Neue Apple-Quartalszahlen: Anzeichen einer iPhone-Krise
Apple hat die Quartalszahlen vorgelegt und die Anzeichen einer Krise beim iPhone sind durchaus sichtbar. Ob das nachhaltig ist, wird sich noch zeigen müssen. Für den Moment aber scheinen die Preise speziell für die Geräte der zweiten iPhone-X-Generation (XR, XS) schlichtweg zu hoch zu sein, um endloses Wachstum zu generieren.
Apple hat wie angekündigt am gestrigen Abend amerikanischer Zeit nach US-Börsenschluss seine Quartalszahlen vorgelegt und die fallen so aus, wie man es im Vorfeld bereits erwartet hatte. 84,3 Milliarden US-Dollar Umsatz stehen in den Büchern, 5 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresquartal und damit genau das, was die Analysten vorhersagten.
Auch die im Vorfeld ausgegebene Prognosekürzung trat ein. Statt 61 Milliarden US-Dollar Umsatz mit iPhones blieben nur noch 52 Milliarden US-Dollar übrig. Das ist ein deutlicher Rückgang. Immerhin schaffte es Apple dennoch, den Gewinn einigermaßen stabil auf 19,97 Milliarden US-Dollar zu halten - ein Plus von 7,5 Prozent pro Aktie. Das hat mitunter auch mit den höheren iPhone-Preisen zu tun, die einen Teil des Verkaufsrückgangs kompensieren.
iPhone entpuppt sich als Sorgenkind
Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das wichtigste Geschäft der Amerikaner derzeit ein Problem hat. Die Umsatzwarnung mit einer Reduzierung der Prognose von 93 auf 84 Milliarden US-Dollar sorgte bereits für Aufsehen und nach der Vorstellung des iPhone 10 orakelten manche bereits, dass es für Apple schwer werden wird. Die Preise waren zu hoch. Apple selbst sagt, dass der Absatz unter anderem an der schwächelnden chinesischen Wirtschaft liegt (-27 Prozent Umsatz lokal), wie es derzeit viele Unternehmen tun.
Ach lesenswert: Apple kurz vor Quartalsergebnis: iPhones XS/XR machen Anlegern keine Freude
Da man für das kommende Quartal aber weitere Rückgänge prognostiziert, scheint man sich damit abgefunden zu haben, dass die aktuelle iPhone-Generation sich nicht so einfach verkaufen lassen wird. 55 bis 59 Milliarden US-Dollar sollen es werden; Analysten rechnen mit 58,8 Milliarden US-Dollar - im Vorjahr waren es noch 61. Dass keine Absatzzahlen genannt wurden, legt nahe, dass das iPhone-Geschäft kriselt. Im Vorjahresvergleich sinkt der Umsatz demnach um 15 Prozent bei iPhones, was 61 Prozent des Gesamtumsatzes sind.
Andere Apple-Produkte laufen besser
Die von Apple angebotenen Dienstleistungen legten etwas zu, um 19 Prozent auf 10,9 Milliarden US-Dollar. Auch das iPad entwickelte sich mit Plus 17 Prozent positiv und generierte 6,7 Milliarden US-Dollar Umsatz, ebenso wie die angebotenen Kleingeräte von Apple Watch bis Airpods und das Geschäft mit Macs. Die sind alle aber nicht groß genug, um ernsthaft das Geschäft mit dem iPhone zu stützen.
Spannend für die Zukunft wird, ob Apple für die aktuelle Generation noch die Preise senken wird, um wettbewerbsfähiger zu werden und ob man bei der nächsten iPhone-Generation an der Strategie festhält oder wieder auf einen Preis unter der 1.000-Dollar-Schallmauer setzt. Nach wochenlangem Sinkflug legte die Apple-Aktie heute wieder zu, was aber auch an dem niedrigen Kurs liegen kann, der zum Einstieg verleitet.

Delfinflossenseife
MfG
Guck dir mal die Vegan Lebensmittelindustrie an.
Da wird alternativer Käse verkauft, der aus Mandelmilch und Kokosöl besteht. Billigst hergestellt und sofort schnittfertig.
Kostet aber mehr als doppelt soviel wie Käse aus Kuhmilch, der auch noch reifen und lagern muss.
Das ist echt lächerlich. Da lassen sich die Veganer echt über den Tisch ziehen.