Wi-Fi 802.11ah: Video-Call über drei Kilometer Entfernung erfolgreich

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Wifi 802.11ah: Video-Call über drei Kilometer Entfernung erfolgreich
Quelle: Gerd Altmann - Pixabay

Das Tech-Unternehmen Morse Micro hat es geschafft, einen Videocall über ein drahtloses Netzwerk und eine Distanz von knapp drei Kilometern durchzuführen.

In den Wi-Fi-Standards, die man vor 802.11ah ankündigte, ging es meist darum, eine bessere Bandbreite und Stabilität auf Kosten von Reichweite umzusetzen. Mit 802.11ah hingegen wollte die Wi-Fi-Alliance die maximal mögliche Reichweite wieder etwas steigern und den Energieverbrauch der jeweiligen Endgeräte senken.

Standard bereits 2016 aufgestellt

Nach Aussagen der Wi-Fi-Alliance, wird das mit dem neuen Standard einhergehende 900-MHz-Band die nahezu doppelte Reichweite ermöglichen und soll auch weniger negativ durch Objekte wie Wände beeinflusst werden.

Diese Aussage scheint sich in einem realen Feldtest nun bestätigt zu haben. Morse Micro ist ein auf drahtlose Übertragungstechniken spezialisiertes Unternehmen. Die Firma hat den aktuellen HaLow-Netzwerkstandard 802.11ah auf dessen Möglichkeiten getestet. Auch wenn diese Version bereits 2016 durch die Wi-Fi-Alliance genehmigt wurde, so findet dessen Umsetzung erst jetzt nach und nach statt.

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Morse Micro testete unter Verwendung des aktuellen Standards die mögliche Reichweite für ein Videotelefonat. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. So ist nicht nur die Entfernung von drei Kilometern, bei welcher der Call noch funktionierte, bemerkenswert. Der Datendurchsatz während des Gesprächs reichte von 11 Megabits pro Sekunde bei 500 Metern Entfernung bis zu einem Megabit mit einer Distanz zwischen den Endgeräten von drei Kilometern.

Geringer Energieverbrauch

Auch die Tatsache, dass Objekte zwischen den angebundenen Endgeräten nicht zu wesentlichen Störungen führten, mag in der Größenordnung etwas überraschen. Der Energieverbrauch der genutzten Geräte war zudem wesentlich niedriger als der des auf hohe Geschwindigkeiten getrimmten Wi-Fi 7.

Am Ende kann man sagen, dass der Wi-Fi-Standard 802.11ah wohl kaum als regelmäßige Lösung für Privatkunden genutzt werden wird, es sei denn, diese verfügen über ein Anwesen verteilt über mehrere hundert Meter. Für Eventveranstalter oder auch öffentliche Wi-Fi-Hotspots könnte der neue Standard mit der erhöhten Reichweite und Stabilität allerdings sehr nutzbringend sein.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Du willst große Teile des 5G-Empfangs deaktivieren, um einen US-WLAN-Standard hier durchzusetzen? Ich glaube, die meisten Leute hätten doch lieber überall Mobilfunk-Empfang statt WLAN in deinem Garten.
        Naja, große Teile sind das nicht. Die Hauptlast findet im 3,6GHz Bereich statt. Dann geht es weiter runter, das 900MHz Band ist nur ein sehr kleiner Teil und für den WALN Standard wird auch nur ein kleiner Teil benötigt. Daneben haben die Mobilfunkkonzerne auch das 800 und 700MHz Band von DVB-T gefressen.

        Aber das ist das einzige, dass die Mobilfunkindustrie kann: Frequenzen fressen. Aber es gibt auch noch andere Dinge, die sehr wichtig sind und WLAN ist eines davon. Aber ich kann auch die übrige Wirtschaft anführen, die giert nach soetwas. Besonders die sogenannte Industrie 4.0 bräuchte sowas. Ganz ohne Mobilfunkprovider und vorallem kostenlos.

        BTW: WLAN ist ein US Standard, ich hoffe du verwendest ihn nicht, sondern nur das europäische DECT und Bluetooth.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Du willst große Teile des 5G-Empfangs deaktivieren, um einen US-WLAN-Standard hier durchzusetzen? Ich glaube, die meisten Leute hätten doch lieber überall Mobilfunk-Empfang statt WLAN in deinem Garten.
        Naja, große Teile sind das nicht. Die Hauptlast findet im 3,6GHz Bereich statt. Dann geht es weiter runter, das 900MHz Band ist nur ein sehr kleiner Teil und für den WALN Standard wird auch nur ein kleiner Teil benötigt. Daneben haben die Mobilfunkkonzerne auch das 800 und 700MHz Band von DVB-T gefressen.

        Aber das ist das einzige, dass die Mobilfunkindustrie kann: Frequenzen fressen. Aber es gibt auch noch andere Dinge, die sehr wichtig sind und WLAN ist eines davon. Aber ich kann auch die übrige Wirtschaft anführen, die giert nach soetwas. Besonders die sogenannte Industrie 4.0 bräuchte sowas. Ganz ohne Mobilfunkprovider und vorallem kostenlos.

