SpiNNaker: Forscher der Uni Manchester simulieren das menschliche Hirn mit über einer Million CPU-Kerne
Forscher an der Universität von Manchester haben mit dem SpiNNaker ein neuromorphes System in Betrieb genommen, welches rund ein Prozent des menschlichen Gehirns in Echtzeit simulieren soll. Dafür werden mehr als eine Million CPU-Kerne genutzt.
Mehr als zehn Jahre dauerten Planung und Aufbau. Nun hat die Universität von Manchester erstmals das neuromorphe System, das unter der Bezeichnung SpiNNaker läuft, was kurz für Spiking Neural Network Architecture steht, in Betrieb genommen. Fortan sollen die mehr als eine Million CPU-Kerne in dem System, das die Forscher auch als 106-Maschine bezeichnen - aufgrund der 106 CPU-Kerne - die Funktionsweise vernetzter Neuronen imitieren.
SpiNNaker setzt auf ARM-Prozessoren
Primäre Aufgabe des Systems ist die Erforschung des neuromorphen Rechnens, was auch im Rahmen des Human Brain Project geschieht. Darunter, sowie auch unter die Kategorie neuromorpher Systeme, fallen bereits die unlängst betriebenen BrainScaleS-Systeme der Universität Heidelberg und des Kirchhoff-Instituts für Physik, in denen jeweils sogar vollständige Wafer verbaut sind.
Die gibt es im SpiNNaker nicht. Stattdessen sollen vernetzte Neuronen mittels ARM-Prozessoren simuliert werden. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ARM-Mitentwickler Prof. Steven Furber federführend bei dem Projekt der Uni Manchester war und ist. 57.600 Prozessorchips wurden in dem System verbaut. Jeder Chip beinhaltet 18 Rechenkerne vom Typ ARM968 sowie einen Netzwerk-Interconnect mit sechs Ports. Für das neuromorphe Rechnen werden letztlich nur 16 Kerne genutzt. Die restlichen zwei Kerne dienen als Reserve beziehungsweise der Systemverwaltung. 1,0368 Millionen Kerne sind es in Summe, 921.600 davon kümmern sich um die Hauptaufgabe des Systems. In Sachen Arbeitsspeicher gibt es insgesamt 7 TiByte, wobei je 128 MiByte DRAM auf jeweils einen Zusatzchip, die im gleichen Prozessorgehäuse wie die Prozessoren verbaut sind, entfallen.
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Das vollständige System mit einer Leistungsaufnahme von 90 Kilowatt setzt sich aus insgesamt 10 Racks zusammen. In jedem Rack stecken 5-Sub-Gehäuse mit je 24 SpiNN-5-Karten. Die enthalten wiederum 48 SpiNNaker- sowie zusätzlich FPGA-Chips die zur Ein- und Ausgabe genutzt werden. Insgesamt streben die Forscher mit der Hardware die Simulation in der Größenordnung von einem Prozent des menschlichen Gehirns und damit einer Milliarde Neuronen in Echtzeit an.
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Neuronale Netzwerke sind halt einfach nicht vergleichbar mit herkömmlicher Computerhardware, weswegen die Vergleiche immer ziemlich nichtssagend sind.
das heißt, noch 99 von den Dingern für 100%
http://extreme.pcgameshardware.de/attachment.php?attachmentid=1019071&stc=1
70 Jahre Eniac: Der erste elektronische Universalcomputer - SPIEGEL ONLINE
Der ENIAC (27 Tonnen, 150 000 Watt Verbrauch) schaffte 5000 Rechenoperationen in der Sekunde, ein Smartphone aus 2016 schaffte als der Bericht geschrieben wurde schon 30 000 000 000 Rechenoperationen in der Sekunde.
Neuronale Netzwerke sind halt einfach nicht vergleichbar mit herkömmlicher Computerhardware, weswegen die Vergleiche immer ziemlich nichtssagend sind.
Für einen Menschen ist es sehr einfach, eine Treppe hinauf oder hinunter zu gehen. Ein Roboter tut sich bei sowas extrem schwer.
Ebenso kann der Mensch Situationen schnell einschätzen und entsprechend reagieren. Ein Computer muss dazu erst mal eine Menge Daten verarbeiten und macht am Ende dann was anderes.
Interessant ist viel mehr, dass das menschliche Gehirn bei einer sehr geringen Leistungsaufnahme sehr gut arbeitet. Ein Computer braucht deutlich mehr Energie.