Intel und Nvidia machen gemeinsame Sache, Intel-Aktie explodiert
Intel und Nvidia schließen eine überraschende Partnerschaft: Nvidia investiert 5 Milliarden US-Dollar und erhält Zugang zu Intels x86-Technologie, während Intel von Nvidia-GPUs profitiert. Ein Deal mit Signalwirkung für den KI-Sektor.
"Gute Neuigkeiten, Leute!", würde Professor Farnsworth sagen: Intel und Nvidia machen nun gemeinsame Sache - und Nvidia kauft auch gleich Aktien im Wert von 5 Milliarden US-Dollar (zu einem Preis von 23,28 US-Dollar pro Anteil), um dem angeschlagenen Nachbarn aus Santa Clara unter die Arme zu greifen. Die Aktie stieg zwischenzeitlich um rund 30 %, nachdem sie lange Zeit um die 20 Euro notiert hatte. Die US-Börsen öffneten um 15:30 Uhr.
"Ich war nicht eingeladen ..."?
Was hat man vor? Intel und Nvidia wollen künftig gemeinsam Produkte entwickeln, vornehmlich im KI-Sektor. Nvidia erhält dadurch Zugriff auf Intels x86-Technologie, während Intel Zugang zu Nvidia-Technik bekommt. Unter anderem wird Intel für Nvidia Custom-Chips mit x86-Technik bauen und künftig auch Nvidia-GPUs in SoCs anbieten. Letztere Kombination wird seit Jahren bei Laptops gepflegt, nun intensiviert und auch für Desktop in Aussicht gestellt. Künftig kann Intel wohl die RTX-GPU direkt als Chiplet integrieren und per NV-Link anbinden, zu dem man nun Zugang hat.
Die US-Regierung hatte zuletzt nach Optionen gesucht, wie man Intel unterstützen könne. Zunächst war TSMC immer wieder im Gespräch, um die angeschlagene Fertigung zu stabilisieren. Auch ein staatlicher Einstieg wurde erwogen. Nun ist zunächst Nvidia an Bord, wo Jensen Huang noch vor einiger Zeit trocken bemerkte: "Es könnte eine Party geben. Ich wurde nicht eingeladen."
Auswirkungen des Deals vage
Der Einstieg steht zwar unter dem Vorbehalt regulatorischer Zustimmung, doch dürfte es im aktuellen politischen Umfeld der USA kaum größere Hindernisse geben. Auch andere Unternehmen versuchen derzeit, die günstige Lage zu nutzen - etwa Skydance/Paramount oder Warner/Discovery.
Die langfristigen Auswirkungen dieses Deals lassen sich momentan kaum abschätzen. Klar ist jedoch: Intel stärkt damit sein Geschäft rund um die Xeon-6-Serie, während Nvidia sich im Wettbewerb gegen AMD festigt, da man künftig mehr aus einer Hand anbieten kann. Aber nicht nur AMD angelt im Geschäft für Rechenzentren erfolgreich Kunden, sondern auch Hersteller von Prozessoren mit ARM-Technik. Offenbleiben für den Moment Fragen wie etwa, was mit Intels GPU-Sparte geschieht oder ob Nvidia tatsächlich auf Intels Produktionskapazitäten zurückgreifen wird.
Das alles sowie langfristige Prognosen sind rein spekulativ. Intels Aktie legte erst einmal kräftig zu, während Nvidias Aktie durch die chinesische Ankündigung bei KI-Beschleunigern diese Woche unter Druck stand, sich aber nun zunächst etwas freundlicher zeigt. AMD-Aktionäre schauen erst einmal auf fallende Kurse.
Was denken Sie zum Deal? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.


was eine shit-show die USA geworden sind
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Was mich stört, sind völlig unreflektierte und überzogene Aussagen zugunsten einer Seite, bei der eine andere Seite mit weniger Argumenten zum Verlierer deklariert wird.
Man darf gespannt auf die Zukunft schauen, ob sich Intel mit diesem Move a) gerae noch den Ar*** gerettet hat oder b) die Kronjuwelen vor dem Untergang verhökert wurden
Schade für Arc, das wird vermutlich eingestampft - ausser Nvidia sieht es nicht als ernstzunehmende Konkurrenz (ist gut möglich!). Interessant wird es für uns Consumer: Ggf gibt es bald sehr starke Intel APUs, oder einen eigenen Nvidia x86 Chip
AMD wird auf jeden Fall alles andere als begeistert sein
Ich Wette, dass der Trump Clan da vorher ordentlich Intel und Nvidia Aktien gekauft hat.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Nicht ich verstehe es nicht, sondern du. Hier noch ein Beleg dafür, dass ich recht habe.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]und du nicht.
Interpretation im Kontext “Monopol”
Mit diesem Datenstand lässt sich die ursprüngliche Behauptung (“ein Unternehmen mit über 70 % Marktanteil = Monopol”) nun so bewerten:
Wichtige Abgrenzungen
1. Kein echtes Monopol, da AMD existiert als echter Wettbewerber in relevanten Segmenten (Desktop, Server). Es ist kein Markt mit einem Anbieter, sondern mindestens zwei, die signifikante Marktanteile haben.
2. Marktbeherrschung: Intel ist in vielen Bereichen stark führend; über 70 % in manchen Segmenten (z. B. Desktop + Server kombiniert oder in spezifischen Einheitenmärkten) ist bemerkenswert. Aber das allein macht noch kein Monopol im Rechtssinn.
3. Umsatz-/Wertanteile zeigen, dass AMD vor allem durch Premiumprodukte (z. B. im Desktop High-End, Server mit hoher Kernzahl) relativ mehr Wert schöpft als Einheitenzahlen suggerieren. Das bedeutet: Selbst wenn Intel in Stückzahlen dominiert, hat AMD bei Umsätzen in manchen Segmenten schon eine deutlich stärker gewachsene Stellung.
4. Preise, Differenzierung und Produktvielfalt: AMD bietet oft teurere Premium-Chips (die höhere Margen haben), was den Umsatzanteil erhöht. Auch die Verhandlungsmacht, Produktinnovationen, technologischer Vorsprung etc. spielen eine Rolle bei der Marktbeherrschung.
Und selbst diese Aussage ist aktuell ja falsch, da Intel in keinem Bereich mehr 70% erreicht, Umsatzabhängig, was deutlich relevanter ist als irgendeine Stückzahl, sind es ja gen 60%