Terafab: Elon Musk stellt 20-Mrd.-USD-Projekt vor und erntet Kritik
Elon Musk hat Terafab offiziell vorgestellt: Die im ersten Schritt 20 Milliarden US-Dollar teure Chipfabrik in Texas soll Chips für Tesla, SpaceX und xAI liefern. Viele zweifeln an diesem Vorhaben.
Rund eine Woche nach der ursprünglichen Ankündigung ist das "TeraFab"-Projekt von Elon Musk offiziell. In einem Livestream auf der X-Plattform kündigte der CEO von Tesla, SpaceX und ebenjener Social-Media-Plattform an, dass die Anlage auf dem Tesla-Betriebsgelände in Travis County (Austin, Texas) entstehen soll.
"Wir bauen entweder die Terafab, oder wir haben keine Chips - und wir brauchen diese Chips, also bauen wir sie."
Die Investitionssumme liegt bei etwa 20 Milliarden US-Dollar für die erste Ausbaustufe. Als Ziel-Node nannte der Tech-Milliardär in der Vergangenheit 2 Nanometer - und genau dieses Vorhaben stößt von vielen Seiten auf Skepsis.
"TeraFab": Was die Fabrik können soll
Zunächst aber der kurze Überblick über Terafab selbst: Laut Musk sollen in dieser Anlage sämtliche Stufen der Halbleiterproduktion - von Logikchips bis hin zur Fertigung eigener Lithografiemasken - unter einem Dach zusammengeführt werden.
Der CEO verspricht sich hiervon einen einzigartigen "Fast Feedback Loop": Chipentwurf, Tests, Maskenanpassung und die Fertigung sollen ohne Wafer-Transport zwischen Werken erfolgen. Zwei Chiptypen stehen dabei im Fokus:
- Inference-Chips für Tesla-Fahrzeuge sowie den geplanten humanoiden Allzweckroboter "Optimus". Darunter befindet sich der kommende A15-Chip, der Unternehmensangaben zufolge seinen Vorgänger um den Performance-Faktor 50 übertreffen könne.
- Zudem ist der D3-Chip im Gespräch, der für KI-gestützte Satelliten im Rahmen des SpaceX-Programms auf höhere Temperaturen ausgelegt sei, um Kühlgewicht im All zu sparen.
Kritik an "unrealistischem Vorhaben"
Kaum war die Vorstellung offiziell, meldeten sich prominente Stimmen zu Wort - und der Tenor war mehrheitlich von Skepsis geprägt.
Denn Musks riesige Ankündigungen sind in der Tech-Welt fast schon als berüchtigt einzustufen; man denke etwa nur an das noch immer nicht eingelöste Versprechen der 4680-Batterie, wie das auf Tesla spezialisierte Electrek-Portal erklärt.
- Damals versprach Musk innerhalb eines Jahres eine Fertigung von 10 GWh mitsamt einer Kostensenkung um 50 Prozent.
- Wie Electrek bilanziert, liegt Tesla bei rund 2 Prozent dieses Volumenziels und "kämpft weiterhin mit Leistungs- und Kostenproblemen".
Die Chipproduktion selbst ist dabei um Größenordnungen komplexer als die Batteriezellenfertigung; angesichts von Musks bisheriger Erfolge hinsichtlich der Skalierung solcher aufmerksamkeitserregender Projekte herrscht auch in der Tech-Community rege Skepsis.
Diese stützt sich aber nicht nur auf Musks bisherige (Miss-)Erfolge, sondern stellt auch die genannte Summe von 20 Milliarden US-Dollar infrage. Für eine Fabrik, die "direkt auf 2-nm-Verfahren springt und 70 Prozent der TSMC-Fertigung aufbieten will, ist das einfach lächerlich. Man muss hier mindestens noch eine Null dransetzen", meint etwa das Community-Mitglied "dabocx" in der Diskussion im Hardware-Subreddit.
