KI-Boom: Microsoft macht 279 Millionen Dollar Gewinn pro Tag

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KI-Boom: Microsoft macht 279 Millionen Dollar Gewinn pro Tag
Quelle: Microsoft

Microsoft profitiert vom KI-Boom und präsentiert starke Quartalszahlen. Über das gesamte Geschäftsjahr 2025 steigt der Gewinn des Unternehmens aus Redmond auf über 100 Milliarden US-Dollar, obwohl sich die Xbox Series X|S schlecht verkauft.

Microsoft profitiert dank seines Cloud-Geschäfts mit Azure wie kaum ein anderes Unternehmen vom anhaltenden KI-Boom und präsentiert starke Quartalszahlen. Über das gesamte Geschäftsjahr 2025 steigt der Gewinn des Unternehmens aus Redmond auf über 100 Milliarden US-Dollar, obwohl sich die Xbox Series X|S vergleichsweise schlecht verkauft. Die Gewinne, welche Microsoft täglich einfahren kann, wirken hingegen beinahe schon fiktional. Die Börsen honorieren solche Ergebnisse.

Ein Umsatz von 76,4 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen 4. Quartal 2025 sowie starke 281,7 Milliarden US-Dollar im gesamten Fiskaljahr 2025, das bis zum 30. Juni lief, resultieren in einem Quartalsgewinn von 27,2 Milliarden US-Dollar sowie in einem Nettogewinn von 101,83 Milliarden US-Dollar für das Fiskaljahr 2025. Oder anders ausgedrückt, Microsoft macht 279 Millionen US-Dollar Gewinn täglich. Dieses unglaubliche Ergebnis ist bereits von Kosten und Steuern bereinigt. Auch Handelsplätze honorierten die Zahlen mit einem Plus von 9 Prozent.

Microsoft macht sein Geld mit Cloud und KI

Dank der Unternehmenssparte "Microsoft Cloud", welche sämtliche Cloud-Aktivitäten samt Azure und Copilot zusammenfasst, kam allein im 4. Quartal auf einen Umsatz von 47 Milliarden US-Dollar, was einem Gesamtumsatzanteil von rund 61 Prozent entspricht. Die Umsätze im Cloud-Geschäft stiegen um knapp 27 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Azure allein konnte 2025 etwa 75 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und ist damit Microsofts lukrativste Einnahmequelle.

Microsoft Quartalsergebnisse Quelle: Microsoft Während Microsoft auch mit Office, Microsoft 365 und Windows rund 33,1 Milliarden US-Dollar umsetzt und im Jahresvergleich stark zulegen kann, ist die Xbox Series X|S einmal mehr das einzige Sorgenkind. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Hardwareverkäufe bei den Spielkonsolen um 22 Prozent zurück. Ebenfalls äußerst bemerkenswert ist der Umstand, dass das sehr erfolgreiche 4. Quartal auf eine Entlassungswelle folgt, bei welcher Microsoft zwischen Juni und Juli seine weltumspannende Belegschaft und 9.000 Mitarbeiter reduziert hatte.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tomoyo_Chan
        Das Einzige was dann Sinn machen würde wäre den Geschäftsbereich abzustoßen, und mit dem Geld in den profitableren bzw. wachstumsstärkeren Teil zu investieren, aber daran festzuhalten und dann noch Leute rauswerfen macht wenig Sinn.
        Das ist auch eine Möglichkeit, dafür braucht man dann allerdings einen Käufer oder Börsengang und das ist aufwändig und dauert. Eine Sparte kann man hingegen mit einem Federstrich dicht machen und die Aktionäre jubeln.

        Ich schaue mir bei sowas immer gerne an, wie die Sparte so abgeschnitten hat und wie es den Aktienkurs beeinflußt. Sehr offen machen die sogar Gewinn oder sind zu retten. Wenn man sich allerdings die Auswirkungen auf den Aktienkurs ansieht, dann übersteigt der kurzfristige Gewinn den langfristigen deutlich. Deshalb wird es so gerne gemacht.

