Ambitioniertes Retro-Projekt: Oculus-Gründer arbeitet an einer "neuen" N64-Konsole

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Ambitioniertes Retro-Projekt: Oculus-Gründer arbeitet an einer "neuen" N64-Konsole
Quelle: Modretro

Oculus-Gründer Palmer Luckey arbeitet an einer neuen Konsole für Nintendo-64-Fans: Mit seiner Firma Modretro möchte er das klassische Retro-Spielerlebnis neu aufleben lassen und sucht dafür Investoren.

Palmer Luckey, der mit dem VR-Headset-Startup Oculus bekannt wurde und das Unternehmen 2014 für rund zwei Milliarden US-Dollar an Facebook verkaufte, baut seit einigen Jahren parallel eine Retro-Gaming-Firma auf. Modretro entstand ursprünglich aus einer Community für Hardware-Mods klassischer Konsolen, die Luckey bereits als Teenager gegründet hatte. Nun sucht die Firma angeblich Investoren und peilt dabei eine Bewertung von rund 1 Milliarde US-Dollar an. Das erste Gerät war die Chromatic, eine Gameboy-inspirierte Handheld-Konsole, die 2024 erschien und klassische Module unterstützte.

Retro-Konsole mit moderner Technik

Der nächste Schritt des Unternehmens ist deutlich ambitionierter: Mit der M64 arbeitet Modretro an einer modernen Neuinterpretation der Nintendo-64-Konsole. Das Gerät basiert auf FPGA-Technologie, bei der die ursprüngliche Hardwarearchitektur der Konsole direkt nachgebildet wird. Im Gegensatz zu Software-Emulation können Spiele so nahezu identisch zum Original laufen. Die M64 soll echte N64-Cartridges unterstützen und Spiele über HDMI in 4K-Auflösung ausgeben.

Release und Preis

Technisch soll Modretro auf ein AMD-FPGA setzen, das mit einer angepassten Version des offenen MiSTer-N64-Cores arbeitet. Das System unterscheidet sich damit von manchen Konkurrenzprodukten, die auf proprietäre Lösungen setzen. Luckey hat zudem angekündigt, dass die Plattform offener für zusätzliche FPGA-Cores und Erweiterungen sein soll - ein Ansatz, der besonders für die Modder-Community interessant sein dürfte.

Ob diese Strategie tatsächlich ein Milliardenunternehmen hervorbringen kann, bleibt abzuwarten. Bisher hat Modretro laut Datenbanken etwa 19 Millionen US-Dollar Kapital eingesammelt. Mit der geplanten Finanzierung und dem Start der M64 will Luckey jedoch deutlich größer in den Retro-Gaming-Markt einsteigen. Ein offizieller Release der Konsole ist noch nicht bestätigt, aber sie soll 199 US-Dollar kosten.

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Quelle: Modretro via Tom's Hardware

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Frank-Langweiler Software-Overclocker(in)
        Zitat von Tobi_bl85
        Ich frag mich schon warum diese Konsolen immer so mega Extrem Ultra teuer sein müssen analogue 3d ist ja echt wucher. Ich bin mit meinem Batocera Stick bestens bedient, dazu noch einen passenden SNES und einen N64 Controller
        Antwort: FPGA-Technik. Wie sieht die Videoleinwand bei Mario Kart 64 aus? Zufrieden mit dem Sound?
        Zitat von EM_EN
        Hoffentlich schön mit der Flimmergrafik. Geniale Titel Super Mario 64 oder Zelda Okarina of Time zum Beispiel - Damals. Aus heutiger Sicht vermisse ich es nicht mehr, daher kein Bedarf.
        Es gibt ein Turbocore, Spiele laufen dann nicht „flimmernd“. Weniger akurat, aber ich sage es nur.
        Zitat von XD-User
        Ich hoffe der gute Herr Lucky kennt aber ebenfalls dieses Produkt: https://www.analogue.co/3...
        Ist ja nun nicht so als seien die klein oder unbekannt...
        Klar, aber auf diesem N64 hier laufen dann auch alle 8-32 Bit Konsolen. Alles in einem Gerät ist besser.
      • Von Frank-Langweiler Software-Overclocker(in)
        Zitat von Tobi_bl85
        Ich frag mich schon warum diese Konsolen immer so mega Extrem Ultra teuer sein müssen analogue 3d ist ja echt wucher. Ich bin mit meinem Batocera Stick bestens bedient, dazu noch einen passenden SNES und einen N64 Controller
        Antwort: FPGA-Technik. Wie sieht die Videoleinwand bei Mario Kart 64 aus? Zufrieden mit dem Sound?
        Zitat von EM_EN
        Hoffentlich schön mit der Flimmergrafik. Geniale Titel Super Mario 64 oder Zelda Okarina of Time zum Beispiel - Damals. Aus heutiger Sicht vermisse ich es nicht mehr, daher kein Bedarf.
        Es gibt ein Turbocore, Spiele laufen dann nicht „flimmernd“. Weniger akurat, aber ich sage es nur.
        Zitat von XD-User
        Ich hoffe der gute Herr Lucky kennt aber ebenfalls dieses Produkt: https://www.analogue.co/3...
        Ist ja nun nicht so als seien die klein oder unbekannt...
        Klar, aber auf diesem N64 hier laufen dann auch alle 8-32 Bit Konsolen. Alles in einem Gerät ist besser.
      • Von Tobi_bl85 Freizeitschrauber(in)
        Ich frag mich schon warum diese Konsolen immer so mega Extrem Ultra teuer sein müssen analogue 3d ist ja echt wucher. Ich bin mit meinem Batocera Stick bestens bedient, dazu noch einen passenden SNES und einen N64 Controller
      • Von JoeyTai Freizeitschrauber(in)
        Ich mag ja Retro und bin wohl selbst mittlerweile Retro - aber ehrlich die verherrlichten alten Erinnerungen bleiben zumeist ebensolche, wenn in der Realität betrachtet. Emulatoren reichen mir da völlig. Also ich würde da nicht investieren wollen.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Weckt mich, wenn jemand tatsächlich eine Konsole baut, die intern in Ultra HD (bzw. dem 4:3-Äquivalent) rechnet, Downsampling betreibt und das Bild dann mit massivem Supersampling ausgibt. Das hatte ich schon vom Analogue 3D erwartet, aber Pusteblume.

        MfG
        Raff
      • Von SeineLordschaft PC-Selbstbauer(in)
        Mir wären überarbeitete, näher an unsere Zeit gebrachte Klassiker lieber. Grafik und Spielmechaniken sind je nach Spiel nicht gut gealtert.
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