In eine ähnliche Kerbe schlug einst auch Nvidia-CEO Jensen Huang - allerdings bereits vor Monaten im Rahmen eines TSMC-Events, als Musks Terafab-Pläne erstmals öffentlich wurden.
"Hochmoderne Chipfertigung aufzubauen, ist extrem schwer. Es geht nicht nur darum, eine Fabrik zu bauen, sondern um das Engineering, die Wissenschaft und das Handwerk dessen, was TSMC täglich macht. TSMCs Kenntnisse auf diesem Gebiet aufzubieten, ist praktisch unmöglich."
Auch in Deutschland zeigen sich nur wenige Kommentare zuversichtlich, dass Musks Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird. Golem spricht in einer ausführlichen Analyse von einem drohenden "Tera-Fail mit Ansage", der statt Terafab auf die Technik-Welt zurollt.
TSMC als Maßstab für Skepsis
Der Vergleich mit der Industrie zeigt die Dimension der Herausforderung, der sich Musk annehmen möchte - dafür reicht schon der Blick zum Marktführer TSMC, wie Electrek weiter erklärt.
- Der taiwanesische Halbleitergigant kündigte sein erstes Arizona-Werk im Jahr 2020 an. Die 4-nm-Fertigung erreichte erst Ende 2024 die Produktion.
- Das von Musk anvisierte 2-nm-Verfahren ist dort indes erst für 2029 geplant - fast ein Jahrzehnt nach Ankündigung. Dafür investierte TSMC allein in Arizona rund 165 Milliarden US-Dollar.
Demnach kostet der Electrek-Schätzung zufolge eine einzige moderne 2-nm-Fab mit 50.000 Wafer-Starts pro Monat rund 28 Milliarden US-Dollar; der Bau dauert in den USA typischerweise mindestens drei Jahre bis zum ersten Wafer.
Hinzu kommt: Keine von Musks Firmen hat eigenständige Fertigungserfahrung in der Prozesstechnologie moderner Logikchips. Insofern bleibt es bei der vielerorts vorgetragenen Meinung, dass Terafab zumindest zum jetzigen Zeitpunkt eine "unrealistische Chipfabrik" (via Notebookcheck) darstellt.
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According to Forbes' Real Time Billionaires List, as of March 24, 2026, Elon Musk's net worth is approximately $826 billion
A.b.s.o.l.u.t. Krank. Kein Mensch sollte so viel Geld haben.
Oder verwechsle ich was mit den privaten Teslas, die ihren Kaufpreis als autonomes Taxi refinanzieren?
Oder verwechsle ich was mit den privaten Teslas, die ihren Kaufpreis als autonomes Taxi refinanzieren?
Bei Tesla wurde er angeheuert, hat aber wenig investiert. Seinen heutigen Multi-Milliarden-Anteil hat er als Lohn erhalten – dafür, dass er über ein Jahrzehnt lang Investoren und Aktionäre überzeugt hat mehr und mehr und mehr Geld in ein Unternehmen zu stecken, dass die gesamte Zeit über rote Zahlen schrieb. Space X hat er zwar selbst gegründet (mit dem Ziel, billige Raketen aus russischen Militärbeständen aufzukaufen). Groß geworden ist der Laden aber mit Ex-NASA-Ingenieuren und mutmaßlich sehr lukrativen Militär- und Regierungsaufträgen, also erneut mit fremden Geld. Dieses heranzuschaffen ist Musks große Stärke.
Wenn er dagegen tatsächlich was auf eigenen Beinen versucht... – sein Zahlungsdienstleister war reichlich bedeutungslos, bis Peter Thiel PayPal draus gemacht hat. The Boring Company ist bis heute eine Lachnummer. xAI mittlerweile vor allem für die Generierung von Kinderpornographie in den Medien. Und was aus Twitter geworden ist, dem einen Laden wo er sich tatsächlich selbst eingekauft hat, muss man wohl nicht näher ausführen.