Windows 11 und Windows 10: Microsoft, wir müssen reden! [Umfrage]
Windows 11 und dessen Vorgänger, das immer noch sehr verbreitete Windows 10, entwickeln sich immer mehr zur Dauerbaustelle. Insbesondere die Windows-Updates, die Microsoft regelmäßig für seine Betriebssysteme ausrollt, werden immer öfter zum Ärgernis. Microsoft, wir müssen reden!
Wir müssen reden über...
Windows 11 und dessen Vorgänger, das immer noch sehr verbreitete Windows 10, entwickeln sich immer mehr zu einer nervigen Dauerbaustelle. Insbesondere die Windows-Updates, die das Unternehmen aus Redmond regelmäßig für seine Betriebssysteme ausrollt, werden immer öfter zum Ärgernis für die Anwender. Unweigerlich kommen so Fragen zum Qualitätsmanagement von Windows auf: Microsoft, wir müssen reden. Jetzt!
Probleme mit Windows Update
Immer häufiger erreichen die PCGH-Redaktion und den Autor dieser Meldung entsprechende E-Mails und Nachrichten, in denen Leser ihre Probleme mit Windows 11 sowie Windows 10 schildern und ihrem Ärger einmal Luft machen wollen. Immer wieder im Fokus dabei, die Systemaktualisierung über Windows-Updates und die damit verbundene Sorge, dass Computersysteme nach einem Update nicht mehr wie gewünscht laufen könnten.
Nachdem Microsoft gestern den PC meiner Frau wie schon im letzten Monat zum wiederholten Male "tot gepatcht" hat, habe ich im Updateverlauf festgestellt, dass fehlerhafte Installationsversuche nicht mehr aufgeführt werden. Meiner Meinung nach versucht Microsoft das jetzt zu verschleiern. - PCGH-Leser -
Wie die Berichterstattung der PCGH-Redaktion belegt, häufen sich solche Probleme immer öfter und können oftmals nur noch mit der Hilfe von Rollbacks, Systemwerkzeugen wie dem Kommandozeilenprogramm CHKDSK oder gar Neuinstallationen behoben werden. In immer mehr Fällen lassen sich insbesondere kumulative Windows-Updates nicht installieren.
Allein in den vergangenen Wochen haben gleich mehrere kumulative Updates sowohl unter Windows 11 als auch Windows 10 für viel Ärger unter den Anwendern gesorgt.
- KB5035853 mit schweren Fehlern
- KB5034441 ist noch immer fehlerhaft
- KB5001716 lässt sich nicht installieren
- KB5034765 lässt sich nicht installieren
- KB5035853 beeinflusst Ryzen-APUs
- KB5035849 mit Code 0xd000034
Hierbei handelt es sich wohlgemerkt lediglich um eine kleine Auswahl an fehlerhaften Windows-Update die in den vergangenen zwei Monaten(!) unter Windows 11 und Windows 10 aufgetreten sind. Aber damit noch lange nicht genug, die Anwender stoßen sich an vielerlei weiterer Unannehmlichkeiten und Ärgernisse unter Windows. Gerade die Probleme mit Windows-Update bringen aber den nachfolgenden Punkt in den Fokus rücken.
Microsofts Qualitätsmanagement
Gerade dann, wenn kumulative Updates wie KB5034441 auch drei Monate nach dessen Release noch immer fehlerhaft sind, sich reihenweise mit dem Code 0xd000034 scheitern und nicht installieren lassen, muss unweigerlich über das Qualitätsmanagement von Microsoft gesprochen werden. Dieses hat das Unternehmen aus Redmond seit dem Release von Windows 10 schrittweise vollständig auf das Insider-Programm abgeschoben. Die Anwenderschaft für die Qualitätskontrolle verantwortlich zu machen war eine Grundsatzentscheidung, die schlussendlich nach hinten losgegangen ist.
Allein in diesem Jahr sorgten mehr als zwei Dutzend kumulative Updates für Probleme bei der Installation und Aktualisierung sowie dem Wechsel auf den jeweils neuesten Build. Kein Ruhmesblatt für das Qualitätsmanagement.
- KB5034765 sorgt für Probleme
- KB5034763 blendet Taskleiste aus
- KB5032190 mit fehlerhafter Taskleiste
- KB5034441 mit Code 0x80070643
- KB5034441 wird zum Desaster
Die Tatsache, dass ein und dasselbe Problem, beispielsweise die fehlerhafte und teils ausgeblendete Taskleiste, gleich bei mehreren Updates wie KB5032190 und KB5034763 auftritt, spricht nicht für die Güte des mit Hilfe von Outsourcing auf die Anwender abgeschobenen Qualitätsmanagements. Aber auch die Finanzierung des Betriebssystems sorgt immer häufiger für Kopfschütteln.
Werbung in Betriebssystemen
Das eigene Betriebssystem ist spätestens mit dem Wechsel auf Windows 11 und dem immer stärker vorangetriebenen Vertriebsmodell "Windows as a Service", welches unter anderem mit dem kostenlosen Upgrade auf das neueste Windows seinen Höhepunkt gefunden hat, nicht mehr die große "Cashcow" für das Unternehmen aus Redmond. Klar, dass Microsoft sich alternative Einnahmequellen sichern will und dafür verstärkt auf Werbung in seinen Betriebssystemen setzt. Ein Vorgehen, welches Anwender allerdings ablehnen.
