Windows 10: Microsoft mit Details zum ESU-Programm: Start, Dauer, Kosten [Update]

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Windows 10: Microsoft mit Details zum ESU-Programm: Start, Dauer, Kosten
Quelle: Microsoft

Es gibt sie noch, die echten Überraschungen. Microsoft gewährt ab dem 14.10. weiter kostenlose Sicherheits-Updates für Windows 10 im Rahmen des ESU-Programms.

Originalartikel vom 25.09.2025: Das nennt man wohl eine Rolle rückwärts in letzter Minute: Seit Monaten trommelt Microsoft dafür, dass Nutzer von Windows 10 auf Windows 11 umsteigen. Der bekannte Hintergrund: Am 14.10.2025 endet der offizielle Support für Windows 10, Microsoft veröffentlicht dann keine Sicherheits-Updates mehr - es sei denn, man "bezahlt" für das sogenannte ESU-Programm.

Unklare Hintergründe für Entscheidung

Und genau hier gibt es nun den U-Turn: Wie Microsoft gegenüber Windows Central bestätigt hat, wird es im europäischen Wirtschaftsraum eine Änderung gegenüber den bisherigen Plänen geben. Auch deutsche Kunden bekommen damit ein Jahr ESU-Support kostenlos und ohne Bedingungen. Im Juni reichte Microsoft nach viel Kritik noch die Option für das ESU-Programm nach, statt 30 US-Dollar auch Windows Backup über OneDrive einzuschalten oder 1.000 Microsoft Rewards Points zu investieren. Beide Optionen kamen nicht besonders gut an. In der Folge hatten Guides zum Umstieg auf alternative Betriebssysteme, allen voran Linux, Hochkonjunktur.

Nun bietet man auch in Deutschland das ESU-Programm für ein Jahr ohne Bedingungen. Dazu heißt es in der Stellungnahme: "Im Europäischen Wirtschaftsraum aktualisieren wir den Registrierungsprozess, um sicherzustellen, dass er den lokalen Erwartungen entspricht und eine sichere, optimierte Erfahrung bietet. Unser Ziel ist es, Kunden zu unterstützen und ihnen Optionen für den Übergang zu Windows 11 zu bieten, wobei sie weiterhin ununterbrochenen Zugriff auf wichtige Sicherheitsupdates haben."

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Zuletzt gab es von vielen Seiten neue Kritik daran, dass Microsoft bei Windows 10 auf Zwang setzte, um entsprechende PCs weiter sicher nutzen zu können. Microsoft wurde durch die gestellten Bedingungen für das kostenlose ESU-Programm vorgeworfen, sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. Wer Windows 10 noch ein Jahr weiter mit offiziellen Updates nutzen möchte, wird sich spätestens ab dem 15.10. per Opt-in für die erweiterten Sicherheitsupdates entscheiden müssen; Details zum Ablauf sind bisher nicht bekannt, die Webseite Dr. Windows spricht von einem Assistenten unter Windows 10, der in den Einstellungen aufrufbar ist. Ein Microsoft-Konto wird in der EU nicht nötig sein.

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Doch Microsoft-Account nötig

Aktualisierung vom 26.09.2025: Beim Thema Voraussetzungen für das kostenlose Jahr im Windows-10-ESU-Programm gab es gestern widersprüchliche Aussagen. Während es gestern noch hieß, dass man keinen Microsoft-Account benötigen würde, ist das nun doch Voraussetzung. Wie Bleeping-Computer meldet, gibt es eine Stellungnahme von Microsoft mit folgendem Inhalt:

"Melden Sie sich mit einem Microsoft-Konto (MSA) bei Ihrem PC an und bleiben Sie angemeldet, um ESU-Updates ohne zusätzliche Kosten zu erhalten. Wenn Ihr MSA bis zu 60 Tage lang nicht zur Anmeldung verwendet wird, werden die ESU-Updates eingestellt, und Sie müssen sich erneut anmelden, indem Sie sich mit demselben MSA anmelden."


