IT in Russland: China-Prozessoren und ein National-Betriebssystem auf Linux-Basis
Um die in direkter Folge zum Krieg in der Ukraine gegen das Land verhängten Sanktionen zu umgehen, möchte Russland zukünftig auf Loongson-Prozessoren aus China setzen sowie Betriebssysteme auf Basis von Linux darauf zum Einsatz bringen. Die Pläne sollen bereits sehr weit fortgeschritten sein, wie eine russische Wirtschaftszeitung nun berichtet.
Um die in der direkten Folge zum Krieg in der Ukraine gegen das Land verhängten Sanktionen in den Bereichen Chips, Halbleiter und Hochtechnologie zu umgehen und so auch potenzielle Sabotageaktionen auszuschließen, möchte Russland in Zukunft auf die Loongson-Prozessoren aus China setzen sowie Betriebssysteme auf Basis von Linux darauf zum Einsatz bringen. Die Pläne hierfür sollen bereits sehr weit fortgeschritten sein, wie eine russische Wirtschaftszeitung jetzt berichtet.
Russland möchte ganz auf x86 und ARM verzichten
Wie die russische Wirtschaftszeitung Kommersant bereits im Oktober dieses Jahres berichtet hatte, zeige man sich in Russland besorgt darüber, dass Prozessoren, die aufgrund der aktuellen Wirtschaftssanktionen über den Schwarzmarkt bezogen werden müssen, manipuliert oder sogar vollständig deaktiviert werden. Die entsprechenden Maßnahmen würden daher vorsehen, unabhängig von Mikroprozessoren zu werden, die auf x86 oder ARM64 basieren.
Loongson soll diese Lücke schließen können
Die Loongson-ISA und die Loong-Architektur ("Loong Arch") dienen auch als Basis für den Loongson 3A6000, eine vom chinesischen Hersteller Loongson Technology entwickelte Quad-Core-CPU mit insgesamt vier LA664-Prozessorkernen.
Dank SMT und bis zu acht Threads soll der Loongson 3A6000 mitunter in einer Liga mit Zen-3-CPUs spielen und wird in unterschiedlichen Ausführungen und auch mit einem deutlich höheren Core-Count für Server und Workstation angeboten. In Russland selbst werden keine modernen Chips gefertigt, was die aktuellen Bestrebungen nach China-CPUs nur noch nachvollziehbarer macht.
Loongson 3D6000 mit 32C/64T für Rechenzentren
Neben dem Loongson 3A6000, welcher mit vier Prozessorkernen insgesamt acht Threads bearbeiten kann, hat Loongson Technology auch den Loongson 3D6000 mit 32 Prozessorkernen und insgesamt 64 Threads angekündigt. Während der 3A6000 für den Einsatz in Desktop-PCs prädestiniert ist, soll der große 3D6000 insbesondere die Einsatzgebiete HPC-Computing und Rechenzentren adressieren. Die beiden CPUs laufen bei einem unbekannten chinesischen Fertiger in 12 Nanometern vom Produktionsband. Der Umstieg auf eine 7-nm-Node ist für 2024 geplant.
Quelle: Loongson Technology
Die CPU-Roadmap von Loongson list sich durchaus ambitioniert
Welche CPUs die russischen Behörden, Institutionen und Unternehmen, darunter Promobit und Norsi-Trans, einsetzen möchten, kann aktuell noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, für die kommenden Jahre stehen aber gleich mehrere CPUs in den Bereichen Desktop und Server auf der Roadmap, welche jetzt erstmals in 7 nm gefertigt werden sollen. In Sachen IPC sind die "China-Prozessoren" in der Zwischenzeit auf dem Niveau von Zen 2 und Zen 3 angekommen.
Linux 6.5 liefert den entsprechenden Support
Wie die auf Linux spezialisierte Webseite Phoronix bereits im Juni dieses Jahres berichtet hatte, wird die neueste Generation der Loongson-Prozessoren schon seit dem Release von Linux 6.5 offiziell unterstützt, wie auch aus einem eingereichten Patch sowie aus der offiziellen Kernel Mailing List hervorgeht.
Eine eigene "nationale" Distribution soll entstehen
Wie Tom's Hardware berichtet, hat das Unternehmen Basealt bekannt gegeben, dass eine Testversion seiner bereits im Jahr 2008 ins Leben gerufenen Linux-Distribution Alt Linux für die Loongson-Prozessoren und die Loong-Architektur optimiert wurde.
Quelle: Basealt
Die russische Linux-Distribution Alt Linux 10.2 mit KDE Plasma 5.27
Bei Alt Linux handelt es sich um ein modernes Workstation-Betriebssystem, welches in der neuesten Version auf den Desktop KDE Plasma 5.27 setzt. Alt Linux profitierte stark von Wladimir Putins Dekret, ein "nationales Betriebssystem" zu etablieren. Alt Linux wurde vom Rostec übernommen und mit Geldmitteln ausgestattet, sodass mittlerweile mehr als 150 hauptamtliche Entwickler an dem Projekt arbeiten.
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Quelle: Alt Linux via Tom's Hardware, Kommersant, Phoronix, Kernel.org

Ich bin viel zu irrelevant, dass sich jemand Geld und viel zeit nimmt, um meine Server zu hacken.
Hier kann man anfangen und sich danach durch Quellen lesen. Weitere verlinkte Artikel führen zu weiteren Quellen.
Die Angreifer wissen das und deswegen gibt es Botnetze, die man für sowas sogar mieten kann.
Remote Desktop...
nicht?
Es gibt Millionen von gehackten Rechnern da draußen.
Des Weiteren:
Ob und welcher Staat dahintersteckt, lässt sich nicht zweifelsfrei klären.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Hier kann man anfangen und sich danach durch Quellen lesen. Weitere verlinkte Artikel führen zu weiteren Quellen.
Aber du willst allen Ernstes behaupten, dass das über Proxies geschah; gehackte Computer, die weitere gehackte Computer benutzen. An sich wird das durchaus auch so gehandhabt, aber meinst du, dass Russland genau so schuldig und unschuldig wie alle anderen Länder auch sein könnte? Das heißt, sämtliche Behauptungen von Leuten, die Russland verdächtigen, kennen...
Remote Desktop...
nicht?
Sorry.
Und wenn Du Server, IoT-Geräte und Android mit rein nimmst, kommst Du wahrscheinlich sehr viel weiter in die Richtung von 100%.
Im Callcenter: "Können Sie Kartoffeln schälen?" - "Ja.", "Sind Sie unter 35?" - "Ja.", "Gut, dann sind Sie bei uns eingestellt und erklären Omas wie man Emails schreibt."
Sicherlich kann man 10% der Leute dazu bringen, Linux über ihren Rechner zu bügeln, wenn man es wirklich ganz einfach macht, und noch bewirbt (da ist wieder die Frage, wo das Geld für Werbung herkommen soll, wenn das System gratis ist), aber bei den meisten scheitert das extrem anspruchsvolle Unterfangen, von einem USB-Stick zu booten, schon an den eigenen technischen Fähigkeiten, die beim Betätigen der Toilettenspülung an ein hartes Limit stoßen.