- Microsoft führt Werbung im Startmenü ein
- Microsoft testet erstmals Werbung im Startmenü
- Bildschirmfüllende Werbung auf nicht qualifizierten PCs
- Windows-10-Nutzer werden mit Werbung behelligt
- Werbung auf dem Windows-Sperrbildschirm
- Windows wirbt für Microsoft-Account
Hat Microsoft in der Vergangenheit primär für seine eigenen Produkte wie Microsoft Office und Microsoft 365 sowie das Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 geworben, findet jetzt auch Werbung für Drittanbietersoftware und Apps ihren Weg in Windows 11.
Das neue optionale kumulative Update KB5036980 für Windows 11 führt die Werbung im Startmenü des Betriebssystems bereit früher als gedacht ein. Spätestens beim Patch Day im Mai erhalten dann alle Anwender, welche Windows 11 22H2 oder die aktuellsten Builds von Windows 11 23H2 nutzen, diese Werbeanzeigen für die Drittanbieteranwendungen sowie Apps über das Startmenü präsentiert. Eine Entwicklung, die auf dem Vormarsch ist.
Upgrade und Accountzwang
Eng mit der Werbung in den Betriebssystemen Windows 11 und Windows 10 verknüpft ist der Upgrade- und Accountzwang, welcher immer stärker auf die Anwenderschaft von Windows durch Microsoft ausgeübt wird. An allen Ecken und Enden werden mittlerweile die vielen Vorteile von Windows 11 gegenüber Windows 10 angepriesen und auch ein eigener Microsoft-Account ist in den Augen des Unternehmens aus Redmond beinahe gewissermaßen essenziell, so hat man das Gefühl. Auch das kann nerven.
Windows 10 soll auslaufen
Wenngleich Microsoft erstmals überhaupt ein kostenpflichtiges Abonnement für Privatanwender über das ESU-Programm ("Extended Security Update") anbietet, welches den zum 14. Oktober 2025 auslaufenden Support für Windows 10 anbietet, "soll" Windows 10 dennoch ein Auslaufmodell sein, wenn es nach Microsoft geht.
An allen Ecken und Ende versucht Microsoft, die nicht geringe Anzahl an Windows-10-Nutzern zu einem Update auf Windows 11 zu bewegen, konterkariert dieses Vorhaben jedoch mit zahlreichen Restriktionen für ältere Hardware sowie TPM-Zwang und CPU-Hürden vergleichsweise erfolgreich. Eine klare Linie ist hier nicht zu erkennen.
- "Heimliches" Windows-10-Update soll Windows 11 vorbereiten
- Windows 10 bleibt beliebter als Windows 11 und legt noch weiter zu
- Windows 11 24H2: Microsoft sperrt älteren CPUs endgültig aus
- Windows-10-Nutzer werden schon wieder behelligt
Diese Umstände und Unwägbarkeiten gepaart mit den vielen Update-Problemen und zunehmender Werbung in Windows 11 haben dazu geführt, dass Windows 10 seinen Vorsprung auf Windows 11 zuletzt weiter ausbauen konnte, wie die Erhebungen der Statistikplattform StatCounter unmissverständlich deutlich machen.
Quelle: StatCounter
Windows 10 kommt demnach auf einen Marktanteil von 69,1 Prozent, während Windows 11 stagniert und zuletzt sogar auf 26,7 Prozent nachgelassen hat. Ein Trend hin zu Windows 11 ist trotz aller Bemühungen vonseiten Microsofts nicht zu erkennen. Windows XP, Windows 7 und vor allem Windows 10 haben sich nach ihrem Release im gleichen Zeitraum signifikant besser am Markt durchgesetzt, während Windows 11 das Schicksal von Windows Vista, Windows 8 und Windows 8.1 teilt und deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Wie seht ihr das?
Die Redaktion von PCGH würde sich über eure Meinung zu Windows 11, dessen Qualität(en) und Updates freuen.
Wie steht ihr zu den immer öfter fehlerhaften kumulativen Updates? Was haltet ihr vom Insider-Programm und der Werbung im Betriebssystem von Microsoft?
Abschließend würden wir uns über jede Stimme bei der nachfolgenden Umfrage freuen und wünschen euch allen einen schönen Sonntag und weiterhin ein erholsames Restwochenende.
Wir freuen uns auf spannende Diskussionen in den Kommentaren im PCGHX-Forum.
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Kommentare (86)
Zur Diskussion im Forum-
Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)Richtig [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] . Bin jetzt mittlerweile auch beim Thunderbird angekommen. Vorher noch die me.blueone.win App ausprobiert (ebenfalls Schrott mMn) inklusive mieser Deinstallation und Registryeintrag löschen.
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Du wirst es ggf. merken, wenn sich nach ein paar Tagen bei "Windows Sicherheit" unter Virenschutz - Updates an der Version nichts tut.