erschließen. Ein vielversprechender Ansatz wurde dabei jüngst in England vorgestellt.

Günstig, leicht und flexibel

Dort forscht das britische Unternehmen Power Roll zusammen mit der University of Sheffield - und gemeinsam wurde nun eine neue Technik demonstriert. Demnach ist es der Kooperation gelungen, eine flexible Solarzelle herzustellen - und das in einem Prozess, der sich angeblich leicht industrialisieren lässt und ohne seltene Erden auskommt.

Technisch handelt es sich dabei um eine Perowskit-Solarzelle, wobei der Kristall auf gerillten Kunststoffbahnen aufgebracht wird. Das soll einerseits niedrige Kosten ermöglichen, und andererseits das Gewicht der Solarzellen reduzieren. Das wiederum soll den Einsatz an Orten ermöglichen, wo normale Solarzellen ungeeignet sind - etwa Bestandsdächer, die keine höheren Traglasten erlauben.

Nachdem ein Unternehmen an der Forschung beteiligt ist, dürfte die mögliche Kommerzialisierung der Technik mehr als nur eine Floskel sein und womöglich nicht in allzu weiter Ferne liegen. Schon jetzt kann die Herstellung angeblich weitgehend im kostengünstigen Rolle-zu-Rolle-Verfahren stattfinden - die Solarzellen werden also gewissermaßen "aufgedruckt".

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Trotzdem ist die Forschung an der Technik offenbar noch nicht abgeschlossen - weitere Experimente sollen im Sommer folgen. Ein offener Punkt ist vermutlich die Effizienz der flexiblen Solarpaneele. Diese ist mit 12,8 Prozent zwar nicht katastrophal, einige Perowskit-Zellen erreichen in Forschungsprojekten hier längst das Doppelte und mehr. Eine Steigerung ist hier aber wohl nicht zwangsläufig notwendig, solange die Produktionskosten entsprechend niedrig sind. Der Ansatz, auf seltene Erden zu verzichten, wirkt diesbezüglich durchaus vielversprechend. Ob und wann Power Roll die neuen, flexiblen Solarzellen in Serie produzieren will, ist bislang aber noch unklar.

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Quelle: University of Sheffield / Power Roll via New Atlas

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