Tesla: Autopilot-Beta nur für Nutzer mit vorbildlichem Fahrverhalten

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Tesla: Autopilot-Beta nur für Nutzer mit vorbildlichem Fahrverhalten
Quelle: Tesla Motors

Die Beta von Teslas Full-Self-Driving-Software soll laut Elon Musk nur für vorbildliche Fahrer zur Verfügung stehen. Die Vorabversion wird Nutzern demnach nur dann angeboten, wenn der von Tesla implementierte Versicherungsrechner sieben Tage infolge ein tadelloses Fahrverhalten feststellt.

Serienmäßig werden alle Tesla-Fahrzeuge mit einem Fahrassistenzsystem namens Autopilot ausgestattet, das aber noch keinen wirklichen Autopilot darstellt. Nutzer müssen sich bei der Fahrt stets bereit halten, um im Notfall selbst die Kontrolle zu übernehmen. Langfristig soll das aber natürlich nicht mehr notwendig sein, deshalb werden der Autopilot und die darauf aufbauende, kostenpflichtige Full-Self-Driving-Software (FSD) stetig weiterentwickelt.

FSD-Beta setzt guten Fahrstil voraus

Passend dazu hat Tesla diese Woche die Beta-Version 10.0.1 der Full-Self-Driving-Software veröffentlicht. Diese soll dabei aber nicht für alle Nutzer zur Verfügung stehen. Laut Elon Musk wird der Zugang zur Beta stattdessen an das Fahrverhalten der Nutzer geknüpft. Dieses überwachen Tesla-Autos mit dem Tesla Insurance Calculator, dessen Ergebnis auch für Teslas Fahrzeugversicherung in Kalifornien zum Einsatz kommt. Nur wenn die Berechnung hier für sieben Tage ein gutes Fahrverhalten feststellt, können Nutzer die neue FSD-Beta ausprobieren.

"Wenn das Fahrverhalten 7 Tage lang einwandfrei ist, wird der Beta-Zugang gewährt."

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Hintergrund dürfte sein, dass auch die neue Version des Fahrassistenzsystems immer noch fehleranfällig ist und es somit zu Problemen kommen könnte. Vorsichtige Fahrer, die auf den "Autopilot" aufpassen, können durch ein schnelles Eingreifen wohl eher einen Unfall und damit schlechte Presse vermeiden. Andererseits dürfte die Bewertung des Insurance-Calculators auch recht leicht zu überlisten sein, wenn sie wirklich nur sieben Tage zurückreicht.

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Laut dem Reddit-Nutzer Callump01, der den Rechner per Reverse Engineering untersucht hat, schätzt dieser anhand einiger Parameter die Aggressivität des Fahrverhaltens ein. Ausgewertet wird beispielsweise, wie oft die Schutz- und Warnsysteme des Autos eingreifen, und wie oft und stark der Fahrer bremst und beschleunigt.

Quelle: Golem

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Klar funktioniert das nicht von heute auf morgen. So lange solche Fahrzeuge nicht von der Masse bezahlbar sind gibt es für die Firmen kaum einen Grund viel Geld in den Fortschritt zu investieren und genau hier hat Tesla angesetzt. Das Straßennetz wird in Zukunft mit Sicherheit auch darauf hin optimiert um es für die Technik einfacher zu machen. Wie gesagt, eine Evolution in der Mobilität passiert nicht mal eben in ein paar Jahren.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Klar funktioniert das nicht von heute auf morgen. So lange solche Fahrzeuge nicht von der Masse bezahlbar sind gibt es für die Firmen kaum einen Grund viel Geld in den Fortschritt zu investieren und genau hier hat Tesla angesetzt. Das Straßennetz wird in Zukunft mit Sicherheit auch darauf hin optimiert um es für die Technik einfacher zu machen. Wie gesagt, eine Evolution in der Mobilität passiert nicht mal eben in ein paar Jahren.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Das einzige, was man bei Tesla in Sachen automatisiertem Fahren bislang groß abkupfern könnte, sind vollmundige Versprechen ohne Risikobewusstsein. Ich will zwar nicht behaupten, dass die anderen einen Vorsprung hätten, aber je nach Generation lag in den letzten Jahren mal Tesla und mal ein anderer bei der Wahrnehmung von Verkehrsumgebungen vor. Aber alle haben eins gemeinsam: Ihre Systeme funktionieren nur unter Bedingungen weitestgehend fehlerfrei, unter denen auch fünfjährige Kinder oder Schimpansen Auto fahren können. Und wenn man einen Bogen von den ersten Selbststeurungssystemen der 60er über die Mercedesexperimente der 90er und die DARPA-Ergebnisse der 0er zum heutigen Niveau schlägt, dann zeichnet sich ab, dass es noch ettliche Jahrzehnte bis zu so etwas wie echter Autonomie dauern wird.

