Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

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Eine Theorie bringt Augenzittern mit Wahrnehmungsunterschieden in Verbindung.
Quelle: PC Games

Es ist eine seit vielen Jahren von Spielern geführte und vermutlich nie endende Diskussion: welche Bildrate ist für Spiele oder auch Filme ausreichend für eine flüssige Wahrnehmung und warum ist das so? Ein Microsoft-Forscher aus der Advanced Technology Group macht in seiner Theorie natürliches Zittern des menschlichen Auges dafür verantwortlich.

Simon Cooke von der Advanced Technology Group bei Microsoft möchte mit einem Blogbeitrag die Debate darüber, warum Filme mit 48 Bildern pro Sekunde seltsam und Spiele mit 60 Fps besser aussehen, "ein für alle Mal beenden". Er setzt als grundlegenden Fakt voraus, dass Menschen Bildraten oberhalb von 24 Fps erkennen können, auch wenn das "viele Leute im Internet" bestreiten würden. Dann sei die nächste Frage, warum Filme mit 48 Fps "wie ein Video" und mit 24 Fps eher "träumerisch" und "filmisch" aussehen oder warum Spiele mit 60 Hz realistischer wirken als bei 30 Hz.

Die Antwort darauf liegt laut Cooke in zwei Dingen verborgen: kleinen Zitterbewegungen des menschlichen Auges und der Aufteilungen der Lichtrezeptoren der Retina in einen zentralen und einen umgebenden Bereich. Die Zitterbewegungen der Augen liegen laut wissenschaftlicher Literatur zwischen 70 und 103 Hz, durchschnittlich bei 83,68 Hz. Zusammen mit der Aufteilung der Rezeptoren in zwei Bereiche, die eine gute Kantenerkennung erlauben, soll so laut Cook eine doppelt so hohe Auflösung erkannt werden als ohne Zitterbewegungen. Das sei ein Phänomen, das auch als "Super Resolution" aus optischen Berechnungen mit Computern bekannt sei.

Doch das sei nur möglich, wenn die Bilder eines Films mindestens halb so oft wechseln wie die tatsächliche "Zitterrate" der Augen, also durchschnittlich mit mehr als 41 Hz. Darunter würde das Auge das gleiche Bild zwei Mal erkennen und das sorge dann für den "traumähnlichen" Effekt bei normalen Filmen und auch bei Spielen mit 30 Bildern pro Sekunde. Die ausführlichen Erklärungen der Effekte finden Sie unter dem Quellenlink, doch im Internet wird beispielsweise bei Slashdot heftig über diese Theorie und die dafür aufgeführten Belege diskutiert. Das Thema dürfte also auch weiterhin nicht "beendet" sein und auch Cooke selbst gibt zu, dass manches nur Spekulation ist, solange keine Experimente dazu durchgeführt werden.

Quelle: AccidentalScientist, Slashdot

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von timosu Schraubenverwechsler(in)
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        Zitat von Z3R0B4NG
        Diese Anleitung: Convert videos to 60fps (Updated 27 Sep 2014) | Spirton
        erklärt wie man .mkv Dateien auf 60FPS aufwerten kann.

        Das Beispiel hier zeigt wie der unterschied aussieht (rechtsklick > speichern unter):

        http://www.spirton.com/up...
        http://www.spirton.com/up...

        leider ist das neu encoden doch sehr zeitaufwändig und CPU lastig, sonst würde ich alles nur noch so schauen wollen.
        (ich finde es aber erstaunlich wie einfach die zusätzlichen frames berechnet werden können, obwohl diese niemals aufgenommen wurden.)

