Wi-Fi 8: Asus setzt früh auf den nächsten WLAN-Standard und verspricht Leistungssteigerungen
Asus zeigt auf der CES 2026 einen Wi-Fi-8-Router. Der Standard hinter dem Marketingnamen ist jedoch noch nicht finalisiert. Das wirft Fragen zur Einordnung und zum praktischen Nutzen auf.
Asus hat zur CES 2026 einen neuen Router angekündigt, der bereits offensiv mit "Wi-Fi 8" beworben wird. Die bisher veröffentlichten Fotos des ROG Neo Core Routers zeigen ein kantiges Gehäuse in weiß-grauer Farbgebung. Detaillierte Angaben zu Technik oder Ausstattung macht das Unternehmen aber bislang nicht.
Wi-Fi 8 ist die Marketingbezeichnung für IEEE 802.11bn. Dieser Standard befindet sich derzeit jedoch noch im Entwurfsstadium. Entsprechend basiert das von Asus gezeigte Gerät auf einem Entwurf der Spezifikationen. Änderungen an einzelnen Funktionen sind damit grundsätzlich möglich. Wie Asus selbst ausführt, braucht es für alle Funktionen von W-iFi 8 einen passenden Router und auch einen Client. Laut Asus soll der Standard "voraussichtlich erst im September 2028 endgültig festgelegt werden". Trotzdem sollen laut Meldung bereits 2026 erste Wi-Fi-8-Heimrouter auf den Markt kommen.
Auffällig ist zudem die inhaltliche Ausrichtung von Wi-Fi 8. Anders als bei früheren WLAN-Generationen steht nicht eine weitere Steigerung der Nominalgeschwindigkeit im Fokus. Stattdessen soll die Zuverlässigkeit drahtloser Verbindungen verbessert werden, etwa durch geringere Latenzen, weniger Paketverluste und stabilere Übertragungen in stark ausgelasteten Netzen.
Genau diese Eigenschaften lassen sich jedoch erst sinnvoll bewerten, wenn passende Endgeräte verfügbar sind. Derzeit sind weder Smartphones noch Notebooks mit nativer Wi-Fi-8-Unterstützung angekündigt. Ohne ein entsprechendes Client-Ökosystem bleibt der praktische Nutzen eines Wi-Fi-8-Routers daher begrenzt, obwohl der Standard gezielt auf stabile Verbindungen in dicht belegten Funkumgebungen abzielt.
Laut Asus sollen zwar die theoretischen Datenübertragungsraten unverändert bleiben, die eigenen, nicht näher ausgeführten Tests hätten aber gezeigt, dass Wi-Fi 8 "den Durchsatz erheblich steigern kann". Im Vergleich zu Wi-Fi 7 biete Wi-Fi 8 einen "bis zu doppelt so hohen Durchsatz im mittleren Bereich, eine doppelt so große IoT-Abdeckung und eine bis zu sechsmal geringere P99-Latenz durch einen intelligenteren Multi-AP/Multi-Client-Betrieb", so Asus weiter.
Asus positioniert sich mit der Ankündigung frühzeitig im Umfeld des kommenden WLAN-Standards. Was das Unternehmen schlussendlich genau ankündigt, bleibt abzuwarten. Dass erste Implementierungen des Standards bereits erprobt werden, zeigen erste erfolgreiche Tests auf Basis von IEEE 802.11bn.
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Ist das schon Kunst?
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Wenn alle mitspielen könnte man bei guten Routern dann die Sendeleistung anpassen, so dass jeder sein WLAN gut in seiner Wohnung hat aber so schwach funkt dass er möglichst wenig zum Nachbarn reicht. Das erfordert aber Router die das können (ASUS bietet das übrigens in der Regel an) und dass...naja... alle mitmachen, was sehr selten ist. Dass eine Gruppe Menschen sich auf "jeder kriegt etwas weniger aber dafür alle insgesamt mehr" einigt wo jeder einfach aufdrehen und alles für sich beanspruchen kann ist eher nicht zu erwarten.
Die Version "selfish Nerd" ist das Gegenteil: die Anderen effektiv abschießen indem man mit einem Tool (inSSIDer o.ä.) das schwächste WLAN ausmacht und genau diesen Kanal dann maximal befunkt - die Ländereinstellungen des Routers auf USA eingestellt so dass der Grenzwert höher ist und schon putzte alles an anderen Netzen weg (das nur informativ verstehen, es ist in Deutschland natürlich illegal mit "amerikanischer Sendeleistung" zu funken...).
Die beste (und 100% legale) Variante ist, ein Netz zu benutzen das noch frei ist, beispielsweise 6 GHz ("Wifi6E"). Das muss aber dann eben auch Sender und Empfänger unterstützen.
Die Kanäle sind auf beiden Frequenzen zugepflastert.
Alle haben vom selben Kabel-Anbieter den selben Router.
Erkennbar an den default SSIDs.
Manche (Hälfte?) weichen bereits auf 5 GHz aus.
(Dürften sich damit beschäftigt haben.)
Könnte man mit einem "speziellen" WF-Router dennoch
einen "versprochenen" Durchsatz/Ping erreichen?
Klar, vorausgesetzt, die Clientseite spricht dasselbe Protokoll....
Hat in höheren Wifi-Standards die "Auslastung" der Frequenzen immer noch eine
so hohe Auswirkung, wie früher? (Wo sich die Netze gegenseitig niederblasen, wie
zu Zeiten des Eisernen Vorhangs?)
Jedes Funkband hat mehrere Bänder, auch beispielsweise WiFi4 bei 2,4 GHz (als meistgenutzter Standard noch heute).
Das 2,4 GHz WLAN hat beispielsweise ganze 14 Kanäle:
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Es könnten theoretisch (im best case, real ists weniger wegen Multikanalnutzung) also 14 Router gleichzeitig im gleichen Raum stehen und ihr WLAN aufmachen ohne sich gegenseitig zu stören. Das würde aber voraussetzen, dass man in den Routereinstellungen auch die Bänder passend einstellt dass nbicht mehrere Geräte die gleiche Frequenz verwenden.
Diese Theorie trifft dann auf die Realität "Benutzer kauft möglichst billigen Router, steckt den Stecker ein und klickt in der Schnelleinrichtung ein paar mal auf Weiter und OK". Und schon haste im Mietshaus in jeder Wohnung nen Router auf Kanal 1 die sich alle gegenseitig abschießen (und den einen Nerd im Haus der das weiß, seinen Router auf Kanal 12 stellt und sich einen drüber lacht
WIFI6 und 7 haben auch diverse technische Spielereien eingebaut um dem entgegenzuwirken (OFDMA, BSS Coloring, TWT, MLO usw., die Einzelheiten würden den Post sprengen), die sind aber natürlich nur dann nutzbar wenn auch alle Router und Endgertäte den Standard können und davon sind wir fast überall noch meilenweit entfernt.