Apple M1 Chip: Qualcomm arbeitet wohl am Snapdragon 8cx Gen 3 für Windows-PCs

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Apple M1 Chip: Qualcomm arbeitet wohl am Snapdragon 8cx Gen 3 für Windows-PCs (1)
Quelle: Qualcomm

Als Reaktion auf den ARM-Chipsatz Apple M1 soll Qualcomm die nächste Generation des Snapdragon 8cx für PCs entwickeln. Möglicherweise heißt dieser SoC dann Snapdragon 8cx Gen 3.

Seit dem 10. November ist klar, in welchen Apple-Produkten der neu entwickelte SoC M1 zum Einsatz kommt. Der Apple M1 ist ein auf dem ARM-Befehlssatz entwickelter Chipsatz, der acht CPU-Kerne und sieben oder acht GPU-Kerne mitbringt. Die Leistung liegt deutlich oberhalb eines Intel Core i3-8100B, aber etwas unterhalb eines AMD Ryzen 7 4800U, zumindest im Multi-Thread-Benchmark Cinebench R23. Nun wollen andere Hersteller von ARM-Chipsätzen nachziehen, wie die Webseite Winfuture berichtet. So soll das amerikanische Unternehmen Qualcomm an einer neuen Generation des Snapdragon 8cx arbeiten. Angeblich arbeitet man an einem neuen Chip mit der internen Bezeichnung SC8280.

Testsysteme mit 14 Zoll und 32 Gigabyte RAM

Die Testsysteme sollen Notebooks und Convertibles sein, die über ein 14-Zoll-Display und wahlweise acht oder 32 Gigabyte LPDDR4X-Arbeitsspeicher verfügen. Es wird daher vermutet, dass es verschiedene Versionen des Chips mit unterschiedlicher Leistung geben könnte. Qualcomm entwickelt seit dem Jahr 2019 exklusiv für den Einsatz in PCs und Chromebooks ARM-Chipsätze mit den Bezeichnungen Snapdragon 8cx sowie 8c und 7c auf Basis ihrer Smartphone-Varianten, die etwa über mehr Takt und eine höhere TDP verfügen. So sollen auch ARM-PCs möglich werden, die wesentlich weniger als 1.000 Euro kosten und somit günstiger verkauft werden, als etwa der 2-in-1-PC Microsoft Surface Pro X, welches auf einen umbenannten Qualcomm-Chip setzt.

ARM-Befehlssatz verhindert das Starten von klassischen x86-Programmen

Seit dem Jahr 2017 werkeln Microsoft und Qualcomm zusammen, um Windows 10 auf ARM-Chipsätzen zum Laufen zu bringen. Es gibt bereits eine Handvoll mobiler PCs, die auf einen Qualcomm-Chipsatz setzen und Windows 10 inklusive Emulationsschicht vorinstalliert haben. Die Herausforderung bei einem Windows on ARM-PC ist, dass die vor allem in Smartphones eingesetzten Qualcomm-Chips auf den ARM-Befehlssatz setzen. Die meisten Programme für Windows sind allerdings für den x86-Befehlssatz geschrieben worden, da nach diesem Prinzip die AMD- und Intel-CPUs arbeiten.

Folglich müssen die EXE-Dateien neu kompiliert werden, um nativ auf ARM-Prozessoren laufen zu können. Alternativ kann das Betriebssystem eine Emulationsschicht einführen, um die Software lauffähig zu machen. Microsoft liefert bei Windows 10 on ARM eine Emulation mit. Bislang können allerdings ausschließlich 32-bit-Programme emuliert werden. Aktuell testen Windows Insider die softwareseitige Emulation von 64-bit-Programmen. Auch bei Apple muss eine Emulation namens Rosetta 2 laufen, um alte Mac-Programme ausführen zu können. Lediglich neu kompilierte Programme oder iOS-Apps laufen nativ auf dem Apple M1. Allerdings können ARM-Chipsätze wesentlich stromsparender arbeiten als ein Intel- oder AMD-Prozessor, sodass die Akkulaufzeit länger ausfallen kann.

Ebenfalls lesenswert: Apple M1 tritt im neuen Cinebench R23 gegen Intel und AMD an

Sammlung zum möglichen Konkurrenten für den Apple M1:

  • Um dem Apple M1 etwas entgegen setzen zu können, soll Qualcomm an einer neuen Generation des Snapdragon 8cx arbeiten.
  • Die Testsysteme sollen Notebooks und Convertibles sein, die über ein 14-Zoll-Display und wahlweise acht oder 32 Gigabyte LPDDR4X-Arbeitsspeicher verfügen.
  • Aktuell laufen neben Apple Mac Books auch etwa das Microsoft Surface Pro X mit einem ARM-Chipsatz, der mehr Akkulaufzeit verspricht, als ein AMD- oder Intel-Prozessor.

Quellen: Winfuture, Microsoft (1), Microsoft (2)

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von kg79
        OS X hat mit dem klassischen MacOS bis Version 9 nix zu tun. Das alte MacOS war für 68K und wurde dann auf PPC portiert, OS X wurde für PPC entwickelt und dann auf X86 und ARM portiert. Den ARM Port gibts auch sicher schon intern seit etwa 2001, zumindest was den Kernel betrifft. Daraus wurde auch iOS etc abgeleitet und jetzt eben die M1 Versionen. Deswegen ist da Apple auch im Vorteil, da man sich jahrelang diese Hintertür offen gelassen hat. Ausserdem hat man durch die ganzen Umstiege sei es von 68K auf PPC, dann von OS 9 auf X, dann auf X86 Erfahrungen mit Emulationen und Virtualisierungen wie kaum ein anderer.
        Ich hab den ganzen Weg mitgemacht seit System 5.