        //edit:

        habe gerade nochmal gegoogled,

        SmoothVideo Project (SVP) - motion estimated frame interpolation with any video player and frame doubling in real-time

        die Erlösung! bye bye < 30FPS videos!

        das tool macht's im Media Player Classic "on the fly", kein langes manuelles umcodieren mehr, das ding berechnet alles auf der GPU während man anschaut und zack 60+ FPS (bei mir sogar 120 FPS weil 144Hz Monitor, das macht aber echt keinen Unterschied mehr zu 60.)
        ist ja der wahnsinn das klappt ja... auf nie mehr wiedersehen 30fps ... danke Z3ROB4NG
      • Von timosu Schraubenverwechsler(in)
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        Zitat von Z3R0B4NG
        Diese Anleitung: Convert videos to 60fps (Updated 27 Sep 2014) | Spirton
        erklärt wie man .mkv Dateien auf 60FPS aufwerten kann.

        Das Beispiel hier zeigt wie der unterschied aussieht (rechtsklick > speichern unter):

        http://www.spirton.com/up...
        http://www.spirton.com/up...

        leider ist das neu encoden doch sehr zeitaufwändig und CPU lastig, sonst würde ich alles nur noch so schauen wollen.
        (ich finde es aber erstaunlich wie einfach die zusätzlichen frames berechnet werden können, obwohl diese niemals aufgenommen wurden.)

        //edit:

        habe gerade nochmal gegoogled,

        SmoothVideo Project (SVP) - motion estimated frame interpolation with any video player and frame doubling in real-time

        die Erlösung! bye bye < 30FPS videos!

        das tool macht's im Media Player Classic "on the fly", kein langes manuelles umcodieren mehr, das ding berechnet alles auf der GPU während man anschaut und zack 60+ FPS (bei mir sogar 120 FPS weil 144Hz Monitor, das macht aber echt keinen Unterschied mehr zu 60.)
        ist ja der wahnsinn das klappt ja... auf nie mehr wiedersehen 30fps ... danke Z3ROB4NG
      • Von Do Berek
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        Hatte Probleme,jetzt gelöst.
      • Von Z3R0B4NG Software-Overclocker(in)
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        habe festgestellt das mit 1080P und 120FPS das ganze dann doch ganz schön ins stocken gerät.
        also bei 120 / 144Hz TFTs am besten "Target frame rate" auf "To screen refresh rate /2" einstellen, dann sollte es mit ca 60FPS laufen, egal ob man jetzt 24 oder 25FPS material anschaut.

        Artefakte habe ich inzwischen auch ein paar gesehen, aber das scheint eher die Ausnahme zu sein.

        zudem scheint das ding doch eher CPU lastig zu sein, mein Core i5 2500K @ 4,6GHz ist jedenfalls gut ausgelastet ( 50% - 85% load) und ich darf auch den Lüfter auf 12 volt schalten sonst wird er zu warm.
        Die GTX980 hingegen dümpelt so bei 12% load rum. Ist das bei euch auch so?
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        Zitat von Z3R0B4NG
        edit:

        habe gerade nochmal gegoogled,

        SmoothVideo Project (SVP) - motion estimated frame interpolation with any video player and frame doubling in real-time

        die Erlösung! bye bye < 30FPS videos!

        das tool macht's im Media Player Classic "on the fly", kein langes manuelles umcodieren mehr, das ding berechnet alles auf der GPU während man anschaut und zack 60+ FPS (bei mir sogar 120 FPS weil 144Hz Monitor, das macht aber echt keinen Unterschied mehr zu 60.)
        Ich sag mal so: "Erste Sahne, der Tipp"

        Und man kann es jederzeit nach Belieben ein- und ausschalten. Top.

        Edit: OK, die Technik hat scheinbar noch so ihre Grenzen. Bei schnellen Bewegungen kann es schon mal zu leichten Artefakten um die sich bewegenden Objekte kommen.
      • Von Icchan Kabelverknoter(in)
        AW: Bildrate bei Filmen und Spielen: Theorie macht Augen-Zittern für Wahrnehmungsunterschiede verantwortlich

        interessante Sache das ganze..
        grad mal ein paar Sachen probe geschaut.

        macht einen spitzen Eindruck.. nur halt kein "kino"-Feeling mehr..
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