100-kW-Laser aus Deutschland sollen Stahl schneiden, Tunnel bohren und Bergbau revolutionieren

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100-kW-Laser aus Deutschland sollen Stahl schneiden, Tunnel bohren und Bergbau revolutionieren
Quelle: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik

In wenigen Wochen will das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik demonstrieren, wie Hochleistungslaser mit 100 kW Dauerleistung einen neuen "Effizienzschub in der Materialbearbeitung" erreichen wollen.

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) kündigt eine "neue Dimension der Lasertechnik" an - genauer gesagt, die Ära der Multi-Kilowatt-Laser. Wie der kommissarische Leiter des Fraunhofer ILT Dr. Jochen Stollenwerk in der zugehörigen Mitteilung erklärt, werde man auf dem kommenden AKL (International Laser Congress) vom 24. bis 26. April 2026 in Aachen die neuen Leistungsbereiche vorstellen, in denen die Lasertechnik vordringt.

Hochleistungslaser erreichen neue Leistungsdimensionen

Konkret geht es um Ultrakurzpuls-Laser im Multi-Kilowatt-Bereich sowie kontinuierlich strahlende Systeme mit Durchschnittsleistungen von bis zu mehreren hundert Kilowatt, die mit dieser Leistungsklasse neue Anwendungsbereiche eröffnen sollen.

Von der Schwerindustrie bis zur Energiebranche sind demnach einige Optionen möglich; schließlich ermöglichen die neuen Systeme nicht nur schnellere und präzisere Bearbeitung dicker Bleche, sondern werden auch für "bislang unerreichbare Zielmärkte interessant" - etwa für Tunnel- und Tiefbohrungen oder den Bergbau, wie Dr. Stollenwerk weiter ausführt.

Wo die Lasertechnik in neue Dimensionen vorstößt - etwa mit einem Schuss 1.000 Löcher bohrt, pro Minute quadratmeterweise Metall- und Glasfläche funktionalisiert oder zentimeterstarke Stähle präzise schneidet und fügt - wird sie auch in neue Märkte vorstoßen.

Kontaktloses Tunnel- und Tiefbohren - und Potenzial für mehr

In diesem Anwendungsfall können statt mechanischer Bohrköpfe, die sich durch Gestein fräsen und dabei permanent verschleißen, die Kilowatt-Laser dabei helfen, das Gestein zu zertrümmern. Neben Bohr- und Tunnelanwendungen sehen die Fraunhofer-Forscher auch im klassischen Anlagen- und Schiffbau großes Potenzial.

  • Die mehreren hundert Kilowatt Laserleistung ermöglichen laut Dr. Stollenwerk effizienteres Bohren, Schneiden und Fügen von hochfesten Stählen und dicken Blechen.
  • Gleichzeitig könnten infrage kommende Lasersysteme auch in Zukunftsbereichen wie der Kernfusion eine Rolle spielen. Genannt wird unter anderem die Erzeugung hochenergetischer Pulse für künftige Fusionskraftwerke.

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Quelle: Fraunhofer ILT via Interesting Engineering

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Wenn man zu schnell Material abträgt damit, dann kann es zu Stresswellen und Rückstoßeffekten durch die Verdampfung kommen.
        Von thermoelstischen Virbrationen des Kristallgitters muss ebenfalls ausgegangen werden. das Material resoniert ja, je nachdem ob und wie gepulst wird, oder nicht und dadurch können sich ja ganze Gesteinsplatten spontan lösen. Ein zu hoher Energieeintrag führt zu Mikrovibrationen und kann sogar anhängig von der Zeit UV- bis Nahinfrarotstrahlung und geringe Anteile an Röntgenstrahlung freisetzen im Mineral.
        Zudem werden dadurch große Mengen von CO² und SO² freigesetzt.
        Also ganz so einfach ist es nicht.

        All das sollten sie berücksichtigt haben und genau das interessiert mich.

        Edit
        Wers noch nicht erraten hat: Ich bin sowohl Laserschutz- als auch Gefahrstoffbeauftragter in unserem Unternehmen.
        Sicher werden sie sich darum Gedanken machen, wenn Laser für solche Zwecke eingesetzt werden. Da wird auch bestimmt kein Mensch mit Laser in der Hand stehen, sondern das schon entsprechend geeignete/ausgerüstete Roboter in entsprechend gesicherter Arbeitsumgebung ausführen.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Wenn man zu schnell Material abträgt damit, dann kann es zu Stresswellen und Rückstoßeffekten durch die Verdampfung kommen.
        Von thermoelstischen Virbrationen des Kristallgitters muss ebenfalls ausgegangen werden. das Material resoniert ja, je nachdem ob und wie gepulst wird, oder nicht und dadurch können sich ja ganze Gesteinsplatten spontan lösen. Ein zu hoher Energieeintrag führt zu Mikrovibrationen und kann sogar anhängig von der Zeit UV- bis Nahinfrarotstrahlung und geringe Anteile an Röntgenstrahlung freisetzen im Mineral.
        Zudem werden dadurch große Mengen von CO² und SO² freigesetzt.
        Also ganz so einfach ist es nicht.

        All das sollten sie berücksichtigt haben und genau das interessiert mich.

        Edit
        Wers noch nicht erraten hat: Ich bin sowohl Laserschutz- als auch Gefahrstoffbeauftragter in unserem Unternehmen.
        Sicher werden sie sich darum Gedanken machen, wenn Laser für solche Zwecke eingesetzt werden. Da wird auch bestimmt kein Mensch mit Laser in der Hand stehen, sondern das schon entsprechend geeignete/ausgerüstete Roboter in entsprechend gesicherter Arbeitsumgebung ausführen.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Wenn Ihr jetzt eine Diskussion über die Technik der Antike führen möchtet, macht dazu ein neuen Thread im WPW auf!
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Andreas1975
        Alternativ einen Kobold um das ganze weg zu saugen.
        Also da nimmt man einen Heinzelmann:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] .
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Hab ich mich tatsächlich zu sechs offtopic Beiträgen hinreißen lassen?
        4 hier. Du hast gewonnen. Bierrunde geht auf dich. ^^
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Wenn man zu schnell Material abträgt damit, dann kann es zu Stresswellen und Rückstoßeffekten durch die Verdampfung kommen.
        Von thermoelstischen Virbrationen des Kristallgitters muss ebenfalls ausgegangen werden. das Material resoniert ja, je nachdem ob und wie gepulst wird, oder nicht und dadurch können sich ja ganze Gesteinsplatten spontan lösen. Ein zu hoher Energieeintrag führt zu Mikrovibrationen und kann sogar anhängig von der Zeit UV- bis Nahinfrarotstrahlung und geringe Anteile an Röntgenstrahlung freisetzen im Mineral.
        Zudem werden dadurch große Mengen von CO² und SO² freigesetzt.
        Also ganz so einfach ist es nicht.

        All das sollten sie berücksichtigt haben und genau das interessiert mich.

        Edit
        Wers noch nicht erraten hat: Ich bin sowohl Laserschutz- als auch Gefahrstoffbeauftragter in unserem Unternehmen.
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