Strompreis-Krise: Bei Deutschlands einzigem Siliziumproduzenten Rottwerk Silicium ist der Ofen bald aus
Was sich bereits seit länger Zeit angekündigt hatte, könnte schon bald traurige Realität sein. Deutschlands einziger Siliziumproduzent, die RW Silicium GmbH ("Rottwerk"), steht wegen der zu hohen Strompreise endgültig vor dem Aus und das trotz einer weltweit weiterhin stark steigenden Nachfrage nach metallurgischem Silizium für die Chipfertigung.
Die RW Silicium GmbH, Deutschlands einziger Produzent von metallurgischem Silizium, der auch unter dem Namen "Rottwerk" bekannt ist, droht jetzt der endgültige Strompreis-Kollaps. Nachdem das Unternehmen bereits 2020 insbesondere wegen zu hoher Strompreise und den daraus resultierenden viel zu hohen Produktionskosten in Schieflage geraten ist, wird die Situation für das seit 1947 im bayrischen Pocking ansässige Silizium-Werk mit seinen rund 120 Mitarbeitern zunehmend prekär.
Nur noch einer von vier Öfen ist in Betrieb
Laut einem Bericht des lokalen Fernsehstudios NiederbayernTV Passau, auf den ComputerBase am gestrigen Tag hingewiesen hatte, ist mittlerweile nur noch einer von vier Öfen in Betrieb, um metallurgischem Silizium mit einer Reinheit von 99,5 Prozent für die Chipfertigung zu gewinnen. Trotz der weltweit weiterhin stark steigenden Nachfrage, kann die RW Silicium GmbH sein Werk nicht mehr kostendeckend betreiben. Grund hierfür sind zu hohen Stromkosten.
Rottwerk-Chef findet den Strommarkt "skandalös"
Wie Stephan Bauer, seines Zeichens Geschäftsführer der RW Silicium GmbH, im Interview mit NiederbayernTV Passau erklärte, seien die Regelungen am Strommarkt für Unternehmen in Deutschland zum Teil "kurios" und "skandalös". Beispielsweise zahle die Konkurrenz aus Frankreich durch Subventionen nur ein Drittel der in Deutschland anfallenden Strompreise. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerbsvorteil, den Rottwerk nicht kompensieren kann.
Quelle: RW Silicium GmbH
Das Silizium-Werk der RW Silicium GmbH in Pocking im Landkreis Passau
Hauptabnehmer orientiert sich bereits neu
Der bislang wichtigste Abnehmer für Siizium von RW Silicium war bisher der deutsche Chemie-Gigant Wacker, der sich in der Zwischenzeit aber auch bereits anderweitig orientiert. Wacker setzt zukünftig vermehrt auf die eigene Silizium-Produktion in Norwegen. Grund hierfür sind die weitaus günstigeren Stromkosten in dem skandinavischen Land, die den Standort für Firmen interessant machen.
Stromkosten haben sich verdreifacht
Schlussendlich sind es die immensen Stromkosten, die am Ende das endgültige Aus für das "Rottwerk" bedeuten könnten. Die anfallenden Energiekosten, um eine Tonne metallurgischem Silizium zu gewinnen, betrugen vor wenigen Monaten rund 600 Euro und "(...) jetzt ist es fast das Dreifache", betonte Geschäftsführer Stephan Bauer bereits Ende März dieses Jahres gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.
Industriestrom soll die Lösung sein
Viele der Unternehmen und lokale Politiker fordern von der Bundesregierung daher die Einführung eines "Industriestroms", der weniger Kosten und mehr Planungssicherheit garantieren soll. Dieser Forderung schließt sich unter anderem auch der Chip-Gigant Intel an, der ursprünglich geplant hatte, eine Fab in Magdeburg zu errichten. In der Zwischenzeit wird die Umsetzung dieses Vorhabens aber vielerorts bereits angezweifelt. Insbesondere Ökonomen sehen die Situation skeptisch.
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Einfach die Klamotten immer wegwerfen und neu kaufen.
Ich trage z:B. keine Unterhosen mehr. Wozu auch.
Auf die eine, oder andere Art kann jeder einen Beitrag leisten.
Für uns privat ist es auch schon leicht, im Vergleich autark zu werden.
Was sollen Stadtmenschen ohne Platz und oder unsere Industrie denn sagen...
Einfach die Klamotten immer wegwerfen und neu kaufen.
Ich trage z:B. keine Unterhosen mehr. Wozu auch.
Bin seit fast 20 Jahren (fast) vollautark - Heizung/Warmwasser + Strom
Mit nur einer Techno funktioniert das nicht - OK, damals waren die PV nicht so effizient und das ganze System ist nicht wirklich von einem PC aus steuerbar.
Habe ne Kombi aus Solarthermie + großen Pufferspeichern (ca. 50.000 l) = Heizungsvorhaltung
PV = über Heizlanzen wird großer Brauchwasserspeicher nicht nur aus der Solarthermie, sondern aus der PV direkt erwärmt ( ca. 6000 l)
Rest der PV geht in das Hausnetz und in ursprünglich drei alte U-Bootakkus (hat sich damals keiner sonst dafür interessiert und PV war vor 20 Jahren in D. ein Fremdwort - mittlerweile als Sondermüll verschrottet)
Jetzt aktuell der 6 Tesla-Speicher installiert - schweineteuer, aber immer noch mit die Besten und gut auch für so einen Hobbybastler wie mich untereinander anschließbar)
Und in eine kleinere Wallbox von Renault (ein Witz die ist).
Bin ja auf 850m Seehöhe + Winter und da wird es manchmal kritisch mit der Pufferung.
Daher Backup mit Pellets (über die letzten 10 Jahre grob 300-400kg/Wintersaison = jeweils ca. 5-6 Monate verbraucht)
Und in jedem Stockwerk noch einen Holzscheitofen, falls alles mal ausfallen sollte...^^
Holz kommt aus dem eigenen Wäldchen.
Aber,
bin komplett abgekoppelt vom öffentlichen Stromnetz, Wärme eh und Frisch-/Brauchwasser ziehe ich aus einem eigenen Brunnen.
Abwasser kläre ich selbst.
Darf z. B. halt kein Waschpulver mehr benutzt werden, sonst funzt die Biologie in dem kleinen Absetzbecken nicht mehr.
Und es muffelt eben hin und wieder auf dem Gelände, ist halt so.
Trockene Gallseife oder ähnliches heisst dann das Zauberwort für die WaMa.
Und was machst du, wenn ein Raketenstart scheitert und man die Rakete sprengen muss?
Atomkraft muss schnellst möglich weg. Kohlekraft muss auch schnellstmöglich weg.
Wind und Sonne sind aber keine Lösung, sondern ihre eigenen Probleme. Allenfalls als teil der lösung kann man Wind und Sonne sehen.
Ich plane mein Haus in den nächsten Jahren Autark zu machen (100%), das kann ich machen und warum nicht. Wenn man damit sogar langfristig Geld sparen kann (sehr langfristig).
Das ist mein Beitrag
Was müsste man bezahlen, um den Atommüll in die Sahara zu werfen?
Muss man überhaupt was bezahlen?
Die Kinder würde es freuen...