Windows 10 Creators Update: Das sind die wichtigsten Neuerungen

Microsoft hat wieder ein großes Update für Windows 10 vom Stapel gelassen: Das Creators Update, das nach dem November Update 2015 und dem Anniversary Update 2016 somit die dritte große Aktualisierung des Betriebssystem darstellt. Welche Erneuerungen hat der Software-Riese aus Redmond in das Update gepackt? PC Games Hardware hat sich ein paar auffallende Merkmale herausgepickt und stellt diese kurz vor.

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Windows 10 Creators Update: Das sind die wichtigsten Neuerungen
Quelle: PC Games Hardware

Seit dem 11. April 2017 startete die automatische Verteilung des neuen Creators Update für Windows-10-Nutzer über das integrierte Updatewerkzeug - Insider oder Ungeduldige konnten die Aktualisierung bereits am 05. April manuell auf ihrem System installieren und mit einigen neuen Features herumexperimentieren. Unter diesen sind neben einigen kosmetischen Erneuerungen auch tolle Zusatzfunktionen, die die alltägliche Arbeit erleichtern und komplettieren sollen - aber alles nacheinander.

Windows 10 Creators Update: Kosmetische Erneuerungen

Eine der wohl auffallendsten Veränderungen ist die Renaissance der "Themes". Themes sind - kurz gesagt - voreingestellte Designs, die nicht nur verschiedene Hintergrundbilder im Rotationsmodus wiedergeben, sondern auch Töne und Farben in der Präsentation Windows verändern können. In früheren Windows Versionen konnte man diese zwar schon nutzen, aber erst mit dem neuen Creators Update scheint Microsoft Themes wieder vollständig zurück ins Leben gerufen zu haben. Die neuen Designs lassen sich so bequem über den Windows Store beziehen. Die knapp 160 Design-Pakete sind in Kategorien unterteilt, je nachdem welche Präferenzen man hat. Daneben zeigt Microsoft jetzt endlich stilistische Stringenz, was die generelle Darstellung angeht: durfte man früher noch mit dem Kontrollpanel Einstellungen im altbekannten Windows Design verwalten, werden sie heute im modernen Erscheinungsbild des Betriebssystems aufgelistet. Neben diesen Erneuerungen lassen sich in Zukunft zu den verfügbaren Akzentfarben noch benutzerdefinierte Farben festlegen. So steht einer bunten Individualisierung von Startmenü, Ordnern, Taskleiste und so ziemlich allen anderen Bereichen des Betriebssystem nichts mehr im Wege. Und im Store kann man nach seinem Geschmack weitere Designs beziehen. Quelle: PC Games Hardware

Windows 10 Creators Update: Startmenüordner

Nicht nur unbedingt kosmetischen Nutzen - sondern auch praktischen - haben die neuen Startmenüordner. Nachdem Microsoft in Windows 8 das Startmenü über Bord geworfen hatte und dafür zu Recht scharf kritisiert wurde, kann dies wohl nach der Wiedereinführung im Update auf Windows 8.1, als nächster logischer Schritt angesehen werden. Die Erstellung der Startmenü Ordner ist denkbar einfach: durch simples Drag-n-Drop im aufgeklappten Kachelbereich werden diese erstellt. Damit lassen sich mit einem Mausklick Programme kinderleicht in Ordner strukturieren. Ein Segen für jeden, der ein aufgeräumtes und überschaubares Startmenü sein eigen nennen möchte.

Windows 10 Creators Update: Night Light

Viele Lesen oder Arbeiten noch in der Dämmerung und den späten Abendstunden an ihren Bildschirmen. Vielleicht haben einige auch schon registriert, dass sie dann schlechter oder sogar weniger schlafen. Grund dafür ist unser Körper, der mit dem Hormon Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Tagsüber wird die Melatoninproduktion durch das Licht gehemmt, sobald es aber dunkler wird, steigt der Hormonspiegel im Blut entsprechend an. Man konnte sogar 2012 nachweisen, dass die hellen Bildschirme einen ähnlich starken Effekt auf unseren Schlaf-Wach-Zyklus haben wie das Sonnenlicht. Mit Night Light implementiert Microsoft nun endlich ein Feature, das ähnlich wie F.Lux oder Apples Night Shift blaue Lichtanteile aus dem Licht des Monitors entfernt und so eine warme Farbtemperatur erzeugt. Die Vorteile liegen also auf der Hand: die Augen werden geschont und der Schlaf minimal beeinflusst.

Windows 10 Creators Update: Game Mode

Die wahrscheinlich größte Erneuerung - in den Augen einiger FPS-Jäger - wird sicherlich der durch das Creators Update neu eingeführte Game Mode sein. Dieser soll in der Theorie nämlich in der Lage sein, Datenpakete anderer Programme in den Hintergrund zu packen, damit diese keine Ressourcen für das Spiel wegschnappen. Wie ein schlechtgelaunter Türsteher werden unangemeldete Viren-Scans oder Updates außenvorgelassen und stören das Spiel nicht mehr. Angedachtes Ziel ist ein FPS-Boost von 2-5%, eine konsistente Framerate und weniger FPS-Einbrüche. Ein Problem ist sicherlich, dass der Game Mode bei einem Win32-Spiel nicht zwangsläufig weiß, welche Hintergrundprozesse dazu gehören und welche eben nicht. Der Zugewinn an Frameraten konnte - wenn überhaupt - nur in Windows Store Spielen wie zum Beispiel Gears of War 4 oder Forza beobachtet werden.

