Der Reiz, Mac OS auf einem PC zu installieren - Ein Kommentar von Daniel Waadt

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Wer ein passendes Mainboard besitzt, kann Mac OS problemlos auf seinem PC installieren.
Quelle: PC Games Hardware

In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Daniel Waadt über immer wiederkehrende Probleme mit Windows und möglichen Alternativen.

In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute äußert sich Daniel Waadt über den Reiz mal ein anderes Betriebssystem auszuprobieren.

Nur ungern erinnere ich mich an die Zeit von Windows 95 oder Windows 98 zurück, als es ganz normal war, dass man alle paar Wochen oder Monate die Festplatte formatieren und Windows neu aufsetzen musste, weil das Betriebssystem nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert hat (Bluescreen etc.). Nun war es mal wieder soweit und das obwohl ich derzeit Windows 7 einsetze. Zwei Phänomene sorgten dafür, dass ich mich entschloss, dass eine Neuinstallation her muss. Phänomen Nummer 1 sorgte dafür, dass nach jedem zweiten bis dritten Hochfahren von Windows alle weißen Farbdarstellungen auf dem Monitor nicht mehr weiß, sondern sehr dunkel waren – einzige Ausnahme: Der Mauszeiger erstrahlte nach wie vor in prächtigem "Weiß". Und da war ja noch Phänomen Nummer 2, das dafür sorgte, dass ich nach dem Bootvorgang von Windows erst mal ein paar Minuten warten musste, bevor ich überhaupt ein Programm wie Firefox öffnen konnte.

Gut, dachte ich mir, nutze ich eine Neuinstallation gleich dafür, um ein Hardware-Upgrade durchzuführen. So habe ich ein Systemwechsel vom AMD FX-8350 auf ein Intel-System mit dem Core i7-4770 (ohne "K", da ich eh nicht übertakte) durchgeführt. Bei der Wahl des passenden Mainboards war die Wahl dagegen gar nicht so einfach. Grund: Nachdem ich von Windows 7 genervt war und Windows 8.1 immer noch schrecklich ist, muss ich zugeben, dass der Reiz für mich groß war, einmal OS X auszuprobieren. Doch dafür extra ein Apple-Gerät anzuschaffen, wäre für mich nicht nur eine teure, sondern auch eine umständliche Option gewesen, schließlich will ich keine zwei Rechner auf meinen Schreibtisch stellen, sondern Dual-Boot nutzen.

Hier kommt wieder das Mainboard ins Spiel. Gigabyte ist mit seinen Platinen dafür bekannt, dass sich hier problemlos Mac OS installieren lässt. Wie man dabei vorgehen muss und welche Gigabyte-Platinen dafür geeignet sind, beschreibt die Webseite www.tonymacx86.com. Eine Lizenz für Mac OS X 10.6 Snow Leopard kann man dagegen für schlappe 18 Euro bei Apple bestellen und ist damit sogar für ein kostenloses Upgrade auf OS X 10.9 Mavericks berechtigt. Dann gibt es aber noch die rechtliche Situation zu beachten, denn eigentlich darf OS X nur auf zertifizierter Apple-Hardware installiert werden. Googelt man aber zu dem Thema, findet man viele Berichte, die besagen, dass die Lizenzbestimmungen von Apple in Deutschland ungültig sind und man sich auf diese Weise nicht strafbar macht, schließlich führt man keine Hacks oder Modifikationen am Betriebssystem durch.

Ich für meinen Teil bin jetzt doch erst mal wieder bei Windows 7 geblieben, da viele meiner häufig genutzten Programme nicht mit OS X funktionieren würden. Dennoch habe ich bei der Mainboard-Auswahl darauf geachtet, dass dieses Mac-kompatibel ist, denn man weiß ja nie, wann Windows das nächste Mal wieder "abraucht", oder?

Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

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    • Kommentare (60)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Das Apple überhaupt Schreibzugriff außerhalb des Anwendungsordners bietet, ist schon Schuld genug.

        Da hast du allerdings auch wieder recht
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Das Apple überhaupt Schreibzugriff außerhalb des Anwendungsordners bietet, ist schon Schuld genug.

        Da hast du allerdings auch wieder recht
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Kusanar
        Von Apple wird auf den Dev-Seiten für Mac OS X Anwendungen vorgeschlagen, das standardmäßige $HOME/Library/Preferences/ zu nutzen. Wenn das einen Programmierer nicht juckt, dann ist das doch nicht Apples schuld, oder doch?
        Das Apple überhaupt Schreibzugriff außerhalb des Anwendungsordners bietet, ist schon Schuld genug.
        (aber, wie du ganz richtig feststellst: Keine Apple-exklusive Schuld)
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Perfektion gibt es auch nicht weil Drittanbieter sowieso immer machen was sie wollen.
        Oder du müsstest bei Desktop Software anders vorgehen.
        Die Software muss vom OS Hersteller zertifiziert werden und auf dessen Online Plattform kannst du das dann herunter laden. Aber auch nur da. Gleichzeitig wird dabei auch dein System auf deinem Rechner geckeckt.
        Installieren kann man ausschließlich diese zertifizierte Software. Nichts anderes. Immer nur direkt online. Du lädst nur einen Downloader herunter der dann die Sachen vom OS Hersteller Server herunter lädt und direkt installiert ohne die Möglichkeit an dieser Installation was ändern zu können.
        Gleichzeitig hast du keine Möglichkeit mehr auf die Daten des OS zugreifen zu können. Das Instasllationsverzeichnis und alles was sonst mit dem OS zu tun hat ist im Datei Manager für dich nicht mehr einsehbar. Die Partition "C" ist sozusagen verschwunden.
        Es gibt keinen Weg dieses System zu umgehen.
        Perfekte Sicherheit eben.
        Doch zu welchem Preis?
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Unter MacOS schreiben Programme auch Konfigurations- und Installationswerte irgendwo hin und entfernen sie nie wieder, aber es gibt dafür nicht einmal eine einheitliche Anlaufstelle, wo man von Hand aufräumen könnte. Die Zeiten, als jedes Programm aus seinem Ordner lief und den Rest des Systems in Ruhe gelassen hat, sind auch auf Macs lange vorbei.
        Zugegeben, ein Ordner ist es nicht mehr, heutzutage sind es unter Umständen auch mal mehrere. Bei OS9 waren es noch maximal 2

        Von Apple wird auf den Dev-Seiten für Mac OS X Anwendungen vorgeschlagen, das standardmäßige $HOME/Library/Preferences/ zu nutzen. Wenn das einen Programmierer nicht juckt, dann ist das doch nicht Apples schuld, oder doch?

        Und selbst auf Windows gibt es immer wieder Programme, die ihre Configs irgendwo hin speichern (manchmal im Programmverzeichnis, manchmal ganz woanders) oder sich fleißig eigene Unterordner im User-Home anlegen (Stichworte AppData & Application Data). Und selbst wenn ein Programm sich nur in der Registry verewigt, sind diese Einträge auch nicht immer schön an nur einem Platz einsortiert zu finden.

        Perfekt ist jedenfalls beides nicht.
      • Von Tomahawk145 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zu dem Artikel fällt mir nur eins ein:

        99% der Probleme sitzen vor dem Rechner!

        Solche merkwürdigen Probleme mit Windows sind sicher nicht die Schuld des Betriebssystems..
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