Devolo Magic 2 WiFi 6 next im Hands-on: Powerline und Mesh für stabiles WLAN

WLAN-Probleme im Keller, Altbau oder Dachgeschoss? Das Devolo Magic 2 WiFi 6 next Multiroom Kit kombiniert Powerline mit Wi-Fi 6 Mesh und will damit in jeder Ecke für gute Verbindung sorgen. Wie gut das gelingt, zeigt dieser Hands-on-Praxistest.

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Test Christopher Barnes Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Devolo Magic 2 WiFi 6 next im Hands-on: Powerline und Mesh für stabiles WLAN
Quelle: PCGH-Ratgeber

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Chris. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zum Devolo Magic 2 WiFi 6 next Multiroom Kit authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

"Hoppla, da ist etwas schiefgelaufen ..." Diese und ähnliche Meldungen zählen womöglich zu den nervigsten Dingen, die einem beim Arbeiten, Streamen oder Zocken passieren können. Insbesondere dann, wenn man bereits einen stattlichen Preis für den Internetvertrag hinblättert, die Verbindung aber nicht in jedem Raum verlässlich ankommt. Besonders in Altbauten, Mehrgeschosswohnungen oder stark abgeschirmten Räumen wie Kellern oder Dachgeschossen reichen klassische WLAN-Router oder einfache Repeater oft nicht aus. Genau hier setzt Devolos neues Flaggschiff namens Magic 2 WiFi 6 next an. Es nutzt das Stromnetz als Transportweg für Daten, erweitert die WLAN-Abdeckung über ein Mesh-Netzwerk und kombiniert diese Technologien in einer hybriden Lösung. Und wie gut das alles im Alltag funktioniert, zeigt dieser Praxistest.

Technische Details und Lieferumfang

  • Konnektivität: Ethernet, Wi-Fi 6 Dual-Band (2,4 + 5 GHz), Powerline (G.hn)
  • Geschwindigkeit: LAN bis zu 1.000 Mbit/s, WLAN bis zu 574 Mbit/s (2,4 GHz) bzw. 2.402 Mbit/s (5 GHz)
  • Eingänge: Schuko, 1× Ethernet (LAN-Adapter)/Schuko, 2× Ethernet (WLAN-Adapter)
  • Maße in mm: 133 × 66 × 42 (LAN-Adapter)/152 × 76 × 40 (WLAN-Adapter)

Mir wurde für diesen Test das Multiroom Kit zur Verfügung gestellt, in dem neben dem LAN- auch gleich zwei WLAN-Adapter enthalten sind. Dazu gesellen sich noch ein 2-m-Netzwerkkabel und die schlanke Installationsanleitung. Besagte Adapter sind auffällig unauffällig designt, wodurch sie sich optisch gut in Wohn- und Arbeitsräume einfügen. Mit 152 × 76 mm sind zwar vor allem die Wi-Fi-Geräte etwas wuchtig, was durch die bei allen Adaptern integrierte Steckdose aber kompensiert wird. Obwohl Powerline-Adapter also ohnehin nicht für den Betrieb an einer externen Steckerleiste gedacht sind, ist die Größe dennoch wichtig für die Platzierung. Ein Vorteil wiederum: Die Steckdoseneingänge verfügen über Netzfilter, die für eine stabile Übertragung sorgen, indem sie hochfrequente Störsignale aus dem Stromnetz herausfiltern.

Devolo Magic 2 WiFi 6 next Multiroom Kit
Drei Powerline-Adapter mit Steckdoseneingang
Drei Powerline-Adapter mit Steckdoseneingang Screenshots der devolo Home Network App

Einstecken, abwarten, fertig

Grundsätzlich ist die Inbetriebnahme ebenso schlicht und geradlinig wie das Design. Allerdings scheint die Devolo Home App hier einen wichtigen Punkt zu überspringen. Um alle Geräte anfänglich miteinander zu verbinden, soll es genügen, sie nebeneinander in eine Steckleiste zu stecken. Dass das aufgrund der Größe schwierig werden könnte, ist hier aber gar nicht das Problem. Denn die physische Anleitung stellt klar, dass der LAN-Adapter auch gleich direkt mit dem Router verbunden werden muss, was natürlich Sinn ergibt, da dieser über keine WLAN-Funktionen verfügt.