        Zitat von kg79
        Vermutlich sitzen nicht Studenten mit 10$ Stundenlohn in einem Keller in Seattle und sind mit einem ARM Port von Windows beschäftigt.
        Leider sieht das genau so aus.
        Windows 10 ist immer noch ein Frickelsystem mit Baustellen an allen Ecken.

        Anstatt die Löcher zu stopfen werden immer neue aufgerissen und das ganze mit optischen Veränderungen zugekleistert.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von kg79
        OS X hat mit dem klassischen MacOS bis Version 9 nix zu tun. Das alte MacOS war für 68K und wurde dann auf PPC portiert, OS X wurde für PPC entwickelt und dann auf X86 und ARM portiert. Den ARM Port gibts auch sicher schon intern seit etwa 2001, zumindest was den Kernel betrifft. Daraus wurde auch iOS etc abgeleitet und jetzt eben die M1 Versionen. Deswegen ist da Apple auch im Vorteil, da man sich jahrelang diese Hintertür offen gelassen hat. Ausserdem hat man durch die ganzen Umstiege sei es von 68K auf PPC, dann von OS 9 auf X, dann auf X86 Erfahrungen mit Emulationen und Virtualisierungen wie kaum ein anderer.
        Ich hab den ganzen Weg mitgemacht seit System 5.

        Zitat von kg79
        Vermutlich sitzen nicht Studenten mit 10$ Stundenlohn in einem Keller in Seattle und sind mit einem ARM Port von Windows beschäftigt.
        Leider sieht das genau so aus.
        Windows 10 ist immer noch ein Frickelsystem mit Baustellen an allen Ecken.

        Anstatt die Löcher zu stopfen werden immer neue aufgerissen und das ganze mit optischen Veränderungen zugekleistert.
      • Von kg79 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Das erste Mac OS war für Motorola-CPUs geschrieben.
        Dann kam der Umstieg für die Power-CPUs mit einem Zwischensystem und
        OS X hat mit dem klassischen MacOS bis Version 9 nix zu tun. Das alte MacOS war für 68K und wurde dann auf PPC portiert, OS X wurde für PPC entwickelt und dann auf X86 und ARM portiert. Den ARM Port gibts auch sicher schon intern seit etwa 2001, zumindest was den Kernel betrifft. Daraus wurde auch iOS etc abgeleitet und jetzt eben die M1 Versionen. Deswegen ist da Apple auch im Vorteil, da man sich jahrelang diese Hintertür offen gelassen hat. Ausserdem hat man durch die ganzen Umstiege sei es von 68K auf PPC, dann von OS 9 auf X, dann auf X86 Erfahrungen mit Emulationen und Virtualisierungen wie kaum ein anderer. MS hat seine Ports recht halbherzig behandelt, deshalb sind die aktuellen Emulationen z.B. bei Win10X so schlecht. Das heisst aber noch lange nicht dass das ewig so bleibt. Vermutlich sitzen nicht Studenten mit 10$ Stundenlohn in einem Keller in Seattle und sind mit einem ARM Port von Windows beschäftigt.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von fotoman
        Glaubst Du ersnsthaft, dass Win 10 ARM auf dem Surface Pro X mit einem emulierten 32 Bit x86 Kernel läuft?
        Darauf bekommen wir wohl keine Antwort mehr!
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von fotoman
        Was soll man versuchen? Zwischen einfachem Neucompilieren und "riesiger manueller Ausfwand" ist alles möglich,
        Das letztere wird es sein.
        Deswegen ist das Rumphantasieren auch so ein beliebtes Spiel.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Komisch, alle weg.
        Leider, mit dme Dec Alpha Port hatte ich richtig Spaß..

        Zitat von Technologie_Texter
        Natürlich läuft ein x86-Windows auf dem M1 in einer Emulationsschicht.
        Sowas hat schon jemand gemacht? Eine echte Virtualisierungslösung für x86-Architektur für den M1 ist mir bisher nicht bekannt.

        Vermutlich meint er Win10 ARM, das auf dem Macbook Air ARM bisher nur mit QEMU als Emulationssschicht läiuft
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Da ist man mit Linux/ARM schon weiter.

        Zitat von wuselsurfer
        Gibt es da eine Quelle?
        Glaubst Du ersnsthaft, dass Win 10 ARM auf dem Surface Pro X mit einem emulierten 32 Bit x86 Kernel läuft?

        Zitat von wuselsurfer
        Versuche es einfach mal.
        Da stecken hunderttausende Mannstunden drin.
        Das schreibt man nicht schnell mal neu oder um.
        Was soll man versuchen? Zwischen einfachem Neucompilieren und "riesiger manueller Ausfwand" ist alles möglich, völlig unabhängig vom Umfang des Projektes. Aber klar, wenn Dein Monsterprojekt dutzende von zugekauften Komponenten nutzt, für die es keine ARM-Version gibt, wird es schwierig.

        Um das OS hat sich MS schon gekümmert. Das einzige, was Apple schon seit Jahrzehnten für solche Aktionen "besser" macht ist der Zwang, dass die Programmierer mitziehen müssen, ob sie wollen oder nicht. Apple Kunden lassen sich sowas, im Gegensatz zu Windows-Kunden, halt gefallen.
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