"Herder" ohne Nvidia: Stuttgarter Supercomputer setzt auf AMD Instinct und Epyc

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"Herder" ohne Nvidia: Stuttgarter Supercomputer setzt auf AMD Instinct und Epyc
Quelle: HLRS

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart rüstet auf: Der neue Supercomputer "Herder" wird auf AMD-Prozessoren setzen und soll die Performance des bisherigen Flaggschiffs "Hunter" um das Siebenfache übertreffen.

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) hat Details zu seinem kommenden Supercomputer "Herder" bekannt gegeben. Die neue Anlage wird ohne Nvidia-Komponenten auskommen und setzt stattdessen vollständig auf Technologie von AMD. Ende 2027 soll der neue Supercomputer in Betrieb genommen werden.

Energie und Nachhaltigkeit im Fokus

So wird der Supercomputer Herder auf der HPE-Cray-Supercomputing-GX5000-Plattform basieren, die HPE im November 2025 angekündigt hat. Das System ist der HLRS zufolge so konzipiert, dass es sowohl großangelegte numerische Simulationen als auch KI-Trainingsworkflows und generative KI auf einer einzigen Hardware-Plattform unterstützen soll. Diese Kombination von HPC- und KI-Kapazitäten ermögliche neue Workflows, die numerische Simulation und künstliche Intelligenz "nahtlos miteinander verbinden".

Im Herzen von Herder werden AMD-Instinct-MI430X‑GPUs und AMD-Epyc-Venice-CPUs arbeiten. Die MI430X-GPUs verfügen jeweils über 432 GiB HBM4-Arbeitsspeicher sowie eine Speicherbandbreite von 19,6 TB/s, während das HLRS zu den Venice-CPUs lediglich die 2-Nanometer-Fertigung des Halbleiterunternehmens TSMC erwähnt. Aus diesen Leistungsdaten folgend geht das HLRS davon aus, dass Herder eine Spitzenleistung von mehr als dem Siebenfachen der aktuellen Flaggschiff-Anlage "Hunter" erreichen wird.

Diese massive Leistungssteigerung bringt auch einen deutlich höheren Energieverbrauch mit sich. Deshalb stehen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der Planung von Herder an zentraler Stelle, wie die Forscher weiter ausführen: Das System wird in einem neuen, derzeit im Bau befindlichen Rechenzentrum untergebracht, das mit Nachhaltigkeit als Kernprinzip gestaltet worden sein soll.

  • Das "HLRS III" genannte Gebäude wird von einer neuen Energieanlage begleitet. Diese soll die Abwärme von Herder nutzen und in das Fernwärmenetz des Campus der Universität Stuttgart weitergeleitet werden.
  • Die Wärme versorgt andere Gebäude auf dem Vaihingen-Campus mit Prozesswärme. Dies soll die Heizkosten der Universität senken und ihren Dekarbonisierungszielen entgegenkommen.

Das HLRS erhielt im November 2025 bereits einen Umweltpreis für die Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise bei der Entwicklung von "Powersched", einem dynamischen Energie-Management-System, das die Stromverteilung auf die Knoten automatisch an die laufenden Anwendungen anpasse. Die Finanzierung von Herder erfolgt indes durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Gauss Centre for Supercomputing sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

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    • Kommentare (1)

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      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Sehr gute Entscheidung, nein zum Monopol.
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Sehr gute Entscheidung, nein zum Monopol.
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