Milliarden-Deal: Media Markt und Saturn werden chinesisch
Die deutsche Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn werden schon bald eine chinesische Führung haben, wie die Ceconomy AG, bislang größter Anteilseigner der MediaMarktSaturn-Gruppe, jetzt bestätigt hat.
Die bekannte deutsche Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn werden schon bald einen chinesischen Eigentümer haben. Wie die Ceconomy AG, bislang der größte Anteilseigner der MediaMarktSaturn Retail Group GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, gegenüber Welt.de und Axel Springer SE bereits offiziell bestätigt hat. Demnach hat der chinesischen E-Commerce-Riese JD.com bereits jetzt in etwa 32 Prozent der Unternehmensanteile für 2,2 Milliarden Euro übernommen. In den kommenden Monaten werde der Konzern seine Anteile auf über 50 Prozent ausbauen.
Jürgen Kellerhals, der Sohn des im Jahr 2017 verstorbenen Unternehmensgründers Erich Kellerhaus, hat mit aktuell rund 25 Prozent noch ein Mitspracherecht, dessen Investmentfirma Convergenta unterzeichnete aber bereits eine Vereinbarung mit JD.com, in welcher die beiden Parteien betonen, als Aktionäre "strategisch" zu kooperieren und gemeinsam abzustimmen. JD.com kontrolliert so faktisch mittlerweile mehr als 50 Prozent und hat damit eine Mehrheit sicher.
JD.com drängt auf den europäischen Markt
Mit der Übernahme von MediaMarkt und Saturn sichert sich der im Jahre 1998 in Peking gegründete E-Commerce-Gigant, welcher 2024 rund 160 Milliarden US-Dollar umgesetzt hat, neben dem Zugriff auf einen der größten europäischen Online-Shops für Elektronikartikel auch ein Netz von etwa 1.000 Märkten in aktuell 11 Ländern.
| Markenname | Markteintritt | Filialen | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | MediaMarkt + Saturn | 1979 | 396 |
| Italien | MediaWorld | 1991 | 139 |
| Spanien | MediaMarkt | 1999 | 112 |
| Türkei | MediaMarkt | 2007 | 89 |
| Polen | MediaMarkt | 1998 | 85 |
| Österreich | MediaMarkt | 1990 | 56 |
| Niederlande | MediaMarkt | 2000 | 55 |
| Schweiz | MediaMarkt | 1994 | 45 |
| Ungarn | MediaMarkt | 1997 | 40 |
| Belgien | MediaMarkt | 2002 | 26 |
Rund 50.000 Menschen arbeiten aktuell bei Media Markt Saturn und erzielten zuletzt einen Umsatz von 22,4 Milliarden Euro, von denen allein 5,1 Milliarden Euro auf die Online-Shops entfallen. Rund 36,3 Prozent der Ceconomy-Aktien befinden sich gegenwärtig noch im Streubesitz, doch China gibt jetzt die Richtung vor.
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Quelle: Ceconomy AG, JD.com via Welt.de


Den Haartrockner, das Soundsystem?
Ich könnte mir vorstellen, dass 83% den Kram so kaufen wie er im Regal liegt.
Und dafür brauche ich keine teuren Laden mit noch teurerem Personal, das auch nichts zu meinem Kauf beiträgt.
So oft kaufe ich so etwas nicht aber wenn es hilfreich ist...
Edit: Ach guck mal, das wurde teils sogar von MM umgesetzt. Wusste ich gar nicht.
Als ob die jeden beliebigen Staubsauger mal eben ausprobieren lassen.
Ist der ganez Quatsch billiger als eine gelegentliche Rücksendung? Das würde mich echt überraschen.
Ok, ich komme auch auf 0-3 Rücksendungen pro Dekade.
Jemand probiert die Maus, wenn sie überhaupt verfügabr ist, dort aus und bestellt sie deutlich billiger woanders.
Anders würde ich das auch nicht machen aber da die eh, abseits 5 überteuerter Modelle eh nichts haben, entfällt das zum Glück für beide Seiten.
Oder Grakas.
Oder Staubsauger.
Oder Waschmaschinen.
Oder HDMI-Kabel.
Oder Spiele.
Und bei ner Waschmaschine will man vielleicht vorher mal die Verarbeitung angeschaut haben? Vielleicht will man das Ding einfach grundsätzlich mal vorher live sehen? Den "leisen" Staubsauger will man vielleicht mal vorher hören? Das nächste Smartphone will man vielleicht mal vorher in der Hand gehabt haben? Beispiele finden sich genug.
Bei so etwas oder Klamotten ist das ja wohl etwas ganz anderes als bei einer SSD...
Bei einigen Produkten oder Kategorien ist es einfach nicht verhältnismäßig, sie nur mal 'auf Verdacht' oder "sollte schon passen" zu bestellen; in dem stillen Wissen, dass man sie bei Nichtgefallen sowieso wieder zurückschickt. Dieses ständige Hin-und-Her verursacht nicht nur unnötigen Verschleiß an den Artikeln selbst, sondern auch hohe Logistikkosten, mehr Verpackungsmüll und eine Umweltbelastung. All das steht dann in keinem Verhältnis zum vermeidbaren Komfort, wenngleich der Komfort je nach Produkt/Szenario ja auch nicht immer gegeben ist. Nen Bürostohl auspacken, montieren, schrauben, nur um dann festzustellen, dass der einem nicht passt und dann wieder abschraubt, zusammenpackt, Retoure einleitet etc. pp.
Bei Hardware ist das größtenteils anders. Ne GPU kannst du rein auf Basis von Zahlen, Daten, Fakten kaufen.
Das Probesitzen eines Bürostuhls oder einer Couch, das persönliche Feeling bei der nächsten Maus, der tatsächliche Sitz deiner nächsten 400€ Jacke etc. pp. kann dir auch der beste Review oder Artikel nicht geben.
Dass ein Markt nicht existieren kann, wenn die Leute nur zum gucken kommen, ist ja klar und habe ich eingangs selbst erwähnt. Es ging schließlich darum, dass ein Markt für den Kunden eben durchaus Vorteile bietet, nämlich mindestens die o.g.