Quartalsbericht: Microsoft rutscht erstmals in rote Zahlen
Der Branchen-Gigant Microsoft musste erstmals einen Quartalsverlust gegenüber seinen Anlegern erklären. Das Geschäft mit den Internet-Werbeanzeigen ist schuld, während die Verkäufer der Office- und Windows-Lizenzen stabil wie nie sind. Dir Börse freut es jedenfalls, denn der Kurs sackte nicht ab.
Bürosoftware ist Microsofts Steckenpferd. Daran hat sich auch im Jahr 2012 nichts geändert. Das Erschließen neuer Geschäftsfelder wiederum bereitet den Redmondern extreme Probleme. So kam es, dass unglückliche Übernahmen von Werbe-Unternehmen viele Milliarden US-Dollar verschlangen, ohne ein positives Ergebnis zu liefern. Der Börse scheint es egal zu sein. Das Kerngeschäft mit Office-Programmen und dem Windows-Betriebssystem hält den Konzern auf Spur. Börsen-Experten glauben sogar, dass mit Windows 8 noch einmal eine Steigerung möglich sei. In der Konsequenz stieg an dem Tag die Aktie um 2,5 Prozentpunkte.
Am Ende des vierten Quartals stand ein Verlust von 492 Millionen US-Dollar. Im Jahr zuvor wurde noch ein Gewinn von 5,9 Milliarden US-Dollar erzielt. Das negative Ergebnis relativiert sich, wenn man die 6,2 Milliarden schwere Abschreibung für das Online-Werbeunternehmen Aquantive außen vor lässt. Dann wäre nämlich ein Gewinn auf Vorjahresniveau möglich gewesen. 2007 hatte Microsoft Aquantive gekauft, damals für einen Preis von 6,3 Milliarden US-Dollar. Ziel war es im Werbemarkt gegen Google und Yahoo antreten zu können. Dummerweise gelang Google mit Doubleclick das Erwirtschaften hoher Einnahmen, Microsoft hingegen blieb auf seiner Fehlinvestition sitzen. Das operative Minus von Aquantiv summierte sich auf 8,12 Milliarden US-Dollar.
"Die Zahlen sind gut", sagte auch Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research., denn Microsoft konnte am Ende doch einen Gewinn in der Gesamtjahresbilanz von 17 Milliarden US-Dollar für sich verbuchen. Die Erwartungen an die kommenden Software-Produkte von Microsoft sind allerdings hoch. Im Fokus stehen Tablet-PCs mit Windows 8-Lizenzen. Am 26. Oktober ist Verkaufsstart für das neue Betriebssystem.
Quelle: Microsoft
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Und wir müssen uns mit metro Kacheln und apps durch den PC Hangeln.
Weil auch der explorer weg gehen wird und dann wieder der alte file explorer zum Einsatz kommt.
per Comandozeile durch die HDD suchen und genau den Dateinamen wissen. Was fürn Fortschritt
Also ich muss gar nichts.
Sorry für die dumme Frage, aber hat sich bei Office seit 2007 überhaupt noch irgendwas nennenswertes geändert? Ich hab jetzt nicht den Eindruck, dass da so ein großer Sprung gemacht wurde.
Privat habe ich auch Windows 7 (64 Bit) installiert und würde es auch gerne auf meinem zukünftigen Mini-APU-Latop sehen und nicht ein OEM Windows 8 (leider sieht man ja bei OEM PCs mittlerweile solche "ominösen Update-Angebote", der Endkunde sollte hoffentlich aufgeklärt sein, das neu für einen Desktop PC nicht unbedingt besser sein muss).
Ich denke man hat einfach die Entwicklungen auf dem Smartphone-Sektor verschlafen und versucht ein "universelles Tool" zu schaffen - vergisst dabei aber gerade die Stärken der alten Systeme in ihren Bereichen (Game PCs oder Professionals).
Mal sehen, ob's nur für "Media-Systeme" mit Touchscreen gedacht ist (und das ohne Windows Media Center und DVD-Abspielfunktion!!!) oder ... was auch immer?