Erledigt man das und steckt die beiden WLAN-Adapter in der Nähe ein, verbinden diese sich tatsächlich innerhalb weniger Minuten. Nutzerfreundlicher ist kaum möglich. Anschließend kann man die Geräte an ihrem vorgesehenen Platz einsetzen und optional über die App verwalten.

Powerline trifft Wi-Fi 6 Mesh

Powerline überträgt nun das Signal physikalisch über das Stromnetz, was ideal für dicke Altbauwände, große Distanzen oder unzugängliche Räume ist. Wer dazu mehr wissen möchte, findet hier den Test des Vorgängers, in dem diese Technik ausführlich erläutert ist. Hinzu kommt jetzt noch die zweite große Stärke des Devolo Magic 2 WiFi 6 next: Mesh. Mithilfe dieser WLAN-Technik mit Wi-Fi 6 (IEEE 802.11ax) wird zwischen den Knotenpunkten ein stabiles drahtloses Netz aufgespannt, sodass Geräte wie Smartphones, Laptops usw. sich stets mit dem nächstgelegenen verbinden.

Eine Grafik, die die Netzabdeckung innerhalb einer mehrstöckigen Wohnung zeigt Quelle: devolo Powerline-Adapter nutzen das hauseigene Stromnetz zur Datenübertragung und ermöglichen so Internetzugang an schwer erreichbaren Stellen. Dazu muss lediglich die Haus-Taste an den WLAN-Adaptern sowie die WPS-Taste am eigenen Router gedrückt werden. Die Druckdauer an letzterem ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich und findet sich in der Anleitung. Laut der Devolo-Anleitung zeigt eine durchgehend weiß leuchtende LED wiederum, ob die Verbindung geglückt ist. Da diese allerdings auch bereits bei der regulären Verbindung konstant weiß leuchtet, ist der Erfolg leider nicht klar erkennbar.

Dafür bemerkte ich im Test mit meinem Handy (Samsung Galaxy S20 FE) direkt einen Erfolg. Um diesen zu erklären, sind allerdings einige Einordnungen nötig, da hier viele Faktoren wie Vertrag und Wohnsituation eine Rolle spielen. So habe ich etwa einen 250er-Kabelinternetvertrag, lebe aber in einer 3-Zimmer-Wohnung (65 m²), Hausbaujahr 1957, mit regulären Kupferstromleitungen. Daher habe ich in manchen Ecken der Wohnung auch das eine oder andere Funkloch, was ich mit den Adaptern kompensieren wollte.

So habe ich getestet

Als Referenz habe ich zunächst einen Internet Speed Test direkt neben dem Router im Büro durchgeführt. Sowohl mit als auch ohne angeschlossenen Devolo-Adapter habe ich hier bei mehrfacher Messung wenig überraschend stets Werte um die Maximalrate herum gemessen, also ±250 Mbit/s Download und ±50 Upload. Zentral im Wohnzimmer, etwa 8 m vom Router entfernt, erzielte ich mit und ohne Adapter dieselben Ergebnisse. Eine spürbare Verbesserung maß ich dagegen in einer Ecke, in der ich sonst bereits deutlich weniger Empfang habe. Ohne Adapter waren es hier 125,1/ 29,5 Mbit/s, mit wiederum 164,9/ 35,5. Und an einem Punkt außerhalb der Wohnung, wo ich ohne den Magic 2 WiFi 6 next nur gerade noch so überhaupt Empfang hatte (zwischen 0 und 2 Mbit/s Download), erzielte ich mit Adapter immerhin noch 17,1/ 13,4 Mbit/s. In meinem Fall konnte ich die WLAN-Abdeckung also spürbar verbessern.

