Eidos Montréal: Traditionsreicher Entwickler (Deus Ex, Tomb Raider) mit Kahlschlag
Die Spielebranche hat ihre nächste Entlassungswelle: Der kanadische Entwickler Eidos Montréal verkündete heute die Trennung von 124 Angestellten. Darunter befindet sich auch der langjährigen Studiochef David Anfossi.
Über die Spieleindustrie schwappen weiter unaufhaltsam Entlassungswellen. Nachdem jüngst Epic Games mit einer solchen in vierstelliger Kündigungszahl Schlagzeilen schrieb, vollzieht das kanadische Entwicklerstudio Eidos Montréal den nächsten Kahlschlag.
124 Mitarbeiter inklusive Studioleiter weg
Wie das unter anderem für Deus Ex und Tomb Raider bekannte Unternehmen auf der Plattform Linkedin ankündigt, habe man sich zur Trennung von 124 Mitarbeitern entschieden. Als Begründung nennt Eidos Montréal "veränderte Projektbedürfnisse und Einflüsse auf Produktions- und Supportteams".
- Man sei den betroffenen Angestellten zu tiefstem Dank verpflichtet; die Entscheidung "spiegelt deren Talent, Hingabe und Performance in keinster Weise wider", heißt es in der Linkedin-Mitteilung weiterhin.
- Aktuell wolle das Entwicklerstudio die Kollegen mit "Sorgfalt und Respekt" unterstützen und gleichzeitig die Kontinuität für die verbleibenden Teams sicherstellen.
Unter den gekündigten Mitarbeitern befindet sich auch Studioleiter David Anfossi, der 2007 als Produzent bei Eidos Montréal anheuerte und sechs Jahre später zu seiner (jetzt ehemaligen) Rolle aufstieg. Unter seiner Feder entstanden Spiele wie Deus Ex: Mankind Divided oder Shadow of the Tomb Raider.
Ein Übergangsplan für die führungslose Zeit bei Eidos Montréal ist Unternehmensangaben zufolge unterwegs, weitere Updates in diesem Kontext sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Der nächste Einschnitt bei Eidos Montréal
Die aktuellen Kündigungen sind bei weitem nicht die ersten, die Eidos Montréal in den vergangenen zwölf Monaten verteilte.
- Vor beinahe exakt einem Jahr gab das kanadische Studio die Entlassung von 75 Angestellten bekannt; im vergangenen Dezember traf das Unternehmen die Entscheidung für eine weitere Welle an Kündigungen in unbekannter Höhe.
- Aus letzterer folgte auch die Mutmaßung, dass einige Prestigeprojekte rund um Deus Ex, Legacy of Kain und Der Herr der Ringe eingestampft wurden.
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Wirklich schade, habe die TR-Games von denen sehr gemocht...