Windows 10 Creators Update: Galerie mit den wichtigsten Features

Bildergalerie

Windows 10 Creators Update: Beam the Stream

Streaming ist mittlerweile im Mainstream der Gamer angekommen, spätestens seit Sony und Microsoft das Streamen von ihren Konsolen per Knopfdruck vereinfachten. Nach einiger Zeit kommt nun auch Windows in den Genuss eines eingebauten Streamingdienstes, welcher durch die Game-Bar (Win+G) aktiviert werden kann. Wer einfach mal kurz die eigene Spielesession über den Äther in die digitale Welt blasen möchte, kann das nun ohne Installation von Streaming-Programmen wie XSplit oder OBS tun. Wenn man das Streaming von Spielen aber etwas engagierter angehen möchte, kommen doch einige Limitierungen des Dienstes zum Tragen. Lediglich die Plattform Beam kann im Moment genutzt werden, die zufälligerweise seit letztem Jahr zu den Redmonder Software-Konzern gehört. Bisher kann man nur rudimentär die Audioqualität in den Übertragungseinstellungen des Streams verändern und ein Anpassen der Bitrate fehlt völlig. Beim Streaming-Dienst Beam kann man durch die Faster-Than-Light-Technologie lag-freie mit Zuschauern kommunizieren - nur den Game Mode sollte man zwischendurch abschalten, da es sonst zu Übertragungsaussetzern kommt. Wer bisher Skype als Kommunikationsmittel für Zocksessions mit Freunden verwendete, kann das integrierte Streaming nicht nutzen. Microsoft möchte vermeiden, dass Benutzer ausversehen ihre private Kommunikation übertragen.

Windows 10 Creators Update: Der neue Defender

Der Windows Defender hat einen totalen Neuanstrich bekommen. Nicht nur, dass er sich jetzt optisch in das Gefüge von Windows 10 nahtlos integriert, nein, auch neue Scan-Methoden und Performance-Analysen wurden dem Defender spendiert. Mit den neuen Sicherheitsfunktionen lassen sich Angriffe auf Speicher und Kernel besser identifizieren, Ransomware früher erkennen, bevor Dritte Daten kapern und Lösegeld verlangen. Microsoft setzt hier - wie mittlerweile jeder - auf trainierte Mustererkennungsmethoden durch maschinelles Lernen und Verhaltensanalysen der Nutzer. Getreu dem Motto "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt", können Benutzer eigene Regeln und Muster dem Sicherheitsprogramm hinzufügen und so auf spezielle Gegebenheiten besser und schneller reagieren.

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    • Kommentare (99)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DataDino Freizeitschrauber(in)
        Hier vor Ort auf 5 System nicht ein einzigen Problem nach dem Creators Update. Wie auch schon bei allen Updates vorher. Vollkommen zufrieden
      • Von DataDino Freizeitschrauber(in)
        Hier vor Ort auf 5 System nicht ein einzigen Problem nach dem Creators Update. Wie auch schon bei allen Updates vorher. Vollkommen zufrieden
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        Nach dem Creatosr-Update hatte ich auch ein Drucker Problem, gleicht ungefähr deinem @Cleriker allerdings mit einem Brother. Drucker war zwar unter den Gräten aufgelistet aber nur als Fax. In anderen Programmen konnte ich ihn aber dennoch nicht auswählen.
        Bei mir lag es daran, dass der Windows interne Treiber-Index nicht initialisiert war, hab ich dann gemacht (wie HIER beschrieben), nach ein paar Sekunden kam dann auch die Benachrichtigung das der Drucker verfügbar sei und als Standarddrucker eingerichtet wurde.

        Komisch Ding, das Update ist.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Tja, der gleiche Drucker an einem anderen System hat ebenso rumgezickt. Das lustige ist, dass der Drucker auch als Gerät klar erkannt wurde, aber nicht mehr in der Druckerauswahl. Ich musste jetzt erst auf einen win 7 Treiber zurück und von dem auf den bisherigen win 10 und dann war er in unter zwei Sekunden wieder bereit, ohne Einrichtung, oder sonst etwas. Das war schon arg komisch.

        Zu deiner Frage:
        Das stimmt zwar grundsätzlich, aber der Drucker war ja seit Jahren installiert und lief. Erst nach dem creators update nicht mehr. Neu installiert geht's scheinbar auch, aber das Update war definitiv dafür verantwortlich dass der Drucker nicht mehr abgewählt werden konnte.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Für die Treiber sind doch aber die Hardwarehersteller verantwortlich?!

        Mein Canon funktioniert noch einwandfrei.

        MfG
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Bei mir wird der Treiber von meinem Canon ip4850 nicht mehr akzeptiert.
      Direkt zum Diskussionsende
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