TSMC kommt mit der KI-Chip-Nachfrage nicht hinterher - warnt Nvidia und Broadcom

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TSMC kommt mit der KI-Chip-Nachfrage nicht hinterher - warnt Nvidia und Broadcom
Quelle: Taiwan Semiconductor Corp.

Der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC stößt durch den KI-Boom an seine Grenzen. Nvidia, Google und andere Großkunden fordern mehr Kapazitäten - doch moderne Chips und Packaging sind auf Jahre ausgebucht.

Der aktuelle KI-Boom bringt Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) zunehmend unter Druck. Der weltgrößte Halbleiter-Auftragsfertiger kann die stark gestiegene Nachfrage nach modernen Prozessoren nicht mehr vollständig bedienen. Besonders US-Technologiekonzerne wie Nvidia, Google und Broadcom fordern zusätzliche Produktionskapazitäten, stoßen bei TSMC jedoch an klare Grenzen, wie The Information berichtet.

Bereits im November vergangenen Jahres wurde das Ausmaß der Situation deutlich. Während eines Treffens mit Journalisten bestätigte TSMC-CEO C.C. Wei, dass Nvidia-Chef Jensen Huang bei seinen Besuchen in Taiwan regelmäßig um mehr Chips gebeten habe. Nvidia ist damit nicht allein: Auch Broadcom, das für Google sogenannte Tensor Processing Units (TPUs) bei TSMC fertigen lässt, hat mehrfach zusätzliche Kapazitäten angefragt. Laut informierten Personen konnte TSMC diese Wünsche nicht erfüllen.

TSMC fertigt rund 90 Prozent der weltweit modernsten Chips. Dazu zählen Prozessoren von Apple, Nvidia, AMD und Google. Insbesondere KI-Beschleuniger für Rechenzentren treiben die Nachfrage massiv an. OpenAI plant große Rechenzentrumsprojekte und benötigt dafür Millionen von Chips. Gleichzeitig kauft Google so viele Nvidia-GPUs wie möglich und lässt zusätzlich eigene KI-Chips produzieren.

Für TSMC ist die Situation nicht neu. Allokationen beim Auftragsfertiger sind begehrt und müssen weit im Voraus bestellt werden. Das führte schon bei Engpässen in der Corona-Krise, über die sich noch der Kryptohype legte, und anderen Gelegenheiten zu der Tatsache, dass man auf absehbare Zeit ausgebucht ist. Nun ist man wieder an dieser Stelle.

Nachfrage übersteigt Kapazitäten deutlich

Im Oktober erklärte C.C. Wei in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, dass die Nachfrage nach den modernsten Fertigungsverfahren aktuell etwa dreimal so hoch sei wie die verfügbaren Produktionskapazitäten. Diese Situation dürfte auch bei kommenden Quartalszahlen ein zentrales Thema bleiben.

Ein Teil der Kunden weicht inzwischen auf andere Hersteller aus. Tesla schloss im Sommer 2024 einen Vertrag über 16,5 Milliarden US-Dollar mit Samsung ab, um zukünftige Fahrzeug-Chips fertigen zu lassen. Tesla-CEO Elon Musk stellte zudem öffentlich in Aussicht, langfristig eine eigene Chipfabrik aufzubauen, um sich unabhängiger zu machen.

Die hohe Auslastung betrifft nicht nur klassische KI-Prozessoren. Der weltweite Ausbau von Rechenzentren erhöht auch die Nachfrage nach Netzwerk-, Speicher- und Steuerchips. Diese werden teilweise auf denselben hochmodernen Produktionslinien gefertigt wie KI-Beschleuniger.

TSMC steht damit vor der Aufgabe, Kapazitäten zwischen Großkunden wie Apple, Nvidia, AMD und Google aufzuteilen. Während Apples Bedarf für iPhones und iPads vergleichsweise gut planbar ist, gilt die Nachfrage im KI-Bereich als deutlich schwerer vorhersehbar. Hinzu kommt, dass Server-Chips von Apple auf denselben Linien entstehen wie Nvidias kommende Rubin-Generation oder Googles aktuelle TPUs.

