3D-Drucker: "Terminator-Drucker" nutzt flüssige Metalle
3D-Drucker stehen kurz davor, auch für Heimanwender günstig genug zu werden, um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen. Forscher in den USA haben die Technik nun jedoch schon weiterentwickelt. Ihr 3D-Drucker verwendet kein Kunststoff, sondern flüssiges Metall.
Die Forscher der North Carolina State University haben einen 3D-Drucker entwickelt, der eine bei Raumtemperatur flüssige Metalllegierung statt dem üblichen Kunststoff verwendet. "Es ist schwer, Strukturen mit Flüssigkeiten herzustellen, da diese gerne größere Zusammenschlüsse formen. Aber wir haben eine flüssige Metalllegierung gefunden, die bei Raumtemperatur mit dem Luftsauerstoff reagiert und eine Haut bildet, die es erlaubt, die Form zu erhalten", so Dr. Michael Dickey.
Besonderen Wert legt er darauf, dass der Student Collin Ladd für dieses Projekt unersetzlich gewesen sei, da er dabei geholfen habe, das Konzept zu entwickelt und buchstäblich Teile der Technik aus Resten zusammengesetzt habe. Neben dem Drucken mit einzelnen Metall-Tropfen haben die Forscher auch eine Möglichkeit gefunden, das Metall in eine Plastikform zu spritzen, die dann aufgelöst wird und das Flüssigmetall trotzdem seine Struktur behält. Das untenstehende Video zeigt den Druckprozess mit Flüssigmetall.
Quelle: NC State University



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Vielleicht könnte man auf den Lamellen von Luftkühlern so mini-Heatpipes aufdrucken, die die Wärme besser verteilen. (Sinnvoll: Fraglich. Interessant: Imo schon.)
Wenn man von bodennahen Gegnern ausgeht (und das 1.OG in einem 200m entfernten Haus hat keinen großartig anderen Winkel als ein 2m Mann in 5m Entfernung), dann ist die nicht-runde Version defnitiv im Vorteil und ein wirklichen Nachteil hat sie nur bei ~90° zu den Flächen, also z.B. im 1.OG wenn der Panzer gerade unter dem Haus vorbei fährt (sich dann aber noch mit einem bzw. mehreren 60t Fahrzeug und vermutlich einem ganzen Infanteriezug anzulegen erfordert aber etwas mehr Mut
Zumal "sehr stabil" sich hier bei der Kosten/Nutzen-Rechnung mit gesinterten Metallen vergleichen lassen muss. Und dass du deine Schutzschicht so dick bekommst, dass überhaupt nenneswerte mechanische Belastungen möglich sind, muss sich auch erstmal zeigen. Ein weiteres Problem sehe ich bei Hohlkörpern. Derartige Fertigungsprozesse sind ja vor allem für komplexe Formen interessant, bei denen man aber nicht so ohne weiteres alle Oberflächen mit "Bestäubung" nachbehandeln kann.
Welche Formen kann man mit einem Drucker erreichen, die man nicht sintern kann? Bei Panzerungen sehe ich da kein Bedarf und suboptimal ist die Formgebung mit Keramik i.d.R. auch nicht.
Bezüglich "erreichen können": Vermutlich könnte man sie mit entsprechendem Aufwand auch so erreichen. Aber vermutlich ist das zu teuer - jedenfalls bestehen so ziemlich alle Panzerfahrzeuge mit Verbundpanzerung aus einfachen, prismatischen Flächen, was Schuzttechnisch ziemliche Verschwendung ist (die Kanten sind übermäßig stark geschützt, die Mitte der Flächen deutlich schwächer, ein unentdeckter Feind kann warten/seine Position so anpassen, dass größere Teile potentieller Trefferflächen rechtwinklig zu ihm ausgerichtet sind). Kurz vor Einführung derartiger Panzerungen gab es dagegen eine Reihe von Fahrzeugen (gerade bei den Sowjets), die größere Teile in runde Formen gegossen haben (=> das Fahrzeug besteht aus wirklich jeder Richtung primär aus geneigten Flächen, die Panzerungsstärke lässt sich optimal verteilen).
Beides zu kombinieren sollte sich eigentlich lohnen. Aber es erfordert eine Möglichkeit, unbiegbare Materialien in den gewünschten Rundungen zu fertigen.
Wenn man einen Weg findet das Metall zu härten, dann könnte das wirklich interessant werden. Eventuell könnte man das Material nachträglich erwärmen bis das Flüssigmetall nicht mehr (chemisch, nicht mechanisch) stabil ist und in mechanisch stabilere Phasen umgewandelt wird.
Ich wüsste von keinem Metall, dass verschiedene feste Zustände hat, egal unter welchen Bedingungen.
Und Geld müsste damit doch eigentlich auch zu machen sein, wenn man bedenkt, dass das Militär seit Jahrzehnten vor der Frage steht "suboptimale Formen mit Keramik-Verbund-Panzerung oder optimale Formen mit Stahl?"
Welche Formen kann man mit einem Drucker erreichen, die man nicht sintern kann? Bei Panzerungen sehe ich da kein Bedarf und suboptimal ist die Formgebung mit Keramik i.d.R. auch nicht.
@ topic:
Wenn man einen Weg findet das Metall zu härten, dann könnte das wirklich interessant werden. Eventuell könnte man das Material nachträglich erwärmen bis das Flüssigmetall nicht mehr (chemisch, nicht mechanisch) stabil ist und in mechanisch stabilere Phasen umgewandelt wird.