        PROMETHEUS konnte Mitte der 90er bis Tempo 130 autonom im Verkehr auf der Autobahn mitschwimmen, musste aber sicherheitshalber ständig überwacht werden. Heute können Tesla und andere ... autonom im Verkehr auf der Autobahn mitschimmen, müssen aber sicherheitshalber ständig überwacht werden. Die damals limitierende, ganze Kofferräume (und kurz zuvor noch einen ganzen Lieferwagen) füllende Technik ist heute bezahlbar und Teil der normalen Bordelektronik, aber wir haben weiterhin nichts, was auch nur annähernd mit dem menschlichen Sehvermögen, insbesondere der menschlichen Bildauswertung mithalten kann. Stattdessen sind jetzt selbst deutsche Hersteller für allgemeine/niedrigere Tempolimits, um die Anforderungen zu senken, lehnen aber selbst dann weiterhin jegliche Haftung ab.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Pioniere können es halt nicht jedem Recht machen. Irgendwer muss aber mal anfangen wovon auch andere Hersteller profitieren werden. Die werden sicher nicht bei Null anfangen und auf den Erfahrungen von Tesla aufbauen wie sie es jetzt bereits machen. Aber selbst beim Abkufern gibt es massig Probleme. Da lässt man anderen natürlich den Vortritt
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Ripcord
        Tesla ist halt verantwortlich für den Autopiloten. Da genauer hinzusehen ist genau richtig.
        Und deswegen fängt man 6 Jahre nach der Einführung einer automatisierten Fahrfunktion (und zwei Jahre nachdem jeder seinen Tesla als vollautonomes Taxi zum Geldverdienen nutzen können sollte) damit an, mal "genauer" hinzusehen? Und das macht man dann auch noch von der Fahrdynamik abhängig, nicht von der Aufmerksamkeit und der Interaktion mit dem Straßenverkehr?
      • Von MySound
        Zitat von Ripcord
        Tesla ist halt verantwortlich für den Autopiloten. Da genauer hinzusehen ist genau richtig.
        Ach ich vergaß. Das sind ja die die so verantwortlich mit dem Ding umgehen dass du als Anwender Betatester bist.

        Ihr habt recht. Asche über mein Haupt. Tesla ist toll.
        Zitat von Krabonq
        Wenn ich jedes Mal einen Cent erhalten würde, wenn ich diese mittlerweile vollkommen leere Phrase von irgendjemand hören oder lesen müsste, könnt ich mir einen Tesla davon kaufen.
        Wenn du deinen Fahrstil gern überwacht haben willst - go for it.
        Aber „leere Phrase“? du bist ja witzig.
        Du wirst hier sprichwörtlich vom Auto überwacht und anhand dessen wird entschieden was du bekommst.
        Zitat von VeriteGolem
        Amerikaner und Musk interessiert Datenschutz nicht. Das ist so ein deutsches Gespenst, was hier gerne als Platitüde gedroschen wird um von Problemen abzulenken. Wir leben in der Digitalzeit, einem neuen Zeitalter. Ressourcen sind unwichtig. Informationen bringen Geld. Viel Geld.
        Lol…. „Datenschutz ist ein deutsches gespenst um von Problemen abzulenken.“

        Den muss ich mir merken.
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