Ausbau geplant, Entlastung erst ab 2027

TSMC reagiert mit mehreren langfristigen Maßnahmen. Berichten zufolge wird ein im Bau befindliches Werk in Japan auf die 2-Nanometer-Fertigung umgestellt, statt dort ursprünglich Automotive-Chips zu produzieren. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen. Das ist ein "Fast Lane Pass" wie ihn Micron gezogen hat, doch die sind rar. Kapazitätenausbau dauert lange; auch wenn der Bau der zweiten Fabrik in Arizona beschleunigt werden soll, sodass dort ab 2027 3-Nanometer-Chips gefertigt werden können. Kurzfristig sorgen diese Projekte jedoch nicht für Entlastung.

Ein weiterer Engpass entsteht beim sogenannten Advanced Packaging. Dabei werden mehrere Chips zu einem leistungsfähigen Gesamtpaket verbunden - ein entscheidender Schritt bei modernen KI-Beschleunigern. Selbst Chips, die bereits in den USA gefertigt werden, müssen für diesen Prozess teilweise nach Taiwan transportiert werden. Schon 2023 konnte Nvidia zeitweise nicht alle produzierten Hopper-Chips fertigstellen, da Packaging-Kapazitäten fehlten.

Seit Anfang 2025 soll Nvidia einen Großteil der verfügbaren Advanced-Packaging-Kapazitäten bei TSMC gebunden haben, um die Versorgung mit aktuellen Prozessoren sicherzustellen. Broadcom konnte für Googles TPUs hingegen nicht die gewünschten zusätzlichen Kapazitäten erhalten. AMD und Broadcom prüfen daher laut Berichten alternative Anbieter für diesen Fertigungsschritt.

TSMC selbst zeigt sich zurückhaltend beim Bau weiterer neuer Fabriken. Das Unternehmen verweist auf die stark zyklische Natur der Halbleiterbranche. Neue Werke kosten mehrere zehn Milliarden US-Dollar und benötigen Jahre bis zur Fertigstellung. Sollten Kunden ihre Bestellungen später reduzieren, drohen teure Überkapazitäten. Diese Vorsicht prägt weiterhin die Investitionsstrategie des Marktführers.

Panik haben vor allem die Abnehmer

Kapazitätenausbau, aktuell auch ein heißes Thema bei DRAM, hatte nämlich in der Vergangenheit häufig zur Folge, dass man später mit Überkapazitäten dasteht, die den Preis ruinieren. Entsprechend ist nachvollziehbar, dass man bei mittelfristigen Projekten - etwa wenn Reinraumfläche umgewidmet wird - reagiert, aber nicht komplett neue Projekte von der Leine lässt. Denn man darf auch nicht vergessen, dass Halbleiterhersteller wie Intel noch vor gar nicht langer Zeit schon geplante Projekte wie das in Magdeburg abgebrochen haben. Dabei ist Intels 18A plötzlich vielerorts wieder im Gespräch, weil TSMC ausgebucht ist, so wie auch Samsung mit Aufträgen profitierte.

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535a
        > [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Geb dir ja recht, aber bei einem Artikel der davon handelt, das eine Firma mit der Nachfrage nicht hinterherkommt, hat das nichts mit geopolitischen Handlungen zu tun.

        Sagt wer???

        Der ganze Artikel da oben ist mieß... Bildnivea waehre untertrieben. Unter dem gerne hochgehaltenem Bildungsauftrag, verstehe ich keine verkappten, mießen, SEO-Anlageberatungen im Gewand der IT-Fachzeitschrift.

        Die Juengeren Leser nehmen sowas ohne ersichtliche direkte Warnung fuer bare Muenze! Ein Haftungsausschluss waehre also nicht nur Versteckt angebracht! Auch der eigenen Glaubwuerdigkeit halber.

        Das sage uebrigens nicht nur ich. Provokant? Kann man wieder Loeschen... kein Problem.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] die, die brauchen, haben! Da muss kaum bis nichts gekauft werden lasse ich mir raus zu behaupten.
        Was des mit Linux angeht... In Wahrheit ist man heute eher Bequem, als wirklich behindert beim nicht umgesetzten Umstiegsgedanken. Gerade was produktives angeht. Das zahlt sich sicher aus, es so laufen zu lassen... nicht. Die meisten haben den Schuss laengst gehoert und sitzen fest im Sattel. Zumindest um das verhasste KI Thema, wie auch immer man Werkzeuge hassen kann. Aber das kennen wir schon aus der Blockchain Hasserei.