        BTW: WLAN ist ein US Standard, ich hoffe du verwendest ihn nicht, sondern nur das europäische DECT und Bluetooth.
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Prima, dann müssen die Hacker nicht mehr so nahe ran oder mit anderen Worten,
        der Pentest kann von mehr Leuten (nicht nur Nachbarn) ausgeführt werden
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Du willst große Teile des 5G-Empfangs deaktivieren, um einen US-WLAN-Standard hier durchzusetzen? Ich glaube, die meisten Leute hätten doch lieber überall Mobilfunk-Empfang statt WLAN in deinem Garten.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH
        Am Ende kann man sagen, dass der Wi-Fi-Standard 802.11ah wohl kaum als regelmäßige Lösung für Privatkunden genutzt werden wird, es sei denn, diese verfügen über ein Anwesen verteilt über mehrere hundert Meter.
        Wie schon gesagt wurde hat man auch in normalen Gebäuden und auch im Garten nicht immer WLAN Empfang. Da wäre das dann eine hervorragende Ergänzung.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei der Reichweite von WLANs sollte man immer bedenken, dass diese in beide Richtungen gilt: Wenn das eigene WLAN alles im Umkreis von 50-100 m erreicht, dann erreichen auch alle WLAN ins Umkreis von 50-100 m den eigenen Standort. Wer also nicht in jede Richtung 50-100 m Grund sein Eigen nennt, profitierte daher in der Vergangenheit sogar von sinkenden Reichweiten. Die immer breiteren Kanäle moderner WLAN-Standards erlauben schließlich nur noch zwei oder drei parallele Netze, ehe es zu Konflikten kommt. Da ist die starke Dämpfung des 5-GHz-Bands bereits in Reihenhausgebieten von Vorteil und für die Mehrheit der Bevölkerung, die in Wohnungen lebt, ein reiner Segen. Die extreme Reichweite des 900-MHz-Bands wäre unter diesem Gesichtspunkt für WLAN-Nutzung eine Katastrophe (und auch ein Risikofaktor für die Datensicherheit).
        Dagegen gibt es zwei Mittel:
        1: eine dynamische Anpassung der Sendeleistung.
        2: eine Priorisierung der höheren Frequenzen. In Zukunft wird wohl das 60GHz Band das Arbeitstier, dafür braucht es dann eine Accesspoint in jedem Raum, der versorgt werden soll, am besten an der Decke. Wohl dem, der das CAT 8 Kabel für die Lampe eingeplant hat. Danach geht es dann nach unten weiter: 6GHz, dann 5 2,4 und zu Letzt eben 0,9.

        Es wäre eben eine tolle Ergänzung, damit man zumindest irgendwas hat (und besonders für Dinge wie Frei Funk interessant).

        Zitat von PCGH_Torsten
        Allerdings steht es umgekehrt genau deswegen außerhalb von Nordamerika auch gar nicht zur Verfügung, sondern ist für GSM 900 und, am oberen Ende, für Radar reserviert.
        Ba dann hoffen wir mal, dass sich das auch hier durchsetzt und die USA den Rest der Welt von den Vorteilen überzeugen können. Das wäre eine sehr sinnvolle Sache, noch sinnvoller wäre natürlich ein eigenes Frequenzband für Bluetooth (träum).
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Sidewinder
        Naja, so abwegig ist das gar nicht. Die wenigstens WLANs im Haus erreichen bei etwas größeren Gärten das andere Ende des Grundstücks.
        Der Bedarf ist schon real - sei es die Grillecke in der man noch Musik Streamen möchte oder der Rasenmähroboter, der ins Smart Home eingebunden ist.
        Kleineres [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] äh Grundstück wählen.

        Bei der Reichweite von WLANs sollte man immer bedenken, dass diese in beide Richtungen gilt: Wenn das eigene WLAN alles im Umkreis von 50-100 m erreicht, dann erreichen auch alle WLAN ins Umkreis von 50-100 m den eigenen Standort. Wer also nicht in jede Richtung 50-100 m Grund sein Eigen nennt, profitierte daher in der Vergangenheit sogar von sinkenden Reichweiten. Die immer breiteren Kanäle moderner WLAN-Standards erlauben schließlich nur noch zwei oder drei parallele Netze, ehe es zu Konflikten kommt. Da ist die starke Dämpfung des 5-GHz-Bands bereits in Reihenhausgebieten von Vorteil und für die Mehrheit der Bevölkerung, die in Wohnungen lebt, ein reiner Segen. Die extreme Reichweite des 900-MHz-Bands wäre unter diesem Gesichtspunkt für WLAN-Nutzung eine Katastrophe (und auch ein Risikofaktor für die Datensicherheit). Allerdings steht es umgekehrt genau deswegen außerhalb von Nordamerika auch gar nicht zur Verfügung, sondern ist für GSM 900 und, am oberen Ende, für Radar reserviert.
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