        Zitat von Tomoyo_Chan
        Wundert mich sowieso, dass Microsoft die gesamte Gaming Sparte noch nicht abgestoßen hat und da im Gegenteil noch massig dazukauft (siehe Blizzard), gerade im Bezug auf die sehr schlechten Xbox Zahlen.
        Ich vermute mal, dass es für den Vorstand von MS wesentlich einfacher war "verpisst euch" zu sagen, als sich um die Probleme der Gamingsparte zu kümmern.

        Das ist auch ein Problem von großen Konzernen oder Strukturen generell: die Führung ist einfach zu weit weg.

        Wenn der oberste Boss für die Abteilung direkt zuständig ist, dann ist er direkt im Bilde. Wenn da hingegen noch ein halbes dutzend Hierarchiestufen zwischengeschaltet sind, dann ist man irgendwann nur noch ein kleines Rädchen, von dem der Gesamtkonzern wenig weiß. Es muß nicht unbedingt gut sein, Teil eines großen Konzerns zu sein, Siemens ist dafür das beste Beispiel.

        Ach ja: es gibt auch noch die Möglichkeit, Fachwissen gezielt zu vernichten. Nvidia hat damals 3dfx aufgekauft, nur um den Laden dann dicht zu machen. Fraglich, ob das hier der Fall gewesen sein könnte, ich vermute aber eher nicht. Tatsache ist jedoch: aus den Spielen wird garantiert kein PS6 Exklusivtitel.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tomoyo_Chan
        Das Einzige was dann Sinn machen würde wäre den Geschäftsbereich abzustoßen, und mit dem Geld in den profitableren bzw. wachstumsstärkeren Teil zu investieren, aber daran festzuhalten und dann noch Leute rauswerfen macht wenig Sinn.
        Das ist auch eine Möglichkeit, dafür braucht man dann allerdings einen Käufer oder Börsengang und das ist aufwändig und dauert. Eine Sparte kann man hingegen mit einem Federstrich dicht machen und die Aktionäre jubeln.

        Ich schaue mir bei sowas immer gerne an, wie die Sparte so abgeschnitten hat und wie es den Aktienkurs beeinflußt. Sehr offen machen die sogar Gewinn oder sind zu retten. Wenn man sich allerdings die Auswirkungen auf den Aktienkurs ansieht, dann übersteigt der kurzfristige Gewinn den langfristigen deutlich. Deshalb wird es so gerne gemacht.

        Zitat von Tomoyo_Chan
        Wundert mich sowieso, dass Microsoft die gesamte Gaming Sparte noch nicht abgestoßen hat und da im Gegenteil noch massig dazukauft (siehe Blizzard), gerade im Bezug auf die sehr schlechten Xbox Zahlen.
        Ich vermute mal, dass es für den Vorstand von MS wesentlich einfacher war "verpisst euch" zu sagen, als sich um die Probleme der Gamingsparte zu kümmern.

        Das ist auch ein Problem von großen Konzernen oder Strukturen generell: die Führung ist einfach zu weit weg.

        Wenn der oberste Boss für die Abteilung direkt zuständig ist, dann ist er direkt im Bilde. Wenn da hingegen noch ein halbes dutzend Hierarchiestufen zwischengeschaltet sind, dann ist man irgendwann nur noch ein kleines Rädchen, von dem der Gesamtkonzern wenig weiß. Es muß nicht unbedingt gut sein, Teil eines großen Konzerns zu sein, Siemens ist dafür das beste Beispiel.

        Ach ja: es gibt auch noch die Möglichkeit, Fachwissen gezielt zu vernichten. Nvidia hat damals 3dfx aufgekauft, nur um den Laden dann dicht zu machen. Fraglich, ob das hier der Fall gewesen sein könnte, ich vermute aber eher nicht. Tatsache ist jedoch: aus den Spielen wird garantiert kein PS6 Exklusivtitel.
      • Von Tomoyo_Chan Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Pu244
        Zu glauben, dass Arbeitsplätze in einem extrem erfolgreichen Unternehmen besonders sicher sind, ist ein weit verbreiteter Trugschluß.

        Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man ein Unternehmen hat, das aus zwei gleich großen Teilen besteht und einer erwirtschaftet 50% und der andere 5% Umsatzrendite, dann erwqirtschaftet das Gesamtunternehmen 27,5%, was extrem gut ist. Verkauft oder schließt man den unprofitableren Teil, dann steht der Rest deutlich besser da. Aus 27,5% Umsatzrendite, werden 50%, was absolut legendär ist. Zwar hat man weniger Gewinn und noch viel weniger Umsatz, aber wenn das verbliebene Unternehmen auch nur ein kleines bisschen wächst, in dem Fall um 10%, ist das ganze schon kompensiert. An der Börse wird so ein Unternehmen dann wesentlich höher bewertet.

        Siemens ist so ein Beispiel. Die machen immer extrem Gewinn (wenn ich mich recht entsinne, dann stammt der letzte Verlust aus den 80ern), schmeißen aber massenhaft Sparten raus oder machen sie dicht. Wer nicht schritthalten kann, der muß gehen. Bei Nvidia wäre es die Gamingsparte und wohl vorallem GeForce Now, aber da hält der Boss seine schützende Hand drüber. Umgekehrt könnte es sich Intel wohl leisten, seine Fertigung abzuwickeln, wenn sie das Thema KI erfolgreich angegangen wären. Sie wären dann nicht mehr an den unprofitablen Teil gebunden. Sie sind aber nicht erfolgreich, also müssen sie den Karren aus dem Dreck ziehen und hoffen, dass das wieder etwas wird.

        Das ganze folgt der Logik des Marktes, wonach ein Unternehmen kein "Underperformer" durchfüttern soll. Die sogenannten Heuschrecken sind darauf spezialisiert.
        Da hast du im Grunde recht, aber es gibt einen Punkt dabei.

        Warum sollte man die Geschäftsteile schließen bzw. Leute entlassen solange sie profitabel sind und ggf. sogar noch wachsen. Das Einzige was dann Sinn machen würde wäre den Geschäftsbereich abzustoßen, und mit dem Geld in den profitableren bzw. wachstumsstärkeren Teil zu investieren, aber daran festzuhalten und dann noch Leute rauswerfen macht wenig Sinn. Wundert mich sowieso, dass Microsoft die gesamte Gaming Sparte noch nicht abgestoßen hat und da im Gegenteil noch massig dazukauft (siehe Blizzard), gerade im Bezug auf die sehr schlechten Xbox Zahlen.

        Wird bei Nvidia, wenn es so extrem mit AI Wachstum weitergeht, auch passieren. Dann wird GeForce die Resterampe für teildefekte Chips und ausgegliedert.
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Lustig anzusehen, dass wir so ein System unterstützen. Ich bin der Meinung die richtig Profitablen Bereiche müssen die weniger Profitablen ausgleichen.

        Was wollen Unternehmen verdienen wenn niemand mehr Arbeitet?

        Warum tun immer alle so als wären wir dem Hilflos ausgeliefert? Wer hat es den etabliert?

        Es gibt Zuwenig Ethik, Moral und Verantwortung in Wirtschaftsbereich.

        Der Schröder war einer der die Heuschrecken angelockt hat.

        Wir sind längst im Mittelalter es wird mehr Vererbt als geleistet.

        Die Reichen lassen sich nicht köpfen, die investieren schön in Rechte Parteien.
        Man sieht wie die AFD am Meisten an ihre Wirtschaftsfreunde verteilen würde.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von T-MAXX
        Wir leben bereits in einem wachsenden KI-Zeitalter, wobei der Fokus auf Gewinn und Reichtum liegt.
        Zitat von Rollora
        Sollte gar nicht überraschend sein, dass ein KI Unternehmen Mitarbeiter ersetzt
        Wobei ja die Frage ist, wie viel davon wirklich AI ist und wieviel einfach der Versuch ist, wie viel Personal man einsparen, wie weit man die Lock-In-Mechanismen vorantreiben und wie weit man die Preise hochtreiben kann, bis sich bei der Massenträgheit der Kundschaft was tut.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Sollte gar nicht überraschend sein, dass ein KI Unternehmen Mitarbeiter ersetzt
      Direkt zum Diskussionsende
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