Kleinstes Nano-OLED: Forscher aus Würzburg mit neuem Weltrekord
Forschern der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist es gelungen, den bislang weltweit kleinsten OLED-Pixel herzustellen. Die Technik könnte unter anderem in Brillen oder Kontaktlinsen angewendet werden. Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenDie OLED-Technik hat es in den letzten Jahren zwar weit gebracht, noch immer sind aber deutliche Verbesserungen möglich. Eine davon betrifft die maximale Auflösung. Denn bislang limitiert hier die Wellenlänge des von den Pixeln ausgesendeten Lichts: Die Bildpunkte müssen ein gutes Stück größer als diese Wellenlänge sein, um effizient zu arbeiten. Forschern der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist es nun aber gelungen, diese Grenze zu durchbrechen - und einen Weltrekord aufzustellen.
Winziger Lichtpunkt
Orangefarbenes Licht liegt grob bei einer Wellenlänge von 595 nm. Das Team um die Professoren Jens Pflaum und Bert Hecht konnte einen entsprechenden Pixel jetzt aber auf einer besonders kompakten Fläche von nur 300 × 300 nm fertigen. Grundsätzlich funktioniert das wie ein normaler OLED-Pixel. Auf diesem wurde aber zusätzlich eine winzige Gold-Antenne aufgebracht, die das Licht effizienter abgibt.
Ebendiese Lichtabgabe erfolgte allerdings vor allem an den Ecken der Antenne. Dadurch entstand eine lokal hohe Energiedichte, die die Goldatome im Betrieb immer weiter verschob. Das würde irgendwann zu einem Kurzschluss führen. Behoben wurde dieses Problem durch eine Isolationsschicht über der Antenne. Dadurch gibt diese ihr Licht über nur noch einen 200 nm breiten Ausschnitt in der Mitte ab, während der Rest isoliert ist. Angeblich waren dadurch schon die ersten so gefertigten Nanopixel unter Raumbedingungen für zwei Wochen funktional.
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Von der Einsatzreife ist der bislang kleinste OLED-Pixel der Welt noch ein gutes Stück entfernt. Angeblich ist er zwar so hell wie ein regulärer OLED-Pixel, die Effizienz liegt bislang aber nur bei einem Prozent. Genau dort wollen die Forscher als Nächstes ansetzen. Gleichzeitig sollen außerdem auch Pixel in anderen Farben hergestellt werden, um bald das gesamte Farbspektrum abzudecken. Dann könnten entsprechende Pixel womöglich bald eingesetzt werden, um beispielsweise Brillen oder sogar Kontaktlinsen zu bestücken und Informationen ins Sichtfeld des Trägers zu projizieren.
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Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg via Heise / Scinexx
Kommentare (2)
Zur Diskussion im Forum-
Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)OLED wurde von Kodak in Japan erfunden, und die Koreaner haben es marktreif gemacht. Erfindungen sind immer dazu da, verbessert zu werden, und das können die Asiaten wirklich gut, dort hat Deutschland Nachholbedarf.Zitat von Khalinor666Ist dann sicherlich mal wieder eine deutsche Erfindung die im Ausland (China) verschwinden wird.
Meistens ist es aber eine Sache des Geldes. Wenn ein reicher Chinese kommt und sagt, er kauft die Erfindung ab, wird sie meistens verkauft. Es gibt so viele Beispiele dafür, dass viele deutsche Firmen und ihre Erfindungen jetzt den Chinesen gehören.
Meistens ist es aber eine Sache des Geldes. Wenn ein reicher Chinese kommt und sagt, er kauft die Erfindung ab, wird sie meistens verkauft. Es gibt so viele Beispiele dafür, dass viele deutsche Firmen und ihre Erfindungen jetzt den Chinesen gehören.