Windows Task-Manager: Früher nur 80 KB groß und überraschend clever
Dave Plummer erklärt in einem aktuellen Youtube-Video, warum er den altehrwürdigen Task-Manager platzsparend baute und welcher Trick verhindert, dass zwei Instanzen gleichzeitig laufen - selbst wenn eine davon eingefroren ist.
Dave Plummer hat in den frühen Neunzigerjahren als Windows-Entwickler so einige der Features mitverantwortet, die heutzutage kaum mehr aus dem Betriebssystem wegzudenken sind. Eines davon ist die ursprüngliche Version des Task-Managers, die in Windows NT 4.0 debütierte.
80 Kilobyte für das Wunschwerkzeug
In einem neuen Youtube-Video erklärt Plummer nun ein paar Eigenheiten des Task-Managers. Demnach musste das Tool möglichst flüssig agieren, selbst wenn alles andere im System fehlschlägt. Das Ergebnis war entsprechend ziemlich kompakt und brachte in Windows NT 4.0 lediglich 80 Kilobyte auf die Waage.
Zum Vergleich: Der aktuelle Task-Manager in Windows 11 nimmt vier Megabyte ein. Plummer erklärt, dass der fünfzigfache Größenanstieg nicht von ungefähr kommt: "Jede Zeile hat einen Preis, jede Allokation hinterlässt Spuren. Jede Abhängigkeit ist ein Mitbewohner, der dein Essen isst und nie Miete zahlt." Weiter führt er aus:
"Der Task-Manager ist so ein Programm, das man aufruft, wenn bereits etwas schiefläuft. Wenn sich das System krank anfühlt, eine App eingefroren ist oder der Rechner am Schnaufen ist ... der Task-Manager darf nicht verspätet erscheinen und dabei unter der Last seiner eigenen Abhängigkeiten taumeln."
Plummer geht auch darauf ein, wie der Task-Manager erkennt, ob bereits eine Instanz läuft. Klassische Anwendungen nutzen dafür einen sogenannten "Mutex" - also ein Windows-Systemobjekt, das (sinngemäß und stark vereinfacht) "Ich bin bereits/nicht offen" als Zustand wiedergibt. Findet eine neue Instanz den Mutex, aktiviert sie das bestehende Fenster und schließt sich sofort wieder.
- Plummer ging einen Schritt weiter: Der Task-Manager sendet der bereits laufenden Instanz eine private Nachricht mit einem Prüfcode und wartet auf eine spezifische Antwort.
- Antwortet die bestehende Instanz korrekt, ist alles in Ordnung, und die neue schließt sich. Kommt keine Antwort - etwa weil die erste Instanz selbst eingefroren ist -, geht die neue Instanz davon aus, dass die erste unwiderbringlich verloren ist, und startet einfach neu.
Das hat eine praktische Konsequenz, die noch heute gilt: Das Drücken des Tastenkürzels [Strg]+[Umschalt]+[Esc] sorgt dafür, dass eine frische Instanz geöffnet wird, selbst wenn der Task-Manager hängt, da das Protokoll erkennt, dass keine gültige Antwort kommt.
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Heutzutage hat man doch genug Ressourcen.
Will ich einen Taskmanager wie 1998? Nein!
1. damit lassen sich spitze aufgehängte Spiele abschießen. Insbesondere so Perlen die gar nicht unter Windows 11 laufen sollen, aber dennoch irgendwie laufen, aber schon damals das pure Bugfest waren. STALKER - Clear Sky, Fallout 76, ... um mal "keine Namen" zu nennen.
2. Das Ding, was sich nur zu gerne verstärkt unter Windows XP und Windows 7 komplett quer stellte und das herunterfahren/ neu starten verhinderte, weil es sich nicht schließen lies.
Inoffiziell 3. Das Potenziometer für Körperteil(e) nach Wahl, wenn der Taskmanager gefühlt "utopisch" viel logische Prozessorkerne anzeigte. Oder wie ich es früher nannte "Wettrüsten" um mehr Kerne angezeigt zu bekommen. 😂
Aber ja, das fände ich auch gut.