Die langen Gespräche zwischen IBM und Globalfoundries haben nun doch noch zum Erfolg geführt. IBM verkauft seine Chipsparte an den Auftragsfertiger aus Nahost, der aus der einstigen AMD-Produktion hervorgegangen ist. Die Werke sollen erhalten bleiben, beide Partner vereinbaren umfangreiche Investitionen. Zudem bekommt Globalfoundries umfangreichen Zugriff auf IBM-Pantente und -Technologien.
Globalfoundries übernimmt nun doch die Chipfertigung von IBM. Dazu gehören auch umfangreiches geistiges Eigentum (IP), hochqualifizierte Technologen sowie Technologien von IBM Microelectronics. Das wurde heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Globalfoundries wird zudem für die nächsten zehn Jahre IBMs exklusiver Lieferant von Serverprozessoren in 22-, 14- und 10-Nanometer-Technologien. Dabei geht es aber vornehmlich um die bei IBM verbliebenen Großrechner und Power-Server. Die Serversparte leidet zunehmend unter dem Druck der Mitbewerber, die x86-Sparte ist ohnehin schon an Lenovo verkauft – so wie zuvor das Desktop- und Notebook-Geschäft.
Um den Deal, der sich seit Längerem anbahnte, gab es zuletzt ein reges Hin und Her wegen der Vertragsmodalitäten – vor allem wegen der finanziellen Übernahmebedingungen. Die Vereinbarung ermöglicht IBM, sich künftig vollständig auf die Halbleitergrundlagenforschung sowie auf künftige Entwicklungen von Cloud, Mobile, Big Data Analytics und Secure Transaction-Optimized Systems zu konzentrieren. Die Amerikaner trennten sich in den vergangenen Jahren sukzessive von defizitären Sparten und haben nun mit dem Verkauf der Fertigung nur noch wenig mit dem gemein, was vor Jahrzehnten den Siegeszug einleitete.
Um Globalfoundries die Übernahme schmackhaft zu machen, setzt IBM seine bereits angekündigten Investitionen in Höhe von drei Milliarden US-Dollar über die nächsten fünf Jahre in die Halbleiterforschung fort, um in der nächsten Computing-Generation führend zu sein. Globalfoundries erhält ersten Zugang zu den Forschungsergebnissen, die durch diese Investitionen in die Entwicklungskooperation entstehen. Außerdem bekommt Globalfoundries ein Mitgift in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar über die kommenden drei Jahre. Diese Zahlung wird im Betriebskapital in Höhe von rund 200 Millionen USD verringert. Zudem muss IBM durch den Deal 4,7 Milliarden US-Dollar Vorsteuerverluste im vierten Quartal 2014 abschreiben.
Globalfoundries plant für den Zeitraum 2014/2015 Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden US-Dollar. Der größte Teil davon fließt in den Fertigungsstandort im Bundesstaat New York, wo das Unternehmen seit 2009 rund 3.000 Stellen geschaffen hat. Die Fertigungsstätten in East Fishkill, New York, und Essex Junction, Vermont, sollen weiter ausgebaut werden. Globalfoundries beabsichtigt, nahezu allen IBM-Mitarbeitern, die Teil der Transaktion in den beiden Werken sind, Beschäftigung anzubieten. Davon ausgenommen ist ein Team der Halbleiterservergruppe, das bei IBM verbleibt.
Der Abschluss der Transaktion ist vorbehaltlich der Erfüllung von regulatorischen Anforderungen und den üblichen Abschlussbedingungen. Globalfoundries profitiert vor allem von den übernommenen Patenten und Technologien aus dem IBM-Portfolio. Die Fertigungskapazitäten dürften nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben.


Zumal diese zukünftige Technologie EMP resistent ist..
Schon gut, liebe Leute im Forum, ich habe natürlich auch kapiert, dass dieser Deal an große Investitionen durch den neuen Eigentümer gebunden ist.
Munter bleiben!
Gefragt ist die nur muss man halt ständig große Summen investieren um auf dem Markt zu bleiben. Wie in der News steht will Globalfoundries nächstes Jahr 10Mrd. $ investieren. Da sind die 500Mio pro Jahr über die nächsten 3 Jahre die IBM an GloFo abdrückt quasi nichts. Kommt für IBM auf jeden Fall günstiger die jetzt abzudrücken und trotzdem die nächsten 10 Jahre die benötigten Chips zu bekommen anstatt die nächsten 10 Jahre Milliarden von Dollar da rein zu stecken.