Neue Forschung: Mit Lithium-Injektion zu länger haltenden Akkus
Ein Forschungsteam aus China hat eine neue Methode vorgestellt, mit der die Lebensdauer von Akkus verlängert werden soll. Bei der Forschung handelt es sich gewissermaßen um eine Auffrischung des Akkus durch eine neue Injektion an Lithium.
Grundsätzlich verlieren Lithium-Ionen-Akkus mit der Zeit an Leistung. Durch das Wachstum der sogenannten "Solid Electrolyte Interphase" (SEI) auf der Anode werden Teile des Lithiums im Akku chemisch gebunden oder inaktiv, sodass diese nicht mehr für den Energiefluss zur Verfügung stehen - die Folge ist eine kürzere Laufzeit und reduzierte Kapazität.
Ein chinesisches Forschungsteam hat nun eine Methode vorgestellt, die es ermöglicht, die Kapazität von alternden Lithium-Ionen-Akkus zumindest teilweise wiederherzustellen. Der Ansatz basiert auf der gezielten Injektion von frischem Lithium in den Akku und soll dazu beitragen, die Lebensdauer des Energiespeichers zu verlängern.
Durch die Injektion des "frischen" Lithiums soll der durch Alterung entstandene Verlust an aktivem Lithium ausgeglichen werden und hiermit die chemischen Prozesse im Inneren der Batterie wieder stabilisiert werden. In Labortests konnte durch diese Methode die Kapazität "einer stark degradierten Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie, die 15 % ihrer Ladung verloren hatte, nahezu vollständig" wiederhergestellt werden. Die Forscher gehen davon aus, dass sich so die Lebensdauer der Batterie auf bis zu 60.000 Ladezyklen verlängern lässt.
Die Wiederherstellung von Batteriekapazität durch Lithium-Injektion hat mehrere nachvollziehbare Anwendungsszenarien: Geräte wie Smartphones, Laptops oder Elektrofahrzeuge könnten länger genutzt werden, ohne dass ein Austausch des Akkus erforderlich ist. Der Bedarf an neuen Batterien könnte zudem reduziert werden, was den Abbau von Rohstoffen verringert. Allerdings gibt es noch offene Fragen und Herausforderungen zu bewältigen. So ist unklar, ob der Prozess auf industrieller Ebene effizient umgesetzt werden kann. Daneben fehlt auch die Feststellung, ob die Technik für alle Arten Lithium-Ionen-Batterien geeignet ist oder sich nur für bestimmte Bauweisen anbietet.

Und da soll man dann vertrauen in ein (möglicherweise gebrauchtes) e-auto haben...
Und da soll man dann vertrauen in ein (möglicherweise gebrauchtes) e-auto haben...
Die Prozedur kommt von der Tätigkeit her einen Akku tausch gleich, da der Akku ja ausgebaut und eventuell zerlegt werden muss. Bei der Arbeit nimmt man dann doch lieber gleich einen neuen... Für stationäre Akkus könnte ich mir solche Reaktivierten Akkus noch vorstellen.