        Laufen heute noch die boesen Dinger. Ich bau sowas... Jemand an Tiefgang interessiert?^^

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Die boese dumme KI Hyperei, wird dir in wenigen Jahren wesentlich frueher als "gedacht" HBM Speicher zum Zocken gebracht haben, wenn das naechste Hassthema gewalzt wird, was an allem Schuld ist.
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535a
        > [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Geb dir ja recht, aber bei einem Artikel der davon handelt, das eine Firma mit der Nachfrage nicht hinterherkommt, hat das nichts mit geopolitischen Handlungen zu tun.

        Sagt wer???

        Der ganze Artikel da oben ist mieß... Bildnivea waehre untertrieben. Unter dem gerne hochgehaltenem Bildungsauftrag, verstehe ich keine verkappten, mießen, SEO-Anlageberatungen im Gewand der IT-Fachzeitschrift.

        Die Juengeren Leser nehmen sowas ohne ersichtliche direkte Warnung fuer bare Muenze! Ein Haftungsausschluss waehre also nicht nur Versteckt angebracht! Auch der eigenen Glaubwuerdigkeit halber.

        Das sage uebrigens nicht nur ich. Provokant? Kann man wieder Loeschen... kein Problem.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] die, die brauchen, haben! Da muss kaum bis nichts gekauft werden lasse ich mir raus zu behaupten.
        Was des mit Linux angeht... In Wahrheit ist man heute eher Bequem, als wirklich behindert beim nicht umgesetzten Umstiegsgedanken. Gerade was produktives angeht. Das zahlt sich sicher aus, es so laufen zu lassen... nicht. Die meisten haben den Schuss laengst gehoert und sitzen fest im Sattel. Zumindest um das verhasste KI Thema, wie auch immer man Werkzeuge hassen kann. Aber das kennen wir schon aus der Blockchain Hasserei.

        Laufen heute noch die boesen Dinger. Ich bau sowas... Jemand an Tiefgang interessiert?^^

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Die boese dumme KI Hyperei, wird dir in wenigen Jahren wesentlich frueher als "gedacht" HBM Speicher zum Zocken gebracht haben, wenn das naechste Hassthema gewalzt wird, was an allem Schuld ist.
      • Von Medcha Software-Overclocker(in)
        Beim Thema KI stellen sich Fragen zur Zukunft der Menschheit, die keiner gerne beantworten möchte. Ganz, ganz dunkel...
        Dass wir in der näheren Zukunft nur mehr für unnötiges PC-gedaddel zahlen sollen, ist da zu verkraften. Es gibt zum Glück keinen rechtlichen Anspruch auf einen Gaming-PC.

        Da werden noch seeeehr viele Firmen dran Pleite gehen. KI, die Sargnagelgun im FPS-Shooter der Realität.

        Schönen Abend noch...
      • Von OptimiertesSpielen PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Herr_M
        Punkt cÖm
        Jetzt muß ich Fauler die Adresse von Hand eingeben.

        Was ich immer noch nicht verstehe, ist das die Firmen mehr und mehr Chip's haben wollen und Vorbestellen, aber die fertigen Server/Racks gar nicht Online bringen können da die dafür gar keinen Strom haben.

        Das sind doch Panikkäufe aus Angst abgehängt zu werden. Hat der Chef von Microsoft nicht etwas gesagt das seine Server kalt sind und er die restliche Hardware in Lagerhäuser stellt?
        Ich such grad das Video von dem Interview.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Damit ist auch klar, warum Zocker ein Problem haben: wenn man sein Geld damit verdient, dann ist man bereit dafür meist mehr auszugeben, als jemand, der einfach nur Spielen will.
        So sieht es aus. Auf das Produkt oder Dienstleistung gerechnet ist das nicht zwingend ein großer Posten der in Rechnung gestellt wird. Jedoch wird solch eine Investition auch mal ein wenig nach hinten geschoben. Wenn es aber unabdingbar ist wird der Unternehmer kaufen. Das passiert doch auch bei den KI Firmen. Die Preise interessieren dort offensichtlich doch gar nicht, Hauptsache man erhält was dringend benötigt wird.
        Ist halt für den Privatkonsumenten in mehrerer Hinsicht blöd, ist aber nun mal so.
      • Von Unfaced Software-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Geb dir ja recht, aber bei einem Artikel der davon handelt, das eine Firma mit der Nachfrage nicht hinterherkommt, hat das nichts mit geopolitischen Handlungen zu tun.
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