Details zum Ausrollen des ESU-Programms

Aktualisierung vom 26.09.2025: Mittlerweile informiert auch Microsoft auf seinen eigenen Hilfeseiten über das Thema verlängerte Sicherheits-Updates für Windows 10 über das ESU-Programm. Auf einer Informationsseite wird zum Beispiel über die genaue Dauer und den Ablauf informiert. Kurz zusammengefasst:

  • Die Anmeldung zum ESU-Programm wird für Endkunden Anfang Oktober direkt über die Einstellungen des PCs möglich sein. Die Abdeckung beginnt am 15. Oktober 2025 und geht bis zum 13. Oktober 2026.
  • Ein Einrichtungsassistent wird über Benachrichtigungen sowie in den Einstellungen verfügbar sein und es Nutzern ermöglichen, sich direkt von ihrem persönlichen Windows-10-PC für das ESU-Programm anzumelden. 
  • Manuell: Gehen Sie zu Einstellungen > Update & Sicherheit > Windows Update. Wenn Ihr Gerät die Voraussetzungen erfüllt, wird ein Link zur Registrierung für ESU angezeigt. Nachdem Sie "Jetzt registrieren" ausgewählt haben, starten Sie die ESU-Registrierung. Wenn Sie mit einem lokalen Konto bei Windows angemeldet sind, werden Sie aufgefordert, sich bei Ihrem Microsoft-Konto anzumelden.
  • Wenn Sie mit einem lokalen Konto angemeldet sind, werden Sie aufgefordert, sich mit einem Microsoft-Konto anzumelden. Nach der Anmeldung haben Sie die Möglichkeit, während des Registrierungsprozesses mit Ihrem Microsoft-Konto angemeldet zu bleiben und sich ohne zusätzliche Kosten zu registrieren, oder einen einmaligen Kauf zu tätigen, um sich zu registrieren, ohne mit Ihrem Microsoft-Konto angemeldet zu bleiben. Unabhängig von der gewählten Option wird die ESU-Lizenz mit dem Microsoft-Konto verknüpft, das für die Registrierung verwendet wurde.

Laut Microsoft stehen dann zwei Optionen zur Verfügung:

Kostenfrei für Microsoft-Konto: Wer sich mit seinem Microsoft-Konto (MSA) anmeldet und angemeldet bleibt, erhält ein Jahr lang bis zum 13. Oktober 2026 Sicherheitsupdates ohne zusätzliche Kosten. Wenn der Microsoft-Account für einen Zeitraum von bis zu 60 Tagen nicht zur Anmeldung verwendet wird, werden die ESU-Updates eingestellt. In diesem Fall müssen sich Nutzer erneut mit demselben Microsoft-Account anmelden, um das Programm erneut auszurollen.

Einmalzahlung für lokales Konto: Alternativ können sich Nutzer für einen einmaligen Betrag von 30 US-Dollar (bzw. dem entsprechenden Betrag in ihrer Landeswährung) zuzüglich etwaiger Steuern für das ESU-Programm registrieren. Auch hier ist zunächst eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto notwendig, um den Kauf zu bestätigen.

Für das ESU-Programm gibt es weitere Voraussetzungen, die laut einer weiteren Microsoft-Webseite zu erfüllen sind:

