Flexible Solarzellen: Perowskit-Beschichtung könnte Autos und Smartphones ergänzen

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Flexible Solarzellen: Perowskit-Beschichtung könnte Autos und Smartphones ergänzen
Quelle: Martin Small via University of Oxford

In Oxford arbeiten Forscher an einer dünnen und flexiblen Solarzellen-Schicht aus Perowskit, mit der man verschiedene Objekte ausstatten könnte. Genannt werden Hausdächer, Smartphones und Autos.

Für die Energiewende sind Photovoltaik-Anlagen ein wichtiger Baustein. Laut dem Statistischen Bundesamt waren diese im vergangenen Jahr bereits für knapp 12 Prozent der deutschen Stromerzeugung verantwortlich. Um komplett von fossilen Energieträgern abzukommen, ist aber noch ein deutlich stärkerer Ausbau nötig - und vor einem ähnlichen Problem stehen auch viele andere Länder. Dabei helfen könnten Solarzellen mit höherer Effizienz, die bei selber Bestrahlung mehr Strom erzeugen können.

Schicht statt Panel

Das könnte durch eine Abkehr von den bisherigen Silizumzellen erfolgen - die Forschung konzentriert sich derzeit insbesondere auf Solarpanels aus Perowskit. Passend dazu hat die Oxford-Universität nun die Arbeit an einer neuen Beschichtung aus ebendiesem Material verkündet: Eine nur 1 µm dicke und gleichzeitig flexible Oberfläche soll die Perowskit-Solarzelle enthalten und sich dabei sozusagen als Lack eignen. Während Solarenergie bisher durch große Panels gewonnen wird, könnte die neue Beschichtung laut dem Postdoc Junke Wang dabei den Einsatz auf verschiedenen Objekten wie Autos, Smartphones oder direkt auf Dachziegeln ermöglichen.

"We can envisage perovskite coatings being applied to broader types of surface to generate cheap solar power, such as the roof of cars and buildings and even the backs of mobile phones."

"Wir können uns vorstellen, dass Perowskit-Beschichtungen auf weiteren Oberflächen angebracht werden, um billigen Solarstrom zu erzeugen, z. B. auf dem Dach von Autos und Gebäuden und sogar auf der Rückseite von Mobiltelefonen."

Das könnte wiederum die Abhängigkeit von Solarfarmen und damit den Flächenverbrauch durch ebendiese verringern. Die Effizienz der Beschichtung kann sich dabei angeblich sehen lassen: Während sie vor fünf Jahren nur bei fünf Prozent lag, erreichen die Forscher aktuell 27 Prozent. Gleichzeitig wird eine Verbesserung auf 45 Prozent und mehr für möglich gehalten, auch wenn es bis dahin wohl noch ein weiter Weg ist. Zum Vergleich: Aktuelle Silizium-Solarzellen kommen laut dem Bericht der Universität in Oxford nur auf eine Effizienz von 22 Prozent - und mit 150 µm sind sie zugleich deutlich dicker.

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Parallel zu der Erfolgsmeldung spricht die Universität zwar davon, dass in einer Fabrik in Brandenburg derzeit die Produktion von Perowskit-Solarzellen anläuft. Damit dürfte die hier genannte Beschichtung aber noch nicht gemeint sein. Zwar gibt es angeblich durchaus kommerzielles Potenzial für die Technik, und auch die Produktionskosten sollen niedrig sein. Es fehlt aber eine konkrete Produktankündigung. Vermutlich ist zuvor weitere Forschung notwendig, um beispielsweise die Ausbeute oder die Haltbarkeit zu erhöhen.

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Quelle: University of Oxford via Techspot

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fire2002de Software-Overclocker(in)
        Selbst wenn nur 10% (von der gesamten akku Kapazität) die Woche dabei rauskommen sollten, würde 90%der Pkws damit entspannt fahren können. Zumal es ja immer Strom generiert. Selbst wenn das Auto fährt. Selbst mein arbeitsweg wäre dann für lau 😃👌🏼 Interessant wäre was partisch rauskommt. Na mal abwarten
      • Von fire2002de Software-Overclocker(in)
        Selbst wenn nur 10% (von der gesamten akku Kapazität) die Woche dabei rauskommen sollten, würde 90%der Pkws damit entspannt fahren können. Zumal es ja immer Strom generiert. Selbst wenn das Auto fährt. Selbst mein arbeitsweg wäre dann für lau 😃👌🏼 Interessant wäre was partisch rauskommt. Na mal abwarten
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Führen Steinschläge dann zu Kurzschlüssen und höheren Versicherungsbeiträgen?
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Genannt werden Hausdächer, Smartphones und Autos.
        Das Phone stundenlang in die Sonne legen, wer macht das und wenn ja, warum?
        Und was wurde aus diesem mit Solarzellen/-material tapezierten Auto, dessen Name ich natürlich mittlerweile, da man es ja nirgends gesehen hatte, vergessen habe?

        Zitat

        Die Effizienz der Beschichtung kann sich dabei angeblich sehen lassen: Während sie vor fünf Jahren nur bei fünf Prozent lag, erreichen die Forscher aktuell 27 Prozent. Gleichzeitig wird eine Verbesserung auf 45 Prozent und mehr für möglich gehalten, auch wenn es bis dahin wohl noch ein weiter Weg ist. Zum Vergleich: Aktuelle Silizium-Solarzellen kommen laut dem Bericht der Universität in Oxford nur auf eine Effizienz von 22 Prozent
        Auch eine Verdoppelung von nichts ist nichts, bezogen auf die Fläche und den Verbrauch.

        Was ist z. B. mit der gammeligen Solar-Powerbank mit einer Fläche Solarzellen? Wenn eine mit 10 Ah einen Monat oder so ähnlich für eine Ladung braucht, ist das völliger Schwachsinn, wird aber leider hergestellt - und sogar gekauft.

        Zitat von Aeshma-Deva
        Ich vermute einmal, dass auch dieses Produkt nicht erscheinen wird, da dann ja E-Tankstellen obsolet werden.
        Mit "2%" (da wird ja wohl nichts von Relevanz herauskommen) Ladung am Tag wird gar nichts überflüssig.
      • Von Aeshma-Deva Freizeitschrauber(in)
        Soetwas hab ich schon vor 15 Jahren gelesen und bisher ist nichts am Markt erschienen. Allerdings war damals nicht die Rede von einer "Solarzellenschicht" sondern einfach von einer Beschichtung, welche Strom für Fahrzeuge produzieren soll.

        Ich vermute einmal, dass auch dieses Produkt nicht erscheinen wird, da dann ja E-Tankstellen obsolet werden. Das sehe ich in den nächsten 20 Jahren nicht. Die Industrie monopolisiert sich zusehends, daher ist es unwahrscheinlich, dass man dies zulässt.

        Maximal kann man damit an einem Tag ein paar Kilometer zusätzlich fahren, aber das wars dann schon.
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