Zeitreise nach 1995: Intel Pentium MMX trifft "mythischen NT4-Vorgänger" Microsoft Cairo
Nach erfolgreichen Experimenten mit der nie veröffentlichten Windows-Version "Neptune" hat sich Reddit-Nutzer JayPointSystems nun "Cairo" vorgeknöpft. Dieses Mal gab es aber deutlich größere Hürden. Gaming ist nur eingeschränkt möglich.
Retrosysteme haben ihren eigenen Charme. Vor einigen Jahrzehnten war vieles dabei noch deutlich umständlicher als heute. Unter anderem gab es damals deutlich mehr Anbieter für Prozessoren und Grafikkarten. Dadurch kann bereits die Installation der notwendigen Treiber zur Herausforderung werden. Noch komplizierter wird es, wenn man wie Reddit-Nutzer JayPointSystems auf unveröffentlichte Betriebssystem-Versionen setzt. Vergangenes Jahr nutzte er die 1999 veröffentlichte Entwicklungsversion "Neptune" im Zusammenspiel mit einem Intel Celeron 950 und einer ELSA Gloria 2 32, um Retrospiele auszuführen. Jetzt sollte dasselbe mit einem noch älteren Betriebssystem gelingen, einem Build von Microsoft Cairo aus dem Jahr 1995.
Wichtig, aber kaum funktionstüchtig
Diese Windows-Version wurde von 1991 bis 1996 entwickelt und ist, in den Worten des Reddit-Nutzers, ein "mythischer NT4-Vorgänger". Zur Erinnerung: Microsoft-Betriebssysteme wie Windows 95 und Windows 98 bauten noch auf dem alten DOS auf, während gleichzeitig die NT-basierten Betriebssysteme als Ablöse entwickelt wurden. Auf diesem Entwicklungsstrang basieren auch die modernen Windows-Versionen. Microsoft Cairo war also gewissermaßen ein Wegbereiter, mit dem einige neuere Features entwickelt und getestet wurden. Dazu zählen etwa die Suchindizierung und Funktionen für verteilte Systeme - also die Zusammenarbeit mehrerer PCs.
Für sein Projekt nutzte JayPointSystems einen Intel Pentium MMX 233, der auf 166 MHz heruntergetaktet wurde. Dazu gab es 32 MiB Arbeitsspeicher und eine ATI Mach 64 GX als Grafikkarte. Trotz dieser für damalige Zeiten recht gewöhnlichen Hardware gab es aber schon bei der Installation erste Schwierigkeiten. Die Dateien müssen manuell kopiert und mit einer lauffähigen DOS-Version installiert werden. Anschließend wurde der Reddit-Nutzer als Erstes von einem Explorer-Crash begrüßt.
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Danach wurde es kaum besser. Das Betriebssystem lief zwar, selbst nach stundenlangem Tüfteln konnten aber weder gängige Treiber noch APIs installiert werden. Diese sind aber selbst für damalige 2D-Spiele notwendig. Dementsprechend ist Retrogaming mit Microsoft Cairo nahezu unmöglich. Einzig das Spiel Unreal konnte ausgeführt werden, da es über einen Software-Renderer verfügt. Sprich: Man kann die gesamte Bilderzeugung auf die CPU auslagern. Das ist aber extrem langsam, selbst in QVGA (320 × 240 Pixel) wurden so nur 15 FPS erreicht. Am Ende der Zeitreise steht also damit nur ein sehr bedingter Erfolg. Die genutzte Windows-Entwicklungsversion ist für den Endkundenbetrieb nicht geeignet.
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Quelle: JayPointSystems (Reddit)

Könnte mir eher vorstellen, dass NT 4.0 keine DirectX/openGL/Glide -Unterstützung hatte, das ist aber jetzt reine Spekulation, kenne mich mit NT nicht aus.
31. Juli 1996 an Hersteller ausgeliefert (RTM) und kam am 24. August 1996 offiziell in den Handel.
Windows 95 kam im Oktober 1995 in den Handel.
Im Juni 1996 waren 98% alle Spiele die man spielte, DOS spiele.
DirectX 2.0 (Codename „Orion“) wurde am
5. Juni 1996 von Microsoft veröffentlicht und markierte einen wichtigen Schritt zur Standardisierung von Multimedia-Anwendungen unter Windows 95, einschließlich der ersten Integration von 3D-Funktionen.
Texte teilweise aus KI.
Windows NT 4 konnte DOS Programme nicht in ihrem 16 Bit Mode laufen lassen.
Könnte mir eher vorstellen, dass NT 4.0 keine DirectX/openGL/Glide -Unterstützung hatte, das ist aber jetzt reine Spekulation, kenne mich mit NT nicht aus.
Windows NT 4 konnte DOS Programme nicht in ihrem 16 Bit Mode laufen lassen.
Es gab auch 32 Bit DOS Programme mit z.B. EMM386, EMS Speicher. Auch die Programme liefen unter NT 4.0 nicht richtig.
Das Hauptproblem von NT 4.0 war, es erlaubte keinen direkten Hadrwarezugriff. Dadurch war es viel stabiler als Windows 95/98 aber auch nicht mehr kompatible zu DOS Software.
Die Soundkarte z.B wurde direkt über IRQ 5,7 und IO Adresse 220,xyz angesprochen. NT 4.0 erlaubt diesen Zugriff nicht.
Ab Windows XP war das nicht mehr wichtig. Da niemand mehr DOS Spiele spielte. Und alle Spiele über DirectX angesprochen wurden.