  • Auf den Geräten muss Windows 10, Version 22H2 Home, Professional, Pro Education oder Workstations Edition laufen.
  • Auf den Geräten muss das neueste Windows-Update installiert sein.
  • Das Konto, mit dem man sich am Gerät anmeldet, muss ein Administratorkonto sein. Die ESU-Lizenz wird mit dem Microsoft-Konto verbunden, das für die Registrierung verwendet wurde. Um sich zu registrieren, werden Sie aufgefordert, sich mit einem Microsoft-Konto anzumelden, wenn Sie sich normalerweise mit einem lokalen Konto bei Windows anmelden.
  • Bei dem Microsoft-Konto kann es sich nicht um ein Kinderkonto handeln.
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    • Kommentare (141)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AMG38 Software-Overclocker(in)
        Ja, genau diese Punkte gehen mir auch auf den Geist.
      • Von AMG38 Software-Overclocker(in)
        Ja, genau diese Punkte gehen mir auch auf den Geist.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Hey, danke! Auf den Zusammenhang wäre ich nie gekommen. Leider verschwinden damit aber nicht nur die Trennlinien, sondern auch der komplette Schnellzugriff und im Gegenzug taucht ein volles Dutzend nutzloser, nicht löschbarer Standard-Sonderordner auf, die natürlich allesamt oberhalb der tatsächlich genutzten angezeigt werden. Nur deswegen hatte ich "Alle Ordner" deaktiviert (ohne in dem Moment zur realisieren, dass das auch automatisches Ausklappen für Standard-Ordner abschaltet.)
      • Von AMG38 Software-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wenn du möchtest, dass auch der Desktop- oder sonstige Benutzerordner sich navigatorisch aufklappen, muss man in den Ordneroptionen (Reiter Ansicht) den Haken bei "Alle Ordner anzeigen" setzen.

        Möchtest du, dass die Struktur links sich automatisch gemäß deiner aktuellen Position im Explorer aufklappt, musst du noch den Haken bei "Auf geöffneten Ordner erweitern" setzen.

        Beide Einstellungen sind auch mit Rechtsklick in den Navigationsbereich erreichbar.

        Jetzt siehst du alles und es klappt sich auch alles automatisch auf.
        Nachteil: Du hast keine Trennlinien mehr im Navigationsbereich.

        Was ich auch nicht gut finde ist, dass es keine Option gibt, was den Bereich automatisch wieder zuklappen lässt. Quasi eine "Auf aktuellen Ordner reduzieren" Option.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von AMG38
        Wie meinen?
        Ich sehe doch im Explorer jedwede Unterordner, kann diese auch aufklappen und mir auch im Navigationsbereich links anzeigen lassen?
        Ja, mit "jedwede Unterordner" funktioniert das automatisch. Aber nicht mit einer Verknüpfung zum Desktop-Ordner oder, soweit ich es ausprobiert habe, irgendwas anderes aus dem Benutzer-Ordner. Wenn man die anpinnt, eine Verknüpfung dorthin erstellt oder sonst irgendwie darauf zugreift, bleibt der Navigationsbereich eingeklappt. Selbst bei weitere Zugriffe auf Unterordner bleibt die Navigationsansicht passiv und aktualisiert sich nicht. Unter Windows 11 müsste ich den gesamten Baum von Hand aufklappen, um in dort abgelegten Verzeichnissen bequem zu navigieren – aber leider ist der Pfad ja schon seit Vista (oder sogar seit 2000?) zu lang, als dass das alltagstauglich wäre.

        Aktuell navigiere ich wieder wie zu Windows-3.x-Zeiten ganz ohne Navi-Bereich, in dem ich in übergeordnete Ordner springe und dann von dort den Nachbarn auswähle. Alternativ überlege ich, die Nutzung des Desktops als, nunja: Desktop, ganz aufzugeben. Wenn ich Projekte, an denen ich arbeite, stattdessen in einem normalen Ordner ablegen würde, könnte ich über den neuen Explorer bequem darauf zugreifen und darin navigieren. Aber dann halt nur noch über den Explorer und zwei-drei zusammengehörige Dateien nebeneinander als visuelle Gruppe anzuordnen ginge dann auch nicht mehr, sondern ich müsste wie zu DOS-Zeiten jedes Mal mit Unterordnern arbeiten. #Fortschritt
      • Von Gast1764976203
        Zitat von AMG38
        Das war kein Angriff. Es wundert mich nur, dass das Thema ignoriert, aber bei Windows 11 wieder ausgepackt wird.
        Von Angriff war auch nicht die Rede, sondern von "ergriffen" (Perfekt, Partizip II von ergreifen).

        Basis eines Dialogs oder Polylogs ist die ethymologische Bedeutung der Wörter zu (er)kennen um darauf auch trefflich reagieren zu können.
      Direkt zum Diskussionsende
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