Theoretisch liefert jeder Adapter laut Spezifikation bis zu 2.402 Mbit/s im 5-GHz- und bis zu 574 Mbit/s im 2,4-GHz-Bereich. Wie bereits erwähnt sind die realen Werte naturgemäß geringer, liegen im Test aber deutlich über dem, was etwa klassische Repeater bieten. Über die Powerline-Strecke schafft das System laut Hersteller wiederum eine Bruttoübertragungsrate von bis zu 2.400 Mbit/s. Diese MIMO-Verbindung (2×2) bezieht sich allerdings ausschließlich auf die interne Verbindung zwischen den Adaptern im Stromnetz und entsteht dadurch, dass mehrere Leiter (Phase, Neutralleiter, Schutzleiter) parallel genutzt werden. Auch hier bleibt man im Alltag zwar deutlich unter der Maximalrate, was aber locker für UHD-Streaming, große Downloads und Remote-Arbeit reicht. Die LAN-Anschlüsse - zwei pro WLAN-Adapter - bieten jeweils 1.000 Mbit/s. Zudem unterstützt das System aktuelle Standards wie WPA3, MU-MIMO und OFDMA sowie Funktionen wie Band- und Access-Point-Steering, die gerade in stark frequentierten Haushalten für eine effizientere WLAN-Nutzung sorgen.

Devolo Magic 2 WiFi 6 next Multiroom Kit: Fazit

Das Devolo Magic 2 WiFi 6 next Multiroom Kit ist eine durchdachte Hybridlösung, die Powerline und Mesh-WLAN so kombiniert, dass auch schwierige Wohnsituationen zuverlässig abgedeckt werden. Die Kombination aus G.hn-Powerline mit MIMO-Technik und modernem Wi-Fi 6 sorgt für hohe Bandbreiten und stabile Verbindungen. Die Einrichtung ist weitestgehend unkompliziert, und aktuelle Standards wie WPA3, MU-MIMO, OFDMA sowie Band- und Access-Point-Steering machen das System zukunftssicher. Bis auf die etwas sperrigen Gehäuse und einige Unklarheiten bei der Einrichtung gibt es hier wirklich wenig zu meckern. Lediglich der Preis ist nicht ganz ohne. Doch wer bereit ist, den zu zahlen, erhält eine leistungsstarke Komplettlösung für große Wohnungen und Häuser mit schwierigen WLAN-Bedingungen.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Crispy Schraubenverwechsler(in)
        Danke für das Feedback, ehrlich. Ich dachte anfangs, meine Messumstände wären wegen der ganzen individuellen Faktoren nicht so wichtig, hatte ich ja auch erwähnt. Jetzt ist mir klar, dass das für manche eben doch hilfreich zur Einordnung gewesen wäre. In der aktuellen Artikelversion habe ich mein Vorgehen etwas ausführlicher erklärt und konkrete Werte ergänzt, soweit mir eben möglich.

        Wegen der Headline: Damit deutlicher ist, in welche Richtung der Artikel geht, habe ich den Titel auch auf „Hands-on“ geändert. Wie richtig gesagt wurde: Das ist kein typischer PCGH-Test, sondern ein bewusst einfacherer „Praxistest“ des Ratgeber-Teams, in dem ich erzähle, wie ich die Einrichtung erlebt habe und ob’s bei mir was gebracht hat. Beim nächsten Artikel versuche ich genau solche Punkte zu beachten und umzusetzen.
      • Von PCGH_Crispy Schraubenverwechsler(in)
        Danke für das Feedback, ehrlich. Ich dachte anfangs, meine Messumstände wären wegen der ganzen individuellen Faktoren nicht so wichtig, hatte ich ja auch erwähnt. Jetzt ist mir klar, dass das für manche eben doch hilfreich zur Einordnung gewesen wäre. In der aktuellen Artikelversion habe ich mein Vorgehen etwas ausführlicher erklärt und konkrete Werte ergänzt, soweit mir eben möglich.

        Wegen der Headline: Damit deutlicher ist, in welche Richtung der Artikel geht, habe ich den Titel auch auf „Hands-on“ geändert. Wie richtig gesagt wurde: Das ist kein typischer PCGH-Test, sondern ein bewusst einfacherer „Praxistest“ des Ratgeber-Teams, in dem ich erzähle, wie ich die Einrichtung erlebt habe und ob’s bei mir was gebracht hat. Beim nächsten Artikel versuche ich genau solche Punkte zu beachten und umzusetzen.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Bishop_DE
        Also ich kann dir aus Technikersicht versichern das bei Kabel Internet die Dinger auch Störungen verursachen im Bereich 5-65 MHz. Im Bereich 30,8-55Mhz ist im Kabelnetz in NRW, Hessen und BW der Upstream und in fast allen Fällen wo es um Störsignale im Upstream geht ist entweder ein D-Lan oder der eigene Hausverstärker schuld.
        Jap.

        DLAN ist offenbar hauptsächlich im (aus Kabelnetzsicht gesehen) Kanal 11 unterwegs (37,2 MHz), wenns mehrere sind auch mal Kanal 10 (30,8 MHz). Denn immer dann, wenn gewisse Nachbarn ihr DLAN anwerfen brechen genau diese Kanäle von 64QAM auf QPSK oder sogar ganz zusammen. Blöd daran ist, dass das Upstreamkanäle sind, bedeutet das ist der klassische Rückwegstörer der dir deine Internetverbindung vollständig kappt weil irgendwelche Hornochsen mit DLANs und nicht vernünftig (Daten von Strom) getrennten Verstärkern ins Kabelnetz reinrauschen.

        Zitat von Olstyle
        Verbindung zwischen zwei Endgeräten misst.
        Das hab ich eigentlich als Minimalanforderung an einen solchen "Test" gesehen. Datenübertragung von PC an (USB-Stick im) Router oder sowas über DLAN. So ist das hier kein TRest sondern abschreiben der Herstellerspecs die wie wir alle wissen völlig praxisfern sind im Netzwerkbereich.
      • Von Bishop_DE Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Vipdom
        Ich selbst bin Techniker für die Telekom. Powerline sind an sich nicht schlecht wenn man einen Kabel Anschluss oder Glasfaser Anschluss nutzt.

        Bei DSL sorgen Powerline für massive Fehler auf der Leitung. Alles ab 100K und aufwärts. Powerline geben ein Signal ab, welches den DSL Anschluss stören, der Router bricht deshalb unregelmäßig immer ab, oder die gebuchte Bandbreite kommt nicht mehr an ( Technik am Straßenverteiler optimiert sich, und drosselt die gebuchte Geschwindigkeit) um stabil laufen zu können. Dieses Problem tritt bei Devolo, TP Link und AVM Powerlines aus bei DSL Anschlüssen!

        Habe tagtäglich Kunden die Störungen ausrufen , und die Powerline dann die Störquelle sind.
        Also ich kann dir aus Technikersicht versichern das bei Kabel Internet die Dinger auch Störungen verursachen im Bereich 5-65 MHz. Im Bereich 30,8-55Mhz ist im Kabelnetz in NRW, Hessen und BW der Upstream und in fast allen Fällen wo es um Störsignale im Upstream geht ist entweder ein D-Lan oder der eigene Hausverstärker schuld. Im Glasfasernetzen wird das nur zum Problem wenn die Hausanlage kupferbasiert ist und dann auf Glasfaser übergeht

        Ich sage Mal so, wenn man auf Nummer sicher gehen will dann nimmt man die Dinger nicht, aber das wissen halt die Kunden leider nicht.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat

        Umso klarer war das Ergebnis: Denn die Messung ergab einen mehr als viermal höheren Mbit/s-Wert. Konkrete absolute Zahlen sind hier weniger aussagekräftig, weil sie stark von Vertrag, Leitungsweg und der individuellen Hausinstallation abhängen.
        Ach komm schon.
        1)Der Vertrag ist raus wenn man die Verbindung zwischen zwei Endgeräten misst.
        2)Ein Praxiswert mit beschriebenen Umgebungsbedingungen ist 1000mal besser als gar kein Wert.
      • Von Tech_13 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Vipdom
        Ich selbst bin Techniker für die Telekom. Powerline sind an sich nicht schlecht wenn man einen Kabel Anschluss oder Glasfaser Anschluss nutzt.
        Habe tagtäglich Kunden die Störungen ausrufen , und die Powerline dann die Störquelle sind.
        Grüß dich TeS aus dem OD4 hier
        Heftig finde ich die PLC vor allem wenn die Schreien wegen einer anderen Phase.

        Ich hatte gehofft dass Devolo mehr auf die 2-Draht Ethernetbrücken geht oder sehr sehr gutes WLAN Mesh baut.
        Immerhin ein Argument mehr für Glas würde mein TL sagen.
        G.Fast wäre ja eine Alternative, ist aber so wirtschaftlich wie eFuels.
      Direkt